BGH · VIII ZR 330/56
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Rechtssatz: Zur Frage, ob' eine Bank, die von einer anderen Bank ihr zur Sicherheit abgetretene Grundschuiden und übereignete .Sachen mit der gesicherten Forderung übertragen erhalten hat, sich ihrer Klage gegen den Sicherungsgeber auf Herausgabe von Si-oherungsgut entgegenhalten lassen muß, sie habe Uber die Grundschulden verfügt, ohne hierbei seine Interessen zü wahren® zur Versteigerung zu bringen« Deshalb veranlaßte die GmbH die Klägerin, ein Bankunternehmen» der LaflHHl (■■■bank zur Abgeltung ihrer Hechte auf Befriedigung aus den ihr gestellten Sicherheiten einen Betrag von 98o000 DM zu zahlen» Die beiden Banken wurden hierüber einige worauf die Klägerin den vereinbarten Betrag am 10« März 1953 durch Scheck zahlte» Darauf trat die La^M {■■■■■■bank in einer von ihr Unterzeichneten Erklärung vom 18« März 1953 ihre Rechte und Ansprüche aus dem Sicherungsübereignungsvertrag vom 29« April 1952 und mit Abtretungserklärung vom 19* März 1953 die beiden Briefgrundschulden über 100«000 und 50®000 DM an die Klägerin ab« In einem Schreiben vom 10« April 1953 an die Beklagte zu 1 erklärte die DaflHHBBBBbank, der augenblickliche Inhaber der Sicherheiten (gemeint war die Klägerin) habe nur dann das Recht, sie zu behalten, wenn er der Beklagten gegenüber auf Grund der Zahlung an die lafmi ^IHfebank eine Regreßforderung habe« Das dürfte aber, so ist in c... Sie hat von diesem Verlangen jedoch Abstand genommen, nachdem der Prozeßbevollmächtigte der Beklagten in der mündlichen Verhandlung vor dem Berufungsgericht erklärt hatte, daß die Maschinen vorhanden seien, deren Herausgabe die Klägerin verlange. Io Die Klägerin verlangt auf Grund Eigentums Herausgabe von Gegenständeno Das Berufungsgericht hat zur Auslegung der Vereinbarungen zwisehen der Klägerin und der LafiBHMIBVbank über die Übertragung der dieser von der Beklagten zu 1 gestellten Sicherheiten folgendes erwogens Die Klägerin habe die GmbH von dem Druck der La^HHBBHHBbank befreien wollen, die ohne Gefährdung ihrer Vergleichsforderung einen Ausgleich ihrer Ausfallforderung in Höhe von 40 # der zu dem Vergleichsverfahren angemeldeten Forderung erstrebt habe* Die Lafffe ■■■■■■■bank habe die Abdeckung dieser durch den Vergleich erlassenen aber im Rahmen des § 82 VerglO als unvollkommene Verbindlichkeit noch fortbestehenden Ausfallforderung vor allem deshalb von der GmbH erwartet, weil diese, inzwischen die Crundstücke Parzellen Hr»®5 und ■3/5? Am 7o März 1953 hätten sich sodann die Klägerin und die LaBBIIBBHBbank dahin geeinigt, daß die Klägerin zur völligen Abdeckung der Ausfallforderung 98*000 DIJ an die LaflHBHHHHbank bezahle, während letztere der Klägerin alle dinglichen Sicherheiten überlassen sollte, die sie zur Sicherung der Forderung gegen die Yergleichsschuldnerin in Händen gehabt habe, also auch das Eigentum an den Gegenständen, bei denen der Anspruch auf Rückübertragung und der Besitz den Beklagten verblieben sei* Hach Aussagen des Zeugen Br. MW (Abteilungsleiter bei der LaBHBMHBbank) habe sich die LaBfe ^■■■■Mibank entschlossen, das Sicherungseigentum an diesen Gegenständen auf die Klägerin zu übertragen, weil diese eine Garantie über die noch ausstehenden vier Raten der Vergleichsiorderung abgegeben habe* Von irgendwelchen "Einschränkungen der Klägerin über die Verwertung der übertragenen Sicherheiten" sei dem Vertreter der LaflBBB dem Zeugen GlflB, jedoch nichts bekannt gewesen* Berücksichtige man weiter, daß für die GmbH nach ihrer wirtschaftlichen Lage und nach den Aussagen ihres Geschäf bsführers der Erwerb der der LaflBHBBBIBbank zustehenden dinglichen Rechte durch die Klägerin im Vordergrund gestanden habe» so ergäben sich von vornherein wenig Anhaltspunkte dafür, daß die Klägerin nur als Zahlstelle der Vergleichsschuldnerin die Zahlung erbracht habe, wie es dem Zeugen MK mc)1 seinen Aussagen erschienen sei* Glaubwürdig sei vielmehr, daß die Klägerin die Zahlung auf eigene Rechnung gegen Übertragung der Sicherheiten habe erbringen wollen* Dies würde nicht ausschließen, daß die GmbH die Ausfallforderung gegenüber der Klägerin als klagbare Verbindlichkeit anerkannt hätte, Biese Anerkennung würde allerdings die Rechtsstellung der Beklagten nicht berühren* Jedenfalls könne aus der Verbuchung einer Forderung der Klägerin Diese Feststellung wird entgegen der Ansicht der Revision nicht schon dadurch in Frage gestellt, daß die Klägerin den Betrag von 98*000 DM am 10* März 1953 an die La^BBHHHHfrank gezahlt und diese erst danach durch die Erklärung vom 18* März 1953 ihre Hechte und Ansprüche aus dem Sicherungsübereignungsvertrag vom 29o April 1952 und am 19« März 1953 die beiden Grundschulden an die Klägerin abgetreten hat. Das Berufungsgericht bewegt sich ioi Rahmen der ihm zustehenden Ermittlung des rechtsgeschäftlichen Willens der beiden Banken auch insoweit, als es entgegen der Ansicht des Landgerichts ausgeführt hat, aus dem Umstand, daß in der Abtretungserklärung vom 18« März 1953 die 11 erlassene” Forderung nicht besonders erwähnt worden sei, könne nicht gefolgert werden, daß die Klägerin nach dem Willen der Vertragsparteien nicht vollständig in die Rechtsstellung der LaflBHHBHHbank habe eintreten sollen« Das gilt auch hinsichtlich der Wendung in der Aktennotiz des Zeugen Ifi^Bvom 9« März 1953, die Zahlung der Klägerin erfolge "zur völligen Abdeckung aller außerhalb des Vergleichs stehender Forderungen”, und der Fassung der Abtretungserklärung vom 18« März 1933; in der es heißt, die LaflBHÜIHBBbank sei hinsichtlich ihrer außerhalb des Vergleichs der GmbH stehenden Ansprüche durch die Klägerin "befriedigt” worden« Hach Ansicht des Berufungsgerichts kommt in dieser Abtretungserklärung der Parteiwille, der Klägerin die Rechtsstellung der LaflIHBIBIBBbank zu verschaffen, insofern zu dem Ausdruck, als diese ihre sämtlichen Rechte und Ansprüche aus dem Sicherungsübereignungsvertrag habe abtreten wollen« Dabei sei für die Klägerin eine Sicherung für die Vergleichsguote ausgeschieden, da insoweit bis zur völligen Tilgung durch die sechste Vergleichsrate am 26« September 1933 die LaCBMBHMBbank Gläubigerin geblieben sei« 3s könne, so meint das Berufungsgericht in diesem Zusammenhang, schwerlich angenommen werden, das Eigentum sei auf die Klägerin nur übertragen worden, um auf diese Weise die Übertragung der von der Beklagten zu 1 an die GmbH verkauften Gegenstände zu erleichtern, und deshalb, damit die Klägerin das Eigentum an den Gegenständen im übrigen der Beklagten zu 1 zurück- Dagegen läßt die Begründung des Berufungsurteils nicht erkennen, daß sich das Berufungsgericht mit der Frage befaßt hat, ob die IäiMBHHHW>ank ohne Zustimmung der Beklagten zu 1, die die Sicherheiten gestellt hatte, an ihre Stelle als Sicherungsnehmerin die Klägerin treten lassen durfte* Diese Frage ist nach dem der Bestellung der Sicherheiten zugrundeliegenden Rechtsverhältnis zwischen der LapBPPPHIBfbank und der Beklagten zu 1 zu beurteilen. Hinsichtlich der Grundschulden fehlt in dem Berufungsurteil jede Feststellung darüber, wie die Beziehungen der LaPBIBBHIIPbank und der Beklagten zu 1 geregelt waren* Insoweit ist der Hinweis der Revision in Betracht zu ziehen, in den Allgemeinen Bedingungen der Banken, die grundsätzlich den Bankverträgen zugrundegelegt würden, sei unter Er* 21 Abs.3 bestimmt, Grundschulden werde die Bank freihändig mangels Zustimmung des Si cherhef-t sbest eil er s nur zusammen mit der gesicherten Fordei’ung und nur in einer im Verhältnis zu ihr angemessenen Höhe verkaufen (vgl* zur Bedeutung dieser Klausel Trost,’Schütz, Bankgeschäftliches Formularbuch, 34oAufl* 1955 Anm*8 zu Hr*21 ABB)« Es kann jedoch dahingestellt bleiben, ob aus der Unterlassung einer Prüfung der der Abtretung der Eigentümergrundschulden zugrundeliegenden Vereinbarungen Bedenken gegen die Annahme des Berufungsgerichts herzuleiten sind, daß die der Klägerin dier'Sibherheitfen' zfi dem Zweck übertragen habe, um ihr die gleiche Rechtsstellung zu verschaffen, die sie selbst insoweit und hinsichtlich der Ausfallforderung innehatte* Denn das Berufungsurteil muß aus einem anderen noch zu erörternden Grunde auch dann aufgehoben werden, wenn diesem Ausgangspunkt des Berufungsgerichts beizutreten wäre* deshalb kann für die weiteren Ausführungen unterstellt werden, daß die Klägerin den Betrag von 96«000 DM nicht namens der GmbH zur Tilgung der Ausfallfordei*ung gezahlt hat, sondern zu dem Zweck, diese als unvollkommene Verbindlichkeit fortbestehende Forderung mit den hierfür haftenden Sicherheiten zu erwerben, und daß ihr von der Lafll ■■■■■■bank nicht nur die Sicherheiten, sondern auch die gesicherte Forderung wirksam übertragen worden sind« IIo Hat aber die Klägerin nur die Rechtsstellung der LaflHBBHHBbank erworben, so kann sie, wie das Berufungsgericht zutreffend angenommen hat, sich schon aus-diesem Grunde auf den Erwerb von Sicherungseigentum nur insoweit berufen, als die La0BIBBBP>ank dieses Recht erworben hatte« Die Revision rügt in diesem Zusammenhang, das Berufungsgericht habe Ausführungen und Be-weisangebote der Beklagten übergangen, die die Rechtswirksamkeit der Sicherungsübereignungen betreffen« Hierzu hatten die Beklagten vorgetragen, der Beklagte zu 2 habe den Vertrag vom 29« April 1952 nur unterzeichnet, um einen Wechselprotest zu vermeiden, der die Eröffnung des Konkursverfahrens zur Folge gehabt haben würde, wie der La^lMHBBBPbank ohne weiteres erkennbar gewesen sei. Bas Berufungsgericht hat angenommen, die Klägerin habe das Eigentum insoweit nicht erworben, als die Ubereignungsvereinbarung in dem Vertrag vom 29 o April 1952 hinsichtlich einzelner nur ungenügend gekennzeichneter Gegenstände der erforderlichen Bestimmtheit ermangele und infolgedessen nicht zur Ubex’tragung von Eigentum an-'die La®®®®®®P>ank genügt habe, und aus diesem Grunde die Klage hinsichtlich eines feiles der herausverlangten Gegenstände abgewieseh. Außerdem hat der Pro-zeßbevollraächtigte der Beklagten im zweiten Rechtszuge erklärt, die herausverlangten Maschinen seien vorhanden* Wenn nunmehr die Revision rügt, daß die Übereignung mangels einer ordnungsgemäßen Aufnahme von Gegenständen in die Listen 1 bis 8 im ganzen nicht in Ordnung gewesen sei, so hätte es einer näheren Barelgung im einzelnen bedurft, warum die Übereignung in dem Umfange, wie sie das Berufungsgericht als gültig angesehen hat, aus diesem Grunde nicht wirksam sein sollte. Eine weitere Rüge der Revision betrifft den Personenkraftwagen, zu dessen Herausgabe das Berufungsgericht verurteilt bat» Dabei handelt es sich um das Fahrzeug, bei dessen Anschaffung der mit dem Vertrage vom 29« April 1932 der LaflHBBIHHBbank zur Sicherheit üb ereignete Volkswagen in Zahlung gegeben worden ist® Die Beklagten hatten dazu im Schriftsatz vom 15* September 1955 S*5 vorgebragen, die LaCflHHHHP>ank in SiflIBHBhabe die Herausgabe des Kraftfahrzeugbriefs fär den in Zahlung gegebenen Wagen zunächst verweigert® Der neue Wagen habe aber abgenommen werden müssen® Um keinen Schaden zu erleiden, habe der Beklagte zu 2 den Er gänzungs-ift) er eignungsvertrag vom 28® Januar 1953 nur unter Druck unterschrieben, jedoch dem Beauftragten der bank gleichzeitig erklärt, daß dieser Vertrag grundsätzlich nicht anerkannt werde. Die Revision meint, damit sei eine Anfechtung wegen Drohung ausgesprochen, zu dem mindesten der Arglisteinwand erhoben worden, und rügt unter Berufung auf § 286 ZPO, das Berufungsgericht habe sich mit diesen Einwendungen auseinandersetzen müssen® Auch diese Rüge kann nicht durchdringen® In dem Vorbringen der Beklagten ist nämlich weder eine Anfechtung wegen Drohung zu erblicken, noch ist damit ein Sachverhalt dargetan, der den Einwand der Arglist gegenüber der Dafl■HB ^■■■bank und demzufolge auch gegenüber der Klägerin begründen könnte® Wenn der Beklagte zu 2 bei der Unterzeichnung des Ersatzvertrages erklärt bat, daß dieser Da die Klägerin nach der Annahme des Berufungsgerichts nur die Rechtsstellung erlangen sollte, die der ^(■■■■■■Vbank zustand, war sie jedenfalls dieser gegenüber verpflichtet, bei der Verfügung über die ihr übertragenen Sichex’heiten nicht den Rahmen zu über schrei ten, der für die LaflIBHHBBbank durch das der Bestellung der Sicherheiten zugrundeliegende Rechtsverhältnis gezogen war« Die LaflBHHHIHfebank hat sich ihrer schuldrechtlichen Verpflichtungen aus dem Siohe-rungsverhältnis durch die Vereinbarungen mit der Klägerin nicht entledigt« Denn der Eintritt der Klägerin in dieses Schuldverhältnis hätte sich nur durch Schuldübernahme vollziehen können (vgl« RG WarnRspr 1910 Nr«17)« Selbst wenn er durch die Vereinbarungen zwischen den bei den Banken gewollt gewesen wäre, würde es hierfür an der Feststellung eines Einverständnisses der Beklagten zu 1 fehlen« Durch die Bestellung von Sicherheiten wurde zwischen der Beklagten zu 1 und der De^HMHHHlbank ein Treue Verhältnis begründet, das wegen des einheitlichen Sicherungszwecks hinsichtlich sämtlicher der LaMHHHHBbank von der Beklagten zu 1 gestellten Sicherheiten als einheitliches Rechtsverhältnis zu beurteilen ist« Auf Grund dieses Vertragsverhältnisses war die La^HHIHBBbank auch dann, wenn die oben erörterten allgemeinen Bankbedingungen nicht Vertragsbestandteil geworden sein sollten, verpflichtet, die Interessen der Beklagten zu 1 in allen Bällen zu wahren, insbesondere auch bei der Verwertung der Grund schulden» Die DaflHHBHHB^ank war deshalb mindestens verpflichtet, dafür zu sorgen, daß die Klägerin die gegebenen Sicherheiten nicht entgegen dem durch die Bestellung dieser Sicherheiten begründeten Treuhandverhältnis gegen die Beklagte geltend machte und die Grundschulden, wenn sie.sie verwertete, nur unter Wahrung der Interessen der Beklagten weitergab. rin gegenüber der LaflHBHHHHftank gesichert, nachdem die Bank bereits vorher für die Durchführung des Vergleichs sich in Höhe eines Betrages vonle(X)0*000 DM verbürgt hatteo heitere Zahlungen der GmbH an die LaflBBB 4H^|p)ank sj_na dahei', jedenfalls soweit dies bisher feststeht, zur Tilgung der persönlichen Forderung der DafllBBHBMfcbank gegen die GmbH erfolgt* Im September 1953 wurde die letzte Vergleichsrate bezahlt, worauf das Vergleichsverfahren durch Beschluß vom 10« November 1953 aufgehoben wurde« In diesem Zeitpunkt hafteten also die beiden Grundschulden und die zur Sicherheit Ubereigneten Sachen nur noch iür die Ausfallforderung* Die GmbH war seit 2» September 1953 als Eigentümer der beiden Barzellen eingetragen worden, die für die Grundschulden mithafteten« Der Wechsel in der Person des Grundstücks- % eigentümers als solcher fuhrt nicht ohne weiteres zu einer Hechtsnachfolge in die Rechte und Pflichten aus dem Sicherungsvertrag hinsichtlich der Grundschulden« Die GmbH hat die Grundschulden zwar in dem Vertrag mit der Beklagten zu 1 übernommen« Auch eine solche Übernahme von Grundschulden durch den Käufer von Grundstücken bedeutet regelmäßig nicht, daß er damit auch die Ansprüche des Sicherungsgebers, der die Grundschulden vorher zur Sicherheit abgetreten hatte, erwirbt« Hierzu bedarf es vielmehr einer besonderen Abtretung dieser Ansprüche an den Grundstückserwerber* Unter diesem Gesichtspunkt wäre deshalb su prüfen gewesen, ob die GmbH schon dann einen Anspruch auf Abtretung der beiden Grundschulden hatte, wenn sie auf die Ausfallsforderung nur 60«000 DM zahlte« Bestand ein solcher Anspruch wenigstens gegen die Beklagte zu 1, so könnte die Abtretung der Grundschulden seitens der Klägerin an die GmbH unmittelbar als Erfüllung dieses Anspruchs angesehen werden« Dabei kann dahingestellt bleiben, ob die GmbH die Zahlung der 60«000 DM vom 27 ♦ November 1953 zur teilweisen Befriedigung der Grundschuldgläu-bigei'in aus dem Grundstück geleistet und aus diesem Grunde Ler Beklagte zu 2 habe von vornherein damit rechnen müssen, daß zur Befriedigung der Forderung der LaflM MHBBHBbank auf die von ihm gewährten Sicherheiten zurückgegriffen werden würde« Im Laufe des Vergleichsverfahrens sei von mehreren Gläubigern besonders darauf hingewiesen worden, daß die Beklagten ihr Vermögen zur Sicherung der Lurchführung des Vergleichs bereitsteilen müßten, ehe die Gläubiger auf die persönliche Haftung der Beklagten für Schulden der VergleichsSchuldnerin verzichteten« Liese Bereitstellung sei in beschränktem TJm-‘ fange durch Vei'trag vom 24« September 1952, insbesondere duroh Übereignung der beiden Grundstückesvorgenommen worden« Äeben der maßgebenden Sanierung durch das Gläubigerkonsortium habe die Schuldnerin auch durch die Überlassung dieser Grundstücke instandgesetzt werden sollen, den nach Bestätigung des Vergleichs verbleibenden Verlust zu decken« In Anrechnung auf den Kaufpreis habe die Vergleichsschuldnerin die den Grundschulden zugrundeliegende Verbindlichkeit in Höhe von 150 «000 LIC übernehmen sollen« Lie GmbH sei durch Zahlung der Verglcichs-quote an die LaflIHIHBVbank in Höhe von 142«014»19 LI* und durch Zahlung weiterer 60«000 L3L an die Klägerin dieser Verpflichtung nachgekommen« Unter diesen Umständen könne aus dem Sicherungsübereignungsvertrag vom April 1952 nicht entnommen Werden, daß die Klägerin den Beklagten gegenüber verpflichtet gewesen wäre, vor der Verwertung der sicherungsübereigneten Gegenstände zuerst Befriedigung aus den Grundschulden zu suchen, oder daß bei Aufgabe dieser Grundschulden die übereigneten Gegenstände insoweit enthaftet würden, als die Beklag- ten aus dem aufgegebenen Hecht hätten Ersatz verlangen können« Vor der Bezahlung der Vei’gleichsraten habe sich die Gläubigerin schon wegen des Grundsatzes der Ausfallhaftung nicht auf die Verwertung der Sicherheiten an Vermögensstucken der Vergleichsschuldnerin verweisen zu lassen brauchen«, Aus dem Sicherungsübereignungsvertrag könne eine solche Verpflichtung der Gläubigerin weder nach vollständiger Bezahlung der Vergleichsraten hergeleibet werden, noch für den Pall, daß die Vergleichsschuldnerin die Ausfallforderung gegenüber der Klägerin als klagbare Verbindlichkeit anerkannt hätte« Die Revision hält diese Ausführungen des Berufungsgerichts für rechtsirrtümlich und macht überdies geltend, es habe wesentliche Behauptungen und Beweisangebote übergangen« Bei dem Abschluß des Vertrages vom 24«, September 1952 sei nämlich von dem Beklagten zu 2 und dem beugen G^^p übereinstimmend erklärt worden, daß die GmbH die beiden Grundschulden übernehmens das übrige Vermögen, vor allem die hier in Streit befindlichen Maschinen, Jedoch den Beklagten erhalten bleiben sollte, damit die Beklagte zu 1 ihre Fabrikation weiterführen könne, wofür die Beklagten im Schriftsatz vom 8« September 1955 S«3 Beweis angeboten hätten« Auch die Klägerin habe sich mit dieser Regelung einverstanden erklärt, was in demselben Schriftsatz S«9 durch Benennung des Zeugen MflB unter Beweis gestellt worden sei« Die Klägerin hat die Grundschulden erst Anfang Sep •tember 1954 an die GmbH abgetreten, während' diese die 6Q0OOO DU bereits am 27® Bovember 1953 gezahlt hatte* Schon diesem äufiex'en Geschehen nach stellt sich die Abtretung nicht als eine dem Sicherungsnehmer zustehende Verwertungshandlung dar» Das Berufungsgericht hat die Befugnis zur Abtretung .aus Umständen entnommen, die im Zusammenhang mit dem Vergleichsverfahren und dem Ver trag vom 24® September 1952 stehen, der zu dem Zweck geschlossen worden sein soll, der GmbH Mittel zur Durch führung des Vergleichsverfahrens zu verschaffen* Yfenn in diesem Vertx’ag vereinbart ist, daß von der GmbH Grund schulden und 11 die ihnen zugrunde liegenden Verpflichtungen” in Höhe von 150.000 DM übernommen werden und die Grund schulden zu diesem Zeitpunkt der Lai^fc ^I^HHibank abgetreten waren, so kann daraus, wie bereits oben ausgeführt worden ist, nicht ohne weiteres gefolgert werden, die GmbH solle berechtigt sein, die Abtretung der Grundschulden an sich schon dann zu verlangen, wenn nach Erfüllung der Vergleichsraten von zusammen 142*014,19 DM von ihr noch mindestens 60o000 DM auf die Ausfallforderung bezahlt würden* Es hätte vielmehr einer näheren Prüfung und Erörterung bedurft, von welchen Vorstellungen die Vertragsparteien bei der Vereinbarung über die Übernahme der beiden Grundschulden ausgegangen und inwieweit ihre Absichten in diesem Vertrag oder in daneben getroffenen Abreden verwirklicht worden sind* Es hätte daher nicht ungeprüft bleiben dürfen, ob die Vertragsparteien sich jedenfalls darüber einig gewesen sind, daß die Maschinen, die nicht der GmbH übex'lassen wurden, der Klägerin vex’bleiben sollten* Deshalb kann nicht schon mit der Begxündung des Berufungsgerichts angenommen werden, die GmbH sei im Verhältnis zur Beklagten zu 1 zu weiteren Leistungen zwecks Auslösung der Gxnindschulden ob die Klägerin deshalb, weil mehrei'e Gläubiger im Vergleichsverfahren verlangt hatten, daß die Beklagten ihr Vermögen uneingeschränkt zur Sicherung der Durchführung des Vergleichs bereitstellen sollten, und in dieser Erwartung auf die persönliche Haftung der Beklagten für Verbindlichkeiten der Vergleichsschuldnerin oder auf einen Teil ihrer Forderungen gegen diese verzichtet hatten, berechtigt war, die Grundschulden an die GmbH abzutreten«, Auch hierfür hätte es einer Prüfung bedurft, ob diese Erwartung einzelner Gläubiger Inhalt des Vertragsverhältnisses zwischen der Beklagten zu 1 und der GmbH oder der Rechtsbeziehungen der Beklagten zu 1 als Sicherungsgeber und der La(0 {■■■■■■bank als Sicherungsnehmer geworden sind, in deren Rechtsstellung die Klägerin später eingetreten ist« Auch in diesem Zusammenhang können die Beweisangebote der Beklagten von Bedeutung sein, daß Klarheit Uber die Verpflichtung der GmbH bestanden habe, die Ausfallforderung abzudecken» Mit der vom Berufungsgericht gegebenen Begründung kann das angefochtene Urteil daher nicht bestätigt werden» Da es auch nicht aus anderen Erwägungen im Ergebnis zu halten ist und die Sache einer weiteren Prüfung durch den Tatrichter bedarf, muß es aufgehoben v;erden, soweit das Berufungsgericht zu dem Nachteil der Beklagten erkannt hat« In diesem Umfang ist deshalb die Sache an das Berufungsgericht zurückzuverweisen«. Sicherungsabtretungen zugrundeliegenden ri' reuhandverhält -nisses nicht berechtigt war, eine andere Bank ohne Zu- ’ Stimmung der Beklagten zu 1 als Treuhänderin an ihre Stelle zu setzenr und daß sich auch die Klägerin als Bankinstitut hierüber im Klaren sein mußte, so könnte dies dafür sprechen, dalf^Tie 98<>000 DM nicht aus dem Grunde an die Ls0BHHIH||p>ank gezahlt hat; um sich deren Rechtsstellung zu verschaffen, sondern daß der Betrag für die GmbH geleistet worden und die Übertragung der Sicherheiten auf die Klägerin auf Grund eines hiermit verbundenen fiduziarischen Rechtsgeschäftes erfolgt ist, bei dem sich die Klägerin der La^JBBHHIBbank gegenüber verpflichtete, die zur Sicherheit übereigneten Sachen nach Ausscheidung der Gegenstände, die die GmbH auf Grund der Vereinbarungen mit der Beklagten zu 1 erhalten sollte, auf diese zurückzuübertragen« Für eine solche Auslegung könnte, falls die GmbH und die Beklagte zu 1 darüber einig gewesen sein sollten, auch sprechen, daß die hier streitigen Maschinen und Werkzeuge der Beklagten zu 1 zu verbleiben hatten« In diesem Zusammenhang wird das Berufungsgericht auch den Schriftwechsel der Beklagten zu 1 mit der LaVHBHHHHBbank, der Klägerin und der GmbH zu würdigen haben, soweit er in diesem Rechtsstreit vorgetragen worden ist oder noch vorgetragen wird« Die Revision hat noch hinsichtlich we it er er Gegenstände Einwendungen gegen das Berufungsurteil erhoben, au deren Berechtigung in diesem Rechtszuge Ausführungen nicht angebracht erscheinen« Insoweit bleibt es aber den Beklagten überlassen, sie dem Berufungsgericht erneut vorzutragen und zu ergänzen«