BGH · VIII ZB 27/71 vom 20.04.1971
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat unter Mitwirkung des Senatspräsidenten Dr. Haidinger sowie der Bundesrichter Dr. Gelhaar, Braxmaier, Dr. Hidderaann und Hoffmann in der Sitzung vom 27.März 1972 beschlossen: November 1970 hat der Rechtspfleger des Amtsgerichts Brakei einen Pfändungsund Überweisungsbeschluß erlassen, durch den der Anspruch des Schuldners gegen die DrittSchuldnerin auf Aufhebung der Miteigentumsgemeinschaft an den im Grundbuch von I|HB Blatt 0(D eingetragenen Grundstücken und der auf den Schuldner nach Aufhebung der Gemeinschaft entfallende Anteil am Erlös gepfändet und an die Gläubigerin zur Einziehung überwiesen worden ist. Die hiergegen erhobene Erinnerung des Schuldners und der Drittschuldnerin hat das Amtsgericht Brakei durch Beschluß vom 15. Gegen diesen Beschluß haben die Beschwerdeführer sofortige Beschwerde beim Oberlandesgericht - Senat für Landwirtschaf tssachen - eingelegt. In dem angefochtenen Beschluß hat das Oberlandesgericht die sofortige Beschwerde als unzulässig verworfen mit der Begründung, da das Amtsgericht nicht als Landwirtschaftsgericht, sondern als Vollstreckungsgericht entschieden habe, sei für die Entscheidung im zweiten Rechtszuge gemäß § 72 GVG die Zivilkammer des Landgerichts zuständig. Gegen die Entscheidungen der Oberlandesgerichte ist eine Beschwerde grundsätzlich nicht zulässig (§ 367 Abs.3 ZPO). Bei diesen in § 1 des Gesetzes über das gerichtliche Verfahren in Landwirtschaftssachen (LwVG) im einzelnen aufgeführten Verfahren findet gegen die in der Hauptsache erlassenen Beschlüsse des Oberlandesgerichts die Rechtsbeschwerde an den Bundesgerichtshof statt (§ 24 LwVG). Da es sich bei dem vorliegenden Verfahren mithin nicht um eine LandwirtschaftsSache handelt, ist den Beschwerdeführern der Rechtsweg zu dem Bundesgerichtshof versperrt.