BGH · VIII ZR 126/90 vom 13.03.1991
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Wolf und die Richter Dr. Brunotte, Dr. Zülch, Groß und Dr. Beyer am 13. Für die Streitwertfestsetzung ist in entsprechender Anwendung des § 14 Abs. 1 Satz 2 GKG die Beschwer der im Berufungsverfahren voll unterlegenen Revisionskläger maßgebend, die dem vom Berufungsgericht unbeanstandet mit 392.291,50 DM bemessenen Streitwert der Berufungsinstanz entspricht. Das Streitwertprivileg des § 14 Abs. 1 Satz 1 GKG greift nicht ein, wenn der Antrag des Rechtsmittelklägers offensichtlich nicht auf die Durchführung des Rechtsmittels gerichtet ist und nur der Kostenersparnis dienen soll (BGHZ 70, 365, 372). Das ergibt sich hier daraus, daß der eingeschränkte Antrag erst einen Tag vor Ablauf der Rechtsmittelbegründungsfrist beim Revisionsgericht eingegangen ist, nicht begründet war und die Revision schon am folgenden Tag zurückgenommen wurde. Die Revisionskläger haben ferner eingeräumt, eine Begründung ihres Antrages sei deshalb unterblieben, weil sie mit einem Erfolg auch des eingeschränkten Revisionsbegehrens nicht rechneten.