BGH · VIII ZR 204/82 vom 19.01.1983
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
In einem Anfechtungsprozeß außerhalb des Konkurses, der aufgrund eines vorläufig vollstreckbaren Urteils vom Gläubiger geführt wird, kann das Verfahren auch noch vom Revisionsgericht ausgesetzt werden, wenn während des Revisionsverfahrens das vorläufig vollstreckbare Urteil aufgehoben und diese Sache an die Vorinstanz zurückverwiesen wird. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat durch den Vorsitzenden Richter Braxmaier und die Richter Wolf, Merz, Dr. Brunotte und Groß am 19. Die Verhandlung des Rechtsstreits wird bis zur Entscheidung des Oberlandesgerichts München nach der im Revisionsverfahren II ZR 67/81 mit Urteil des Bundesgerichtshofs vom 20. Seine Anfechtungsklage hatte in beiden Vorinstanzen Erfolg mit der Maßgabe, daß die Vollstreckung aus dem Urteil davon abhängt, daß das Urteil des Oberlandesgerichts München vom 4. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs vom 20. September 1982 - II ZR 67/81 ist das Urteil des Oberlandesgerichts München vom 4. - soweit der Schuldner verurteilt worden war - aufgehoben und die Sache zur anderweiten Verhandlung und Entscheidung an das Berufungsgericht zurückverwiesen worden. Die Entscheidung in jenem, jetzt erneut beim Oberlandesgericht München anhängigen Verfahren ist vorgreiflich dafür, ob und in welchem Umfang die Beklagten eine Zwangsvollstreckung dulden müssen. Das rechtfertigt die Aussetzung des Anfechtungsprozesses zu demindest bis zur neuerlichen Entscheidung des Oberlandesgerichts München über die vom Kläger gegen seinen Schuldner erhobenen Ansprüche (Böhle-Stamschräder/ Kilger, AnfG, 5. Die Aussetzung nach § 148 ZPO konnte auch noch in der Revisionsinstanz angeordnet werden, weil bei endgültiger Abweisung der Klage gegen den Schuldner die Entscheidung des Anfechtungsprozesses nicht mehr erzwingbar (BÖhle-Stamschräder/Kilger aaO An. 9) und dies als Voraussetzung einer Anfechtungsklage (Böhle-Stamschräder/Kilger aaO § 2 An. IV 1; vgl.