BGH · VIII ZR 297/82 vom 08.06.1983
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März 1983 hat es der erkennende Senat abgelehnt, die vom Berufungsgericht auf 20.000,— DM bezifferte Beschwer der Klägerin auf einen Wert über 40.000,— DM festzusetzen, weil keine Umstände vorgetragen und glaubhaft gemacht worden seien, die die von beiden Parteien in den Vorinstanzen hingenommene, der Gegenleistung von 1,— DM pro Tonne Rotschlamm entsprechende Bewertung unrichtig erscheinen ließen. April 1983 macht die Klägerin nunmehr geltend, der objektive Wert des ihr nach ihrer Behauptung zur weiteren Abfuhr überlassenen Rotschlamms habe bereits im Jahre 1980 erheblich über der vereinbarten Gegenleistung von 1,— DM pro Tonne gelegen. Auch die Beklagte habe in ihrer Verkaufsliste für 1981 den Rotschlamm in dem der Lieferung an die Klägerin entsprechenden Zustand mit 18,— DM pro Tonne angegeben und damit gezeigt, daß sie den Sachwert auf wesentlich mehr als 1,— DM pro Tonne einschätzte. Vor allem aus dieser Liste ergibt sich, daß der objektive Handelswert des Rotschlamms bereits im Herbst 1980 um das Mehrfache höher als 1,— DM pro Tonne gelegen haben muß. Der Umstand, daß das Berufungsgericht gemäß § 543 Abs. 1 ZPO von der Darstellung des Tatbestandes in dem angefochtenen Urteil abgesehen hat und sich bei Statthaftigkeit der Revision infolge der HeraufSetzung des Wertes der Beschwer daraus ein Revisionsgrund ergeben könnte, steht dem nicht entgegen. oder ein Mißbrauch der Rechtspflege angenommen und die Änderung des Wertes der Beschwer deshalb abgelehnt werden könnte (vgl. Offensichtlich ist sie ebenso wie die Beklagte und die Gerichte in den beiden Vorinstanzen als selbstverständlich davon ausgegangen, daß sich der Streitwert - der sich hier mit dem Wert der Beschwer deckt -nach dem Wert der vereinbarten Gegenleistung bestimme und nicht nach dem objektiven Handelswert der in Anspruch genommenen Sache. Bei dieser Sachlage spricht nichts dafür, daß die Klägerin etwa beabsichtigt hätte, sich durch unrichtige Streitwertangaben in den Vorinstanzen einen absoluten Revisionsgrund zu verschaffen, wenn das Berufungsgericht von der Möglichkeit des § 543 Abs. 1 ZPO Gebrauch machte.