BGH · VIII ZB 12/74 vom 13.05.1974
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Die sofortige Beschwerde gegen den Beschluß des 8, Zivilsenats des Oberlandesgerichts Nürnberg vom 28. Das Landgericht verurteilte den Beklagten zur Herausgabe der Anlage Zug um Zug gegen Zahlung von 300 DM und legte dem Kläger die Kosten des Rechtsstreits auf.Nach Urteilserlaß löste der Kläger die Stereo-Anlage, die ein Gläubiger bei dem Beklagten hatte pfänden und in den Gewahrsam eines Gerichtsvollziehers hatte nehmen lassen, bei diesem aus. Sodann legte der Kläger gegen das Urteil Berufung mit dem Antrag ein, den Rechtsstreit in der Hauptsache für erledigt zu erklären. Ob die Annahme des Berufungsgerichts, der Kläger sei bei Einlegung der Berufung nicht mehr beschwert gewesen, gerechtfertigt ist, erscheint zweifelhaft (vgl. So fehlt ein schutzwürdiges Interesse des Klägers daran, bei materieller Erledigung der Hauptsache die Klageabweisung im Rechtsmittelwege durch eine Erledigterklärung des Gerichts zu ersetzen, in der Regel jedenfalls dann, wenn das Erledigungsereignis ohne Veranlassung durch den Beklagten vom Kläger selbst herbeigeführt worden ist und er nur noch im Kosteninteresse ein Rechtsmittel einlegt (vgl. Ob sich das Rechtsschutzinteresse des Klägers an der Durchführung eines Rechtsmittels im Hinblick auf § 99 Abs. 1 ZPO grundsätzlich auf die Entscheidung zur Hauptsache beziehen muß (so BGH LM ZPO §511 Nr. 11) oder ob auch das Interesse an einer Änderung des angefochtenen Urteils im Kostenpunkt genügt (vgl. Denn der Kläger hatte das Ereignis, aufgrund dessen er die Erledigterklärung beantragt, ohne Veranlassung durch den Beklagten selbst herbeigeführt. Wie dargelegt wurde, ist jedenfalls in einem derartigen Fall das Rechtsschutzinteresse für eine Berufung mit dem Antrag, die Hauptsache für erledigt zu erklären, zu verneinen.