der Berufungsbegründungsfrist als unzulässig verworfen« Gegen diesen ihr am 1?» Oktober 1962 zugestellten Beschluß hat die Beklagte durch eine am 26, Oktober 1962 beim Bundesgerichtshof eingegangene Schrift sofortige Beschwerde eingelegt« Das Rechtsmittel ist zulässig und auch begründet« Das mit der Berufung angefochtene Urteil ist der Beklagten am 80 Juni 1962 zugestellt worden« Die Beklagte hat am 9* Juli 1962 (der 80 Juli war ein Sonntag) rechtzeitig Berufung eingelegta die sie am 11« Oktober 1962 begründet hat« Die Berufungsbegründungsschrift ist auch innerhalb der Berufungsbegründungsfrist beim Oberlandesgericht eingegangen« Die Frist begann mit der Einlegung der Berufung3 also am 9^Juli 1962« Sie betrug einen Monat und v/äre gemäß § 222 ZPO i«V« mit §§ 187 Abs« 10 188 BGB ohne die im Hinblick auf § 223 Abs« 1 ZPO durch die Gerichtsferien eingetretene Ablaufshemraung am 9«» August 1962 abgelaufen gewesen« Bei Beginn der Gerichtsferien waren fünf Tage der Frist verstrichen« Der noch übrige Teil der Frist von 26 Tagen (vom 1?« Juli bis 9« August) begann nach dem Ende der Gerichtsferien entsprechend der ständigen Rechtsprechung des Reichsgerichts und des Bundesgerichtshofes als.
2233 100 VIII^Z3_32/62 Bes c_h_ 1 u ß In Sachen der Firma R —E» Gesellschaft mit beschränkter Haftung in W®Ä/T§° 9 B®|MPstraße Beklagte«, Berufungsklägerin und Beschwerdeführerin* - Prozeßbevollmächtigter: Rechtsanwalt Frhr» v0 gegen den Kaufmann Franz K flIHB in bo SeHHHV Straße Kläger* Berufungsbeklaßten und Beschwerdegegner * - Prozeßbevollmächtigter_IIi> Instanz: Rechtsanwalt Dr 0 VHHHI«) a« Sc^^^tivv^ ^ ~ hat der VIII„ Zivilsenat des Bundesgerichtshofs in der Sitzung vom Dezember 1962^ unter Mitwirkung des Senatspräsidenten Dr« Haidinger sowie der Bundesrichter Dr* Gelhaar * Artl* Dr0 Messner und Mormann* beschlossen: Auf die sofortige Beschwerde der Beklagten wird der Beschluß des 3» Zivilsenats des Oberlandesgerichts in Frankfurt (Main)vom 12o Oktober 1962 aufgehobene G r ü n d e : Das Berufungsgericht hat durch den angefochtenen Beschluß die Berufung der Beklagten gegen das Urteil des Landgerichts in Wiesbaden vom 2b0 Mai 1962 wegen Versäumung 2 der Berufungsbegründungsfrist als unzulässig verworfen« Gegen diesen ihr am 1?» Oktober 1962 zugestellten Beschluß hat die Beklagte durch eine am 26, Oktober 1962 beim Bundesgerichtshof eingegangene Schrift sofortige Beschwerde eingelegt« Das Rechtsmittel ist zulässig und auch begründet« Das mit der Berufung angefochtene Urteil ist der Beklagten am 80 Juni 1962 zugestellt worden« Die Beklagte hat am 9* Juli 1962 (der 80 Juli war ein Sonntag) rechtzeitig Berufung eingelegta die sie am 11« Oktober 1962 begründet hat« Die Berufungsbegründungsschrift ist auch innerhalb der Berufungsbegründungsfrist beim Oberlandesgericht eingegangen« Die Frist begann mit der Einlegung der Berufung3 also am 9^Juli 1962« Sie betrug einen Monat und v/äre gemäß § 222 ZPO i«V« mit §§ 187 Abs« 10 188 BGB ohne die im Hinblick auf § 223 Abs« 1 ZPO durch die Gerichtsferien eingetretene Ablaufshemraung am 9«» August 1962 abgelaufen gewesen« Bei Beginn der Gerichtsferien waren fünf Tage der Frist verstrichen« Der noch übrige Teil der Frist von 26 Tagen (vom 1?« Juli bis 9« August) begann nach dem Ende der Gerichtsferien entsprechend der ständigen Rechtsprechung des Reichsgerichts und des Bundesgerichtshofes als. Taigesfrist weiterzulaufen« Die rest- 1 liehe Frist begann daher mit dem 16« September und endete am 11o Oktober 1962 (vglo auch BGH Beschluß vom 23» November 1961 - VII ZR l65/6l - = NJW 1962, 3^7)» Bio Berufung ist also rechtzeitig begründet«, Dr«, Haidinger Dr«, Gelhaar Artl Dr«, Messner Mormann