BGH · VIII ZB 49/72 vom 18.10.1972
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1972 den Auftrag erteilt hatte, Rechtsanwalt Dr.L^Hfc unverzüglich mit der Einlegung der Berufung gegen das Urteil des Landgerichts München vom 19. Daß Berufungagorieht hat den Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zurückgewiesen und die Berufung des Beklagten als unzulässig verworfen. Juli 1972 weiter glaubhaft gemacht, daß Rechtsanwalt Hagen, als Rechtsanwalt K^HHI am 18, Mai 1972 dem Dienst fernblieb,dessen Schreibtisch auf unerledigte Akten überprüfte, dort weder die Akten dieses Prozesses noch einen diesen betreffenden Vermerk vorfand und daß er Rechtsanwalt an diesem Tage fernmündlich fragte, ob er dringliche Arbeiten abgebrochen habe, was dieser verneinte. Weiter kann zweifelhaft sein, ob die nach Ablauf der Frist des § 234 ZPO eingegangene eidesstattliche Versicherung vom 7. Doch kommt es darauf nicht an, weil jedenfalls Rechtsanwalt Hagen, dessen Verhalten der Beklagte sich nach § 232 Abs.2 ZPO zurechnen lassen muß, nicht die äußerste ihm zu demutbare Sorgfalt gewahrt hat, um eine Versäumung der Berufungsfrist zu vermeiden. Jeder Rechtsanwalt hat durch Anordnungen und Maßnahmen dafür zu sorgen, daß eine Überwachung des Fristablaufs in seiner Kanzlei gewährleistet ist. weit das in »mmaeh 11 oben Krbfien sicht, vm* tid'd Go-* fahren-einer Fristversäumung schützen* Dazu ist es erforderlich, daß ein Fristenkalender geführt, die Fristen in diesem Kalender eingetragen und der Ablauf der Fristen anhand dieses Kalenders überwacht werden (BGH Beschluß vom 31. Da hier derartige Vorkehrungen zur Überwachung des Fristablaufs nicht vorgetragen und nicht glaubhaft gemacht wurden, ist ein unabwendbarer Zufall im Sinne des § 233 ZPO nicht dargetan, so daß die sofortige Beschwerde kostenpflichtig zurückzuweisen war.