BGH · VII ZB 29/01 vom 28.02.2002
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Die sofortige Beschwerde der Beklagten gegen den berichtigten Beschluß des 4. 1. Die zwischenzeitliche Eröffnung des Insolvenzverfahrens steht der Entscheidung über die sofortige Beschwerde nicht entgegen. September 2001, in welchem es die Berufung wegen Versäumung der Begründungsfrist verworfen hat, nicht berücksichtigt habe, daß an diesem Tag um 8 Uhr das Insolvenzverfahren über ihr Vermögen eröffnet worden und deswegen gemäß § 240 ZPO das Verfahren unterbrochen worden sei. In entsprechender Anwendung des § 249 Abs.3 ZPO ist es zulässig, ein Rechtsmittel, das bereits vor der Unterbrechung des Verfahrens unzulässig war, auch während der Unterbrechung des Verfahrens zu verwerfen (BGH, Urteil vom 16. Das Berufungsgericht ist zu Recht davon ausgegangen, daß durch die Anordnung der vorläufigen Verwaltung des Vermögens der Beklagten keine Unterbrechung des Verfahrens gemäß § 240 Satz 2 ZPO eingetreten war; denn ein anhängiger Rechtsstreit wird durch die Bestellung eines vorläufigen Insolvenzverwalters dann nicht gemäß § 240 Satz 2 ZPO unterbrochen, wenn dem Schuldner kein allgemeines Verfügungsverbot, sondern nur ein Zustimmungsvorbehalt im Sinne des § 21 Abs. 2 Nr. 2 InsO auferlegt wird und deshalb die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis über sein Vermögen nicht gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 InsO auf den vorläufigen Insolvenzverwalter übergeht (BGH, Urteil vom 21.