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Beschluß
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in den Rechtsstreit
1) der Firma Frans
offene Handelsgesellschaft,
2) ihrer persönlich haftenden Gesellschafter
a) . Edmund
b) Erwin T
alle wohnhaft in H
bei
Beklagten und Beschwerdeführer,
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Prozeßbevollmächtigterj Rechtsanwalt Dr.
gegen
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vertreten durch ihren Vorstand Marinus P
8treat jun. und
Generalsekretär Mr. R.K. v
in Deutschland ver
treten durch den Bevollmächtigten, Rechtsanwalt in D
Klägerin und Beechwerdegegnerin,
hat dor VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs in seiner Sitzung vom 9» Oktober 1963 unter Mitwirkung des Senatspräeidenten Br. Haidinger und der Bundesrichter Dr.Gelhaar,
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Artl, Dr. Dorechel und Mormann
beschlossen*
Auf die sofortige Beschwerde der Beklagten wird
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der Beschluß des 6. Zivilsenats des Oberlandec-geriohts Düsseldorf vom 27. Mai 1963 aufgehoben.
Das Ouerlandesgericht wird angewiesen, von dem Bedenken Abstand zu nehmen, daß die Berufung
gegen das MSchlußurteil” der 8. Zivilkammer.des
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Standgerichts Düsseldorf vom 14. Dezember 1962 nicht ordnungsgemäß begründet ist. Ihm wird auch
die Entscheidung über die Kosten der sofortigen Beschwerde übertragen.
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1. Die Klägerin bat gegen die Beklagten auf Zahlung von 1 525 DM nebst Zinsen geklagt. Das Landgericht hat durch Urteil vom 6. April 1962 diesen Anspruch dem Grunde
nach für gerechtfertigt erklärt. Gegen dieses Urteil haben
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die Beklagten Berufung eingelegt, über die bisher noch
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nicht entschieden ist.
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Das Landgericht hat am 2d. August 1962 beschlossen,
das Verfahren über die Höhe des Anspruchs fortzusetzen,
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und hat durch "SchluBurteil" vom 14. Dezember 1962 die
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Beklagten zur Zahlung von 1 525 DM nebat Zinsen verurteilt,
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ihnen die Kosten des Rechtsstreits auferlegt und das Ur-
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teil gegen Sicherheitsleistung für vorläufig vollstreckbar
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erklärt, Pie Beklagten haben.auch gegen dieses Urteil Be-
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rufung eingelegt. Sie haben nach Ablauf der Berufungsbe-
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gründungsfristeinen Schriftsatz vom 27. März 1963 ein-
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gereicht, der den Antrag, unter Abänderung des angefochtenen
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Urteils die Klage abzuweiaen, und unter der Überschrift
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"Begründung" ausführliche Darlegungen enthält. Gleich-
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zeitig haben die Beklagten um Wiedereinsetzung in den
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vorigen Stand gegen die Versäumung der Beruftingsbegründungs-
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frist nachgesucht.
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Das Oberlandesgericht hat durch den angefochtenen Be-
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Schluß die Berufung gegen das "Schlußurteil" als unzulässig
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verworfen. Be entscheidet nicht darüber, ob der Wieder-
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einsetzungsantrag begründet ist, sondern hält die Berufung
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deshalb für unzulässig, weil sich der Schriftsatz vom
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27* März 1963 nur mit dem Grund des Anspruchs beschäftige
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und keine Angriffe gegen die Höhe des Anspruchs enthalte,
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obwohl das angegriffene Urteil vom 14. Dezember 1962 allein
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über die Höhe der Klageforderung entscheide.
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Gegen den erwähnten Beschluß, der den Beklagten am
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6. Juni 1963 zugestellt wurde, haben sie am 18. Juni 196;»
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sofortige Beschwerde eingelegt, die sie damit begründet
haben, daß sich die Ausführungen im Schriftsatz vom
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27. .'iärz 1963 auch gegen die Höhe des Klageanspruchs
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richteten. Die Klägerin, der Abschriften der Beschwerde
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und Seechwerdebegründung zugegangen sind, hat eine Gegen-
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erKlärung nicht abgegeben»
2» Die gemäß § 519 b Abs. 2 i.V. mit § 547 Abs. 2
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Sr. 1 ZPO zulässige sofortige Beschwerde ist sachlich begründet. Entgegen der Ansicht des Berufungsgerichts genügt
4
die von den Beklagten eingereichte Berufungsbegründung
den an sie durch § 519 Abs. 3 Br. 2 ZPO gestellten An-
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forderungen. Es trifft zwar zu, daß sich die erwähnte
Berufungobegrttndung im wesentlichen mit dem Grund des
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Anspruchs befaßt, sie enthält jedoch auch Ausführungen,
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die sich gegen die Höhe des Anspruchs richten, wie die
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Beschwerde mit Recht geltend macht. Auf Seite 5 der Be-
rufungsbegrünäung tragen die Beklagten vor, es fehle
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bereits an der ersten Voraussetzung für einen Erfolg der
Klage, nämlich an einem Schaden. Biese Ansicht wird da-
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mit gerechtfertigt, der Betrag für die streitigen Kisten
sei längst von anderer Seite an die Klägerin bezahlt ge-
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wesen. Anschließend ist dann weiter dargelegt, daß der
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für die Kisten geforderte Betrag weit übersetzt sei.
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Ebenso ist auf Seite 7 der Berufungsbegriindung betont,
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es stelle eine durch nichts gerechtfertigte und daher
auch von der Rechtsordnung gemißbilligte Forderung dar,
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wenn der Importeur (d.h. die Beklagten) hoch 2,50 DK für
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jede nicht zurtlckgeführte Kiste bezahlen sollte* Die
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Kisten hätten niemals einen Wert von 2,50 BM je Stück repräsentiert.
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Die BerufungsbegrUndung befaßt sich also, was
das Berufungsgericht Übersehen hat, auch mit der Höbe
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des Ansprüche. Sie ermangelt daher nicht der Berufunge
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gründe gegen das Endurteil über den Betrag. Darauf,
ob da8 Vorbringen der Berufung in tatsächlicher oder
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rechtlicher Hinsicht beachtlich und geeignet ist,
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der Berufung gegen das Endurteil sum Erfolge zu ver-
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helfen, kommt es nicht an (Stein/Jonas/Sofaönke ZPO
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18. Aufl. § 519 Anm. III 2 c).
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Schon aus diesem Grunde muß deshalb der angefochtene
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Beschluß aufgehoben werden, und es bedarf keiner Entscheidung der grundsätzlichen Frage, ob ein Beklagter
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- wie das Berufungsgericht und offenbar auch die Beschwerde annehmen - gehindert ist, ein Endurteil über
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den Betrag vor Rechtskraft des Zwischenurteils über
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den Grund anzufeehten, und es formell rechtskräftig
werden lassen muß, wenn er im Berufungsrechtszuge Ein-
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Wendungen nur noch gegen den Grund des Anspruchs erheben
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kann oder will.
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Gleichzeitig war das Berufungsgericht anzuweisen,
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von dem Bedenken Abstand zu nehmen, das dem ange-
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fochtenen Beschluß zugrunde liegt. Das Berufungsgericht
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wird nunmehr erneut über die Zulässigkeit der Berufung
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u befinden und zu prüfen haben, ob dem Wiedereinsetzung»
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geeuch gegen die Versäumung der Berufungsbegründungs-
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frist entsprochen werden kann»
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Die Entscheidung Uber die Kosten der sofortigen Be-
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ochwerde ist den Berufungsgericht übertragen worden, da
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sie von der Endentscheidung Uber die Berufung abhängt.
Dr. Haidinger
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Dr. Gelhaar
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Mormann
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