BGH · VIII ZB 20/62 vom 17.04.1962
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gegen lo den Kaufmann Emil H e 2o die Ehefrau Marie H o beide in Am Beklagte, Berufungsbeklagte und Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt ■■ in K^HBstraße wird die sofortige Beschwerde der Kläger gegen den Beschluß des 3» Zivilsenats des Oberlandesgerichts Nürnberg vom 10o Mai 1962 auf ihre Kosten zurückgcwiesen» -kalender eingetragen wordene Die Albten seien Rechtsanwalt Dr. H rechtzeitig vorgclegt wordene Rechtsanwalt ‘ Dr. Oflisci wegen eines - weder im Wiedereinsetzungsgesuch noch in der Beschwerdeschrift näher bezeichnten - familiären Ereignisses unerwartet am Samstag5 den 14» April 1962 um 6 Uhr morgens abgeholt worden und mit dem Kraftwagon in die gefahrene Er sei infolgedessen an diesem Tage nicht mehr in die Kanzlei gekommenj so daß die vorgelegten Akten weder von ihm noch einem der Sozien geprüft worden seien,, Das Oberlandesgericht hat mit dem angefochtenen Beschluß den Wiedereinsetzungcantrag zurückgewiesen» In der Beschwerdeschrift führen die Kläger u.a. an, da ein Teil der Kanzleiangestellten an den Samstagen dienstfrei sei, sei die Angestellte, die die Fristen zu überwachen gehabt habe, am 14» April 1962 nicht anwesend gewosen0 Andernfalls wären die Akten einem der anwesenden Sozien vorgelcgt wordene Die an diesem Tage in der Kanzlei tätigen Angestellten hätten von dem Ablauf der Frist keine Ahnung gehabte Die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung einer Notfrist darf nach § 233 Absd ZPO nur erteilt werden, wenn die Partei durch einen unabwendbaren Zufall an der Einhaltung der Frist verhindert worden ist» Labei muß die Partei das Verhalten des von ihr beauftragten Rechtsanwalts gegen sich gelten lassen» Von dieser in ständiger Rechtsprechung vertretenen Auffassung abzugehen, sieht der Senat keine Veranlassung» Gab er den Kanzleiangestellten nicht bekannt, daß er nicht erscheinen werde, so war es unausbleiblich, daß vorzulegcnde Akten auf seinen Arbeitsplatz -gelegt und nicht einem der anwesenden Sozien vorgelegt wurden. Bafür lag hier um so mehr Veranlassung vor, als er die Y/eisung hatte, Berufung erst am letzten Tage der Berufungsfrist einzulegen« Begnügte er sich in solchen Pallen damit, im Terminskalender die Frist auf den letzten Tag notieren zu lassen, so mußte er besonders besorgt sein, daß bei seiner Verhinderung die Akten einem Vertreter vorgolegt wurden« \1±q der Senat in dem Beschluß vom 10. Wonn hei Büroschluß nicht auf Grund einer Friotcnkontrollc bemerkt worden war, daß die Akten unbearbeitet liegen geblieben waren, so ist auch das nicht geeignet, den Prozeßbevollmächtigten der Kläger zu entlasten» Die Kläger haben in dem Wie-dcreinsetzungsgesuch nichts dafür vorgetragen, daß einer Kanzlciangestellten ein Versehen unterlaufen sei.