BGH · VIII ZR 101/63
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Der Eeklagte sei ihr deshalb schadensersatzpflichtig, insbesondere für den Mietausfall bis einschließlich Juni 19&2® Der Beklagte bestreitet eine Ersatzpflicht, weil es zu einem Vertragsabschluß nicht gekommen sei; denn man habe sich Uber wesentliche Funkte (Kündigungsmöglichkoiten, Regelung bei Tod oder Praxisaufgabe uswo) nicht geeinigt, auch nicht auf eine Vertragsdauer von 2o Jahren® Er hat ferner bestritten, Kenntnis davon gehabt zu haben, daß dio Klägerin Hauseigentümerin und deshalb als Vermieterin anzusehen war® Mit ihr würde er einen Vortrag nicht abgeschlossen haben® Mit der Klage verlangte dio Klägerin als Schadensersatz die ihr entgangene Miete (für die Zeit vom 1® Dezember 1961 bis 3o® Juni 1962 einschließlich) - 2 800 DM® Sie behauptet weiter, Installationen im Werte von 5 83^,58 DM, die nach den Wünschen des Beklagten eingebaut worden seien, hatten wiodor entfernt oder stillgelegt werden müssen, um die Räume ab I® Juli 1962 anderweit vermieten zu können® Außerdem seien Neutapezierungen für 1 613,51 DM erforderlich gewesen, auch müsse der Beklagte die Wiederinstandsetzungsaufwendungen an Räumen, durch welche das von ihm gewünschte Hauptkabel zu der beabsichtigten Röntgeneinrichtung gelegt wordon sei, mit 658,55 DM und 19o DM ersetzen® Von der Klägorln wurden danach eingeklagt: 2 800 DM + 8 296,6*f DM nebst Zinsen® wechsels und der eigenen Einlassung des Beklagten stellt das Berufungsgericht fest, die Parteien hätten einen Mietvorver-trag, der den Abschluß eines zwanzigjährigen Mietvertrages Uber die als Praxis oinzurichtenden Bäume der Klägerin bei einer Monatsmiete von Voo DM zu dem Gegenstand hatte, bindend abgeschlossen (Bü 9)« Dabei geht es entsprechend der ständigen Rechtsprechung des Reichsgerichts und dos Bundesgerichtshofs (RGZ 86, 3o, lo*t, I3I5 132$ BGH Urt«v« 7« Oktober 1953 - VI ZR 2o/53 = DM BGB § 566 Nr« 1; Urt«v« lbQ Juni 1961 « VIII ZR 132/60 -), von der abzugehen kein Anlaß besteht, zutreffend davon aus, daß der Bechtsvfirksamkeit eines solchen Vertrages die mangelnde Schriftform des § 566 BGB nicht entgo gensteht, und daf3 ein Vorvertrag nicht so vollständig zu sein braucht, wie der Hauptvortrag, daß violmehr Voraussetzung nur eine Einigung über alle wesentlichen Punkte sowie genügende ist Bestimmtheit odor Bestimmbarkeit im übrigen/in der V/oisc, daß der Inhalt des versprochenen Vertrages nach §§ 157? 2*+2 BGB richterlich festgestellt worden kann (RGZ 12^, 81, 83; 158, 129, 138; BGH UrtoVo 17, Dezember 1952 - LM BGB § 7o5 Nr« 3; UrtoVo 280 Januar 1958 - VIII ZR 39/57 8« 13) ° Mietgegonstand und Miothöhe wsron unstreitig« Daß auch eine Einigung über eine Mietzeit von 2o Jahren orfolgt 1st, stellt das Berufungsgericht in tatrichterlicher Würdigung der Aussage der Zeugen JflHBfc fest (BU 11, 12)o Die feste Bindung dos Beklagten ist nach den Feststellungen des Berufungsgerichts im August 1961 eingetroton nachdem sich auf Veranlassung des Beklagten ein Ingenieur dor Firma SfflHP dio Räume angesehen und sie als zur Aufnahme dor vorgesehenen Röntgenanlago geeignet befunden hatte, wovon dor Beklagte seine endgültige Zusage abhängig gemacht hatto« Die Regelung der nach Auffassung des Beklagten noch offen goblio« benen Punkte hätte sich, wie das Berufungsgericht darlogt, soweit sie sich nicht unmittelbar aus dem Gesotz ergeben, in rieh terlicher Ergänzung dos Vertragsinhalts bei Berücksichtigung der Langfristigkeit dos Vertrages und aller Umstände durch Rieh torspruch treffen lassen (BU 11)« Dio Einlassung dos Beklagten, er habe nicht gewußt, daß dio Klägerin seine Vertragspartnern sein sollte, hält das Berufungsgericht für widerlegt (BU 15)* BXir nicht bewiesen hält es seine Behauptung, er habe im September 1961 mit dem Schwiegersohn dor Klägerin vereinbart, wenn sich diose in der Miotangelegenheit dos Beistandes dos Rochts~ anwalts Stainer bediene, entfielen alle seine Verpflichtungen aus den vorausgegangenen Besprechungen (BU 6)« erblickt es einmal in dom unstreitigen Mietausfall für die Zeit vom 1» Dezember 1961 bis 3o« Juni 1962 in Höhe von insgesamt 2 8oo DM und außerdem in Aufwendungen in Höhe von 8 29636k DM5 die der Klägerin nicht entstanden wären3 wenn sic die Raume nicht zunächst für den Beklagton hätte umbauen lassen und alsdann für den neuen Mieter wieder teilweise hat« to umgestalton müssen,, Mit dem Landgericht geht es davon aus3 der Beklagte habe diese Aufwondungon der Höhe nach im ersten Rechtszuge nicht bestritten« Sein im Berufungsrechtszuge nach-geholtos Bestreiten weist os als verspätet zurück« Es meint3 der Betrog von 8 2969k6 DM müsse an sich zwar als in den 7 Monaten 0 für die der Beklagte Miete zahlen müßto9 zu 1/3^ omor •* tisiort entsprechend gekürzt werden« Da diese Kürzung ober weit unter der Kürzung um 1/3 bleibe 3 die das Landgericht unter dem Gesichtspunkt des vom Berufungsgericht nicht als go~ geben angesehenen MitVerschuldens der Klägerin vorgenommen hat5 hält es die Verurteilung des Beklagten zur Zahlung des der Klägerin vom Landgericht zugesprochenon Betrages von (weiteren) 5 5ll,o9 DM für gerechtfertigt« Das Berufungsgericht bejaht auch ein rechtliches Interesse der Klägerin an der vom Landgericht getroffenen FestStellung* daß ihr der Beklagte auch ihren künftigen Schaden (zu 2/3) ersetzen müsse 3 weil von der Klägerin überzeugend dargetan soi3 daß ihr nach Ablauf der Mietzeit mit dem neuen Mieter ein weiterer Schoden entstehen könne« Die Ho vision irrt auch9 wenn sie meint9 es bestehe ein unver« einbarer Widerspruch zwischen den Aussagen der Eheleute Der Ehemann JflUB hat entgegen der Auffassung der He» vision im Protokoll vom 2?o Juni 1962 nicht erklärt (So 7)d daß nach der erston Besprechung Uber die Grundfragen dos Miot-Verhältnisses nicht mehr verhandelt worden seio In dieser Aus« sage ist vielmehr von unseren erston Besprechungen die Rodo3 nach denen nicht mehr verhandelt worden sei3 woraus sieh als Auffassung dieses Zeugen ergibt9 daß eine Einigung nicht sofort erzielt worden isto Dem steht die Aussage der Ehefrau JflBP nicht entgegen; denn auch nach ihrer Bekundung haben mehrere Besprechungen stattgefundeno Dabei ist wiederum unor« heblich, bei welcher sie und ihr Ehemann ihr Einverständnis damit erklärt haben9 daß der Beklagte die Räume für 2o Jahro mieten könne (Proto v« 23« Juli 1962 So *09 ob das erst im August 1961 oder schon vorher geschehen ist® Der August 1961 ist hier nur insofern von Bedeutung9 als der Beklagte nach den Feststellungen dos Berufungsgerichts seine endgültige Bindung von der Besichtigung der Bäume durch den Ingenieur der Firma SBBBfc abhängig gemacht hatte und daß er sich erst nach dieser Besichtigung fest gebunden hat® Das steht im Einklang mit dem unbestrittenen Inhalt des Briefes der S^H^verkc vom 17« Mai 1962 an JBHHB) daß die erste Besichtigung der hier in Betracht kommenden Räume durch 8^^*» flIB am lo August 1961 stattfand9 daß dieser zwar am 15»Augsut 1961 mit dem Beklagten noch andere Räumo besichtigte* diese aber als ungeeignet ansah und daß der Beklagte nunmehr dor Fir«* ina 3|HBP den Auftrag gab9 für die hier streitigen Räume eine ProjektZeichnung aus zu arbeiten., 3o Das Berufungsgericht hat ebenso wie das Landgericht (zu vglo sein Urteil vom 3o° August 1962 So 7) nicht verkannt, daß bei der Langfristigkeit des beabsichtigten Mietvertrages noch eine Regolung der Nachfolge im Mietvertrag bei Tod oder Praxisaufgabe getroffen werden mußteo Es hat diese Frage aber nicht für so we sent lieh ange sehen , daß deshalb eine feste Bin« dung an den Vorvertrag verneint werden müßte, weil eine Rege** lung hierüber und über die Kündigung, zu den Punkten gehört, die einer Regelung durch Richterspruch (im Rahmen von §§ 2*f2, 157 3GB, 287 ZFÖ) zugänglich waren (BU 11 )e Das ist, wie bereits oben dargelegt wurde, nicht rechtsirrigo Der Einholung einer Auskunft der Ärztekammer darüber, ob man die übliche Dauer von Mietverträgen Über Praxisraumo etwa mit 8 Jahren an-* geben könne (Schriftsatz vom lOo Dezember 1962 So li-) bedurfte es nicht; denn das schließt nicht aus, daß sich oin Arzt auch einmal auf zwanzig Jahre bindet, wio hior das Berufungsgericht tatrichterlich fostgostellt hat* Zur Frage der sog« Rücktrittsvereinbarung (Revo Begründung II b Nr« 2o) hat das Berufungsgericht die Beweislast nicht verkannt« Die Annahme der Revision, daß es sich um eine Vereinba« rung handele, die "zu demindest gleichzeitig mit dem angeblichen Vorvertrag geschlossen worden ist", trifft nicht zu« Nach don Feststellungen des Berufungsgerichts haben sich nämlich die Parteien bereits im August i960 durch Vorvertrag gebunden«. Gegen eine solche hat sich die Revision im Ergebnis für den Fall, daß von einem Mietvorvertrag, wie ihn das Berufungsgericht angenommen hat, auszugehen ist, auch nicht gewandt* Sie meint allerdings, das Berufungsgericht habe nicht geprüft (Rov* Begründung VII So 22), ob nicht dös Verhalten der Eheleute so gewoson sei, daß der Beklagte in entsprechender Anwendung von § 626 BGB zur sofortigen Kündigung dos MiotVorvertrages aus wichtigem Grunde berechtigt gewesen sei; denn die Drohung sei ihm derart unangemessen erschienen, daß er sich auf einen Vortrag nicht weiter habe einlassen wollen* Damit habe sich das Berufungsgericht nicht auseinandorgesetzt und dadurch sowohl § 626 BGB wie § 551 I Nr* 7 ZPO verletzt* lo Die Klägerin hatte, worauf das Berufungsgericht und die Revision vorweisen, in der Klagschrift einen Betrag von 17 080 DM als Mehrkosten genannt, der ihr durch den Umbau der Krdgeschoßwohnung in geeignete Praxisräume nach den Wünschen des Klägers anstelle sonstiger Geschäftsräume entstanden soio Dieser Betrag war im einzelnen aufgegliedert« Das war noch keine Schadensberechnung, worauf das Berufungsgericht zutreffend hinweista Diese konnte die Klägerin erst aufstellen, nachdem sie die Räume anderweit vermietet hatte« Sie ist erst im Schriftsatz vom 210 August 1962 enthalten« Darin hot die Klä-gerin den Gesamt schadensbetrag von 8 296,6*+ DM (außer Miotaus** fall) wiederum aufgogliedert« Dabei ist sie ausgegangen von Ge« samtbaukosten von 26 3oo DM, wovon ihr 9 22o DM sowieso entstanden wären, nämlich auch für den Umbau zu gewöhnlichen Geschäftsräumen« Der Betrag von 17 080 DM "für den Ausbau als Arztpraxis und aufgrund besonderer Wünsche des Beklagten" stimmt mit dom:• in der Klagschrift genannten Betrag überein« Mach Behauptung der Klägerin stellte sich nach erfolgter Fertigstellung der Räume für den neuen Mieter (- II« Praxis) heraus, daß ein erheblicher Anteil der ursprünglich auf gewendeten 17 080 DM unnötig gewesen sei« "Installationen im Betrage von 5 83^,58 DM seien zu dem Teil stillgelegt und zu dem Teil abgeändert, d«h« entfernt worden"« Der Miotnachfolgor Dr« Gj^-flU habe diese Abänderungen zur ausdrücklichen Bedingung gemacht, weil er die Anlagen in der vorliegenden Form nicht habe benutzen können« Außerdem ist behauptet, die Abändorungs- "bis zu dem 16« September 1962 zu den Ausführungen der Klägerin im Schriftsatz vom 21« August 19629 soweit sie sich mit den Hilfsanträgen auf Zahlung von 8 29636V DM und Feststellung der Verpflichtung des Beklagten zu dem Ersatz dos Vortrauensschadons beziehen“ Stellung zu nehmen« Eine Äußerung zu dem entsprechenden Inhalt dieses Schriftsatzes ist bis zur letzten mündlichen Verhandlung 3m 25« Oktober 1962 von dem Beklagten nicht erfolgt« Bei dieser Sachlage ist os aus Rechts-gründen nicht angreifbar5 wenn das Landgericht nunmehr Aufwendungen in dieser Höhe (=8 29696V DM) und such den übrigen Vortrag dazu als unbestritten behandelt hat (UrtoVo 8« November 1962 So 8)0 Dem steht nicht entgegen9 daß das Landgericht in seinem vorangogangenen Teilurteil vom 3o« August 1962 So 6 noch davon ausgegangon ist 3 der Beklagte habe die Höhe der Gesamt aufWendungen der Klägerin für die Herrichtung zu einer ärztlichen Praxis und den von ihr behaupteten Schaden von 8 29696V DM bostritten« Für erstores bot der Schriftsatz des Beklagton vom lOo Mai 1962 So 12 dio Grundlage 5 denn dort heißt es* die in Höhe von 17 080 DM angegebenen Umbaukosten worden “vorsorglich dem Grunde und der Höhe nach bestritten"« Für letzteres orgab sich aus den Schriftsätzen des Beklagten kein Anhalt0 Es mag nun sein3 daß das Berufungsgericht bei Erlaß des Toilurtoils noch davon ausgogangen war5 die Absicht des Beklagten9 den Betrag von 8 29636V DM bestreiten zu wollen ergebe sich aus seinen übrigen Erklärungen (§ 138 Abso 3 ZPO)« Das wurde aber dadurch überholt3 daß der Beklagte trotz ausdrücklicher Aufforderung im AuflagenbeSchluß keine weiteren Erklärungen cbgob3 b) Die Auffassung der Revision, nachgeholtes Bestreiten könne im Berufungsrechtszuge nicht wegen Verspätung zurückge» wiesen werden, entsprach zwar der früheren Rechtsprechung des Reichsgerichts (RGJW 1936, 3°5l)o Daran hat der Bundesgerichtshof jedoch nicht festgehalten (BGHZ 12, k9) und ausdrücklich ausgesprochen, auch ein in erster Instanz unterlassenes und in der Berufungsinstanz nachgeholtes Bestreiten sei als neues Verteidigungsmittel anzusehen, das nach § 529 Abso2 ZPO wegen Verspätung zurückgewiesen werden könneo Die Zurückweisung ist vom Berufungsgericht hier auch sonst rechtsirrtumsfrei begründet o Es hat die Überzeugung gewonnen, daß an~ gesichte der ausdrücklichen Aufforderung des Beklagten durch den erwähnten Auflagenbesch3tf£ des Landgerichts, sich über bestimmtes Vorbringen der Klägerin zu erklären, die Unterlassung einer Stellungnahme, insbesondere durch Bestroiten, als grobe Nachlässigkeit anzusohen sei (BU 2o)0 Es hat ausgefiihrt, denn diese hat nach ihrom vom Berufungsgericht tatrichterlich gewürdigten Vortrag als Schadon nur die Kosten in Rechnung gestellt, die ihr dadurch mehr erwachsen sind, daß die Räume zunächst nach den Wünschen des Beklagten von seiner festen Zusage im August 1961 an bis Ende Oktober 1961 fertigge-stellt worden sind, dann aber nach den Forderungen des neuen Mieters anders gestaltet werden mußten» Bei dieser Sachlage brauchte das Berufungsgericht nicht deshalb,«©!! auch der Miot-nachfolger Internist war,oine weitere "Vorteilsauegleichung" zugunsten der Klägerin zu berechnen« Das gilt auch von dor Kabelverlegung und der Aufstellung des Röntgengeräts» Gerade diese Arboiten sind nach den Zeichnungen des Ingenieurs EHBIj von dessen Äußerung Uber die Eignung der Räume der Beklagte seine fosto Zusage abhängig gemacht hatte, vorgenommen» Nach dom zunächst unbestrittenen Vortrag der Klägerin (Schriftsatz vom 21 o August 1962 So k) machte der Mictnachfolger Dr» gerade insoweit Abänderungen zur ausdrücklichen Bedingung, weil er die Anlagen nicht in der vorliegenden Form benutzen konnte» In dem von der Revision in Bezug genommenen Schriftsatz vom 1?» Januar 1963 ist auf den Seiten 1 f nicht behaup- Beträge sind jedoch damals nicht genannt, auch Rechnungen sind erst im Revisionsrochtszuge zu don Akten goroicht worden* Aus dom fest« gestellten Sachverhalt ergibt sich nicht, daß der Klägerin, die ausdrücklich hat erklären lassen (Schriftsatz vom ?® Jcsnuar 1963)j der Beklagte könne Heißwasserbereiter und Spüle unter Wiederherstellung des früheren Zustandes auf seine Koston aus«* bauen lassen, durch den Einbau ausgleichbare Vorteile entstanden seien« Das Berufungsgericht hat danach § 286 ZPO nicht verletzte Es hatte auch keinen Anlaß, den Beklagten in diesem Zu» sammenhang zur Ergänzung seines sowieso schon verspäteten Vorbringens gemäß § 139 ZPO zu veranlassen« VI0 Hach § 525 ZPO wird der Rechtsstreit vor dem Berufungsgericht in den durch die Anträge bestimmten Grenzen von neuem verhandelt® Diese Bestimmung ist entgegen der Auffassung der Revision nicht dadurch verletzt, daß das Berufungsgericht in Abweichung von der Begründung des Landgerichts ein mitwirken-des Verschulden der Klägerin nicht angenommen und den Schaden der Klägerin etwas anders "abgerechnet'* hat« Diese hat zwar, soweit ihre Klage abgewiesen worden ist, Berufung nicht einge^ legt« Dadurch wurde aber das Berufungsgericht wegen der in den Berufungsrechtszug gelangten Beträge nicht an die Begründung des Landgerichts gebunden, mit der dieses die Klage wogen des geforderten Mehrbetrages von (8 296 - 5 511|>o9) = Allerdings steht durch die Abweisung der Klage auf Feststellung des Bestehens eines zwanzigjährigen Mietvertrages fest«, daß oin solcher nicht abgeschlossen wordon ist« Dadurch war aber das Berufungsgericht nicht gehindert3 von dem Bestehen eines entsprechenden Vorvertrages auszugeheno Das Landgericht hatte ein Mitverschulden der Klägerin darin gosehen5 daß diese “im Vertrauen auf die Redlichkeit dos Beklagten“ so erhebliche Aufwendungen gemacht habe, ohno ihn alsbald zu dem Abschluß eines schriftlichen Vertrages zu veranlassen* Die« se Auffassung hält das Berufungsgericht für unhaltbar* Es konnte deshalb die Abstriche vom ursprünglichen Schadonsbetrag ma« chen* Es durfte nur insgesamt nicht mehr als 5 511,o9 DM als sonstigen Schaden (ohne Miete) zusprechen.