BGH · VIII ZB 48/97 vom 13.01.1998
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
ZPO § 519 Der Antrag auf Wiedereinsetzung und die sofortige Beschwerde gegen die Verwerfung der Berufung wegen Versäumung der Berufungsfrist haben keinen Einfluß auf den Lauf der Berufungsbegründungfrist . Die sofortige Beschwerde gegen den Beschluß des 7. Die Klägerin hat gegen das klagabweisende Urteil des Landgerichts am 28. August 1997, beim Oberlandesgericht München eingegangen am selben Tag, hat die Klägerin Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Berufungsfrist beantragt und hierzu unter Glaubhaftmachung unter anderem vorgetragen: September 1997 hat die Klägerin die Verlängerung der Berufungsbegründungsfrist bis zu dem 27. Das Berufungsgericht hat den Wiedereinsetzungsantrag der Klägerin zurückgewiesen und ihre Berufung mit der Begründung als unzulässig verworfen, den Klägervertreter treffe selbst ein Verschulden an der Fristsäumnis. Oktober 1997 zugestellten Beschluß des Oberlandesgerichts hat die Klägerin am 22. Es kann dahingestellt bleiben, ob das Berufungsgericht den Wiedereinsetzungsantrag der Klägerin gegen die Versäumung der Berufungsfrist zu Recht zurückgewiesen hat. Die Berufung ist jedenfalls deshalb unzulässig, weil sie nicht innerhalb der Frist des § 519 Abs. 2 Satz 2 ZPO begründet wurde. Wie das Reichsgericht (RGZ 158, 195) mit eingehender Begründung dargelegt und wie in Übereinstimmung damit der Bundesgerichtshof entschieden hat (Senatsbeschluß vom 5. Januar 1989 - II ZB 11/88 = NJW 1989, 1155), wird die Frist zur Begründung der Berufung weder durch einen die Berufung als unzulässig verwerfenden Beschluß noch durch ein Wiedereinsetzungsverfahren unterbrochen (zu dem Fristablauf bei einer Verfassungsbeschwerde gegen den Verwerfungsbeschluß des Landgerichts vgl. Selbst wenn der angefochtene Beschluß im Zeitpunkt der Entscheidung zu Unrecht ergangen wäre, ist infolgedessen die hiergegen gerichtete Beschwerde zurückzuweisen, weil sich im Zeitpunkt der Entscheidung des Beschwerdegerichts unter Berücksichtigung aller Umstände ergibt, daß die Entscheidung des Berufungsgerichts zu Recht besteht (Senatsbeschluß vom 18. Auch eine antragsgemäße Entscheidung des Berufungsgerichts über die von der Klägerin begehrte Verlängerung der Berufungsbegründungsfrist hätte auf die Fristsäumnis keinen Einfluß mehr. Eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Berufungsbegründungsfrist ist nicht beantragt worden.