BGH · VIII ZB 33/96 vom 18.12.1996
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch die Vorsitzende Richterin Dr. Deppert und die Richter Dr. Paulusch, Dr. Hübsch, Dr. Beyer und Ball am 18. Das Landgericht hat die Beklagte mit Teilurteil vom 23. Februar 1996 verurteilt, der Klägerin Auskunft darüber zu erteilen, wieviele sogenannte Basquaise-ä-Anse-Flaschen sie an die Firma in der Zeit vom 1. Die gegen diese Entscheidung gerichtete Berufung der Beklagten hat das Oberlandesgericht mit dem angefochtenen Beschluß als unzulässig verworfen, weil der Wert der Beschwer der Beklagten nicht mehr als 1.000 DM betrage und daher die Berufungssumme nicht erreiche. Im Falle der Einlegung eines Rechtsmittels gegen die Verurteilung zur Erteilung einer Auskunft, zur Rechnungslegung oder dergleichen bemißt sich der Wert des Beschwerdegegenstandes im Sinne des § 511 a ZPO nach dem Aufwand an Zeit und Kosten, die die Erfüllung des titulierten Anspruchs erfordert (BGHZ 128, 85, 87 ff). Nach diesen Grundsätzen hat die Vorinstanz die Beschwer der Beklagten durch das erstinstanzliche Teilurteil zu Recht mit nicht mehr als 1.000 DM bewertet. 1. Soweit das Berufungsgericht den zur Erteilung der Auskunft erforderlichen Aufwand für das Heraussuchen und Zusammenstellen der Rechnungen über die Flaschenlieferungen an die Firma auf höchstens 1.000 DM ge- Soweit die Beklagte im Interesse der Wahrung von Geschäftsgeheimnissen gegenüber diesem Personenkreis den Einsatz bewährter, aber auch teurerer Fachkräfte für geboten hält, handelt es sich um einen Mehraufwand, der objektiv zur Erteilung der geschuldeten Auskunft nicht erforderlich ist und deshalb bei der Bemessung der Beschwer nicht berücksichtigt werden kann. Ein im Rahmen der Beschwer berücksichtigungsfähiges Geheimhaltungsinteresse hat die Beklagte nicht dargetan. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, von der abzuweichen der Senat keine Veranlassung sieht, setzt ein schützenswertes Geheimhaltungsinteresse voraus, daß gerade in der Person des die Auskunft Begehrenden die Gefahr begründet sein muß, dieser werde von ihm offenbarten Tatsachen über den Rechtsstreit hinaus in einer Weise Gebrauch machen, die schutzwürdige wirtschaftliche Interessen des zur Auskunft Verpflichteten gefährden könnte (BGH, Beschlüsse vom 8. Sie begründet ihr Interesse, die Auskunft nicht erteilen zu müssen, vielmehr allein mit einem angeblichen Geheimhaltungsinteresse der Firma U^IB^ im Verhältnis zur Klägerin und mit der Drohung dieser ihrer Großabnehme-