BGH · Ib ZR 90/65 vom 28.06.1967
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Die Klägerin, deren Generaldirektor A<> SflHK ist, war im Sommer 1962 in Paris mit der Produktion des Filmes "et Satan conduit le bal" befaßt» Ein Angestellter der Beklagten besichtigte im Juli 1962 in Paris Ausschnitte dieses Filmes» Auf Grund dieser Besichtigung Übermittelte die von der Klägerin mit der Vermittlung eines Verleihvertrages für Westdeutschland beauftragte Agentur-Firma P^|^, nach Rücksprache mit der Klägerin mit Schreiben vom 14. Sollt sich wider Erwarten heraussteilen, daß der Film auf Grund zur Zeit nicht übersehbarer Beanstandungen auch bei Änderungen in Deutschland nicht gespielt werden kann, ist der zu schließende Vertrag hinfällig und die bereits erfolgten Zahlungen werden an zurückerstattet» Klarstellend zu dem zweitletzten Absatz unseres Fernschreibens vom 16»7»1962, das die Übernahme des obengenannten Filmes bestätigt, dürfen wir fest-halten: Der genannte Absatz hat den Sinn, daß eine Abnahmeverpflichtung nicht besteht, falls der Film durch Schnitt bzw» Synchronisationsauflagen der Zensurbehörde oder etwaiger sonstiger Auflagen seinen ursprünglichen Charakter verliert» Sie hat geltend gemacht, daß mangels einer Einigung über die von ihr als wesentlich bezeichneten Vertragspunkte, insbesondere Über die Zensurklausel, weder ein endgültiger Vertrag noch ein Vorvertrag bezüglich des Filmes zustandegekommen sei» Auch die Voraussetzungen einer Haftung aus Verschulden bei Vertragsschluß seien nicht gegeben» a) Hierzu führt das Berufungsgericht aus, das von der Klägerin als Vertragsangebot angesehene Schreiben der Firma J^^ vom 14* Juli 1962 weise zur Präge des 2ensur-risikos ausdrücklich darauf hin, daß die Klägerin keine besondere Sensurklausel haben wolle, da sie es vermeiden wolle, ** eine schwierige Sache wie mit ‘Gefährliche Liebschaften* repetiert zu haben11 <, Der Wegfall der für den Film "et Satan conduit le bal" vorgesehenen Striptease-Szene sollte nach dem weiteren Inhalt dieses Schreibens für die Höhe der Garantiesumme ohne Bedeutung sein., ihrer Antwort im Fernschreiben vom 16« Juli 1962 habe die Beklagte das Angebot der Klägerin in dieser Form jedoch nicht angenommen« Das gelte auch dann, wenn man mit der Klägerin annehme, diese habe mit einer derart vorgeschlagenen Regelung der Zensurfrage für die Beklagte erkennbar zu dem Ausdruck gebracht, daß mit der Kichtaufnahme einer besonderen Zensurklausel bei dem zu schließenden Vertrag für die Z-ensurfrage die einschlägigen Bestimmungen gemäß Art« 4 der "Allgemeinen Bedingungen" des französischen Fachverbandes Anwendung finden sollten, die der Beklagten mindestens mittelbar aus Anlaß des früheren Vertragsabschlusses über den Film "Gefährliche Liebschaften" zwischen der Klägerin und der GmbH bekannt geworden seien« Denn zwar enthalte das Fernschreiben das Einverständnis der Beklagten damit, daß der zu erwartende Wegfall der Striptease-Szene ebensowenig wie andere etwaige Änderungen die Höhe der Garantiesumme berühren solle, dann heiße es aber im Fernschreiben, daß der zu schließende Vertrag hinfällig und die bereits erfolgten Zählungen zurückzuerstatten seien, wenn sich wider Erwarten heraussteilen sollte, "daß der Film auf Grund zur Zeit nicht übersehbarer Beanstandungen auch bei Änderungen in Deutschland nicht gespielt werden" könne«, Das Ziel dieser Einschränkung habe die Beklagte in ihrem nächsten Fernschreiben vom 19« Juli 1962 näher verdeutlicht, in welchem sie ausgeführt habe, dem komme der Sinn zu, daß eine Äbnahmeverpfliehtung entfallen solle, wenn der Film durch Schnitte oder Synchronisationsauflagen der Zensurbehörde oder etwaige sonstige Auflagen seinen ursprünglichen Charakter verlieren sollte« In gleicher Richtung nehme auch das spätere Schreiben der Beklagten vom 31« August 1962 zur Frage des Zensurrisikos Stellung« Das Berufungsgericht fährt fort, daß die Klägerin diesen Sinn der Einschränkung des Risikos, das die Beklagte bei etwa später erforderlichen Änderungen des Films nur habe auf sich nehmen wollen, schon nach dem Inhalt des Fernschreibens vom 16» Juli 1962 nicht habe verkennen können» Denn sie habe selbst mit dem Schreiben der Firma J^BP vom 14» Juli 1962 ausdrücklich auf die Regelung der Zensurfrage für den Film "Gefährliche Liebschaften" Bezug genommen und dazu ausgeführt, daß eine ähnliche Regelung für die Überlassung des neuen Films nicht in Betracht kommeo Dabei habe die Klägerin mit Recht davon ausgehen können, daß der früher von ihr mit der G^^pp-Film GmbH geschlossene Vertrag über den Film "Gefährliche Liebschaften" der Beklagten schon auf Grund der führenden Stellung bekannt gewesen sei, die die damalige Geschäftsführerin der Gf^H^-Film GmbH, Frau KflHHHBV» auch bei der Beklagten einnehme» Die hach Ziff» 17 des früheren Vertrags vom 18» Juni 1959 gi&roffene Regelung des Zensurrisikos beziehe sich zwar generell, auf die "Allgemeinen Bedingungen" des Syndicats des ^Frodueteurs et Exportateurs de Films Fran^ais, sehe aber darüber hinaus in einer Sonderbestimmung (Ziff»11) eine Rückgängigmachung des Vertrages bei Streichung von vier bestimmten Szenen und eine Herabsetzung der Gegenleistung bei Wegfall von wenigstens zwei dieser Szenen vor» Unter diesen Umständen habe aber die Klägerin dem Fernschreiben der Beklagten vom 16» Juli 1962 keine vorbehaltlose Annahme ihres Angebots, insbesondere auch keine uneingeschränkte Festlegung auf die Zensurklausel der "Allgemeinen Bedingungen" entnehmen können» Vielmehr habe sie die in diesem Fernschreiben zur Zensurfrage gemachte Einschränkung dahin verstehen müssen, daß es der Beklagten auf eine Regelung ihres Risikos angekommen sei, die derjenigen nahekäme, wie sie für den Film "Gefährliche Lieb- Juli 1962 habe in einer für die Beklagte erkennbaren Weise zu dem Ausdruck gebracht, daß es bezüglich des Zensurrisikos bei der einschlägigen Bestimmung des Art» 4 der ”Allgemeinen Bedingungen” des französischen Fachverbandes habe verbleiben solleno Beanstandet wird von der Revision jedoch, daß das Berufungsgericht nicht die von der Klägerin in ihrem Prozeßvortrag als entscheidend herausgestellte Frage geprüft habe, ob die Beklagte mit ihrem Fernschreiben vom 16«, Juli 1962 in diesem Punkt überhaupt von der Regelung des Art«, 4 der “Allgemeinen Bedingungen” abgewichen seio Falls nämlich dem objektiven Erklärungsinhalt dieses Schreibens das Einverständnis der Beklagten mit dem Vorschlag der Klägerin 2ur Frage des Zensurrisikos entnommen werden müsse, wäre es in diesem Punkte, den das Berufungsgericht als offen geblieben behandelt habe, zu einer Einigung gekommen0 Juli, insbesondere auch keine uneingeschränkte Festlegung auf die Zensurklausel der "Allgemeinen Bedingungen" entnehmen können, beruht auf folgenden Erwägungen* Wenn auch die Beklagte den Sinn der von ihr im Fernschreiben vom 16 o Juli gemachten Einschränkung in ihrem späteren Fernschreiben vom 19 * Juli klarstellend dahin näher verdeutlicht habe, daß ihre Abnahmeverpflichtung entfallen solle, wenn der Film durch Schnitte bzw* Synchronisationsauflagen der Zensurbehörde oder etwaige sonstige Auflagen seinen ursprünglichen Charakter verlieren sollte, so habe die Klägerin diesen Sinn der Erklärung schon nach dem Inhalt des ersten Fernschreibens nicht verkennen können» Da die Klägerin selbst im Angebot ausdrücklich auf die Regelung der Zensurfrage für" den Film "Gefährliche Liebschaften" Bezug genommen.^d*ausgefUhrt habe, daß eine ähnliche Regelung füi* di-#^|b erlas sung des neuen Films nicht in Betracht komme, habe sie die von der Beklagten im ersten Fernschreiben hinsichtlich der Zensurfrage gemachte Einschränkung dahin verstehen müssen, daß es der Beklagten um eine Regelung zu tun gewesen sei, die derjenigen wenigstens nahekäme, wie sie für den Film "Gefährliche Liebschaften" getroffen worden sei* Diese Begründung trägt jedoch, wie der Revision zuzugeben ist, diese Annahme nicht« Der Rechtsfehler des Berufungsgerichts besteht darin, daß es bei der Ermittlung des für die Klägerin erkennbaren Inhalts der Erklärung der Beklagten in deren Fernschreiben vom 16* Juli dem Wortlaut dieser Erklärung keine hinreichende Beachtung geschenkt hat* Bezüglich des früheren Films war im Vertrage vom 18» Juni 1959 hinsichtlich des Zensurrisikos generell auf die "Allgemeinen Bedingungen" des französischen Fachverbandes Bezug genommen, darüber hinaus aber in einer Sonderbestimmung des Vertrages dessen Rückgängigmachung bei Streichung von vier bestimmten Szenen und eine Herabsetzung der Gegenleistung bei Streichung von wenigstens zv/ei dieser Szenen vereinbart worden« Eine solche, hinsichtlich des\ Zensurrisikos über Art« 4 der "Allgemeinen Bedingungen" hinausgehende zusätzliche Regelung, sollte dagegen nach dem Angebot der Klägerin im Schreiben der Firma für den Film "et Satan conduit le bal" nicht getroffen werden« Vielmehr sollte es, abgesehen von der Striptease-Szene, deren etwaiges Verbot durch die Zensurbehörde die Wirksamkeit des Vertrages, insbesondere die Höhe des Entgelts, nicht beeinträchtigen sollte, bei der Regelung verbleiben, die in den einschlägigen Bestimmungen der "Allgemeinen Bedingungen" vorgesehen war« Die Prüfung der Frage, ob für die Klägerin auf Grund des ersten Fernschreibens der Beklagten erkennbar war, daß die Beklagte in diesem Funkte von dem Angebot der Klägerin abweichen wollte, erforderte aber, wie die Revision mit Recht hervorhebt, einen Vergleich des Inhalts der im Fernschreiben der Beklagten enthaltenen Erklärung mit dem Inhalt der einschlägigen Bestimmungen der "Allgemeinen Bedingungen"« Nach Art« 4 Buchst« a der "Allgemeinen Bedingungen" führen sowohl das Verbot eines Films in letzter Instanz durch die staatliche Zensurbehörde als auch das Verlangen der Zensurbehörde nach Schnitten, die 25 vom Hundert der Gesamtlänge des Films übersteigen, zur Annullierung der Lizenz, d«h« zur Rückgängigmachung des Vertrages, der die Übertragung der Auswertungsrechte zu dem Gegenstand hat« Ben fraglichen Satz im Fernschreiben der Beklagten, daß der zu schließende Vertrag hinfällig sei und bereits erfolgte Zahlungen zurück-zuerctatten seien, wenn sich wider Erwarten herausstellen sollte, "daß der Film auf Grund zur Zeit nicht übersehbarer Beanstandungen auch bei Änderungen in Deutschland nicht gespielt werden kann", will die Klägerin nun dahin verstanden haben, daß im Falle eines Verbots des Films durch die deutsche Zensurbehörde die für diesen Fall in Art* 4 Buchst» a getroffene Regelung Platz greifen sollte, nach der ein Verbot des Films die Annullierung des Vertrages zur Folge hat» Wäre dies auch der nach dem objektiven Erklärungsinhalt des Fernschreibens für die Klägerin erkennbare Sinn des Zusatzes, so enthielt dieser aber entgegen der Ansicht des Berufungsgerichts insoweit keine Einschränkung gegenüber dem Angebot der Klägerin» Dann ließe sich auch die Annahme des Berufungsgerichts nicht aufrechterhalten, der Beklagten sei es in Abweichung von dem Angebot der Klägerin auf eine Regelung ihres Zensurrisikos angekommen, die derjenigen wenigstens nahekäme, wie sie für den Film "Gefährliche Lieb- d) Das Berufungsgericht hätte sich daher zunächst mit der Frage auseinandersetzen müssen, welche Bedeutung der im Fernschreiben der Beklagten vom 16» Juli enthaltene Zusatz nach dem Wortlaut der Erklärung hat» Hätte diese Prüfung ergeben, daß die Erklärung mehrdeutig wäre, so wäre die weitere Frage zu untersuchen gewesen, in welchem Sinne die Erklärung, insbesondere bei Berücksichtigung der in Betracht kommenden Begleitumstände, von der Klägerin aufzufassen war» In dieser Hinsicht ist nun folgendes zu beachten? Einmal lassen sie die Deutung zu, der Vertrag sollte hinfällig sein, wenn der Film trotz Änderungen auf Grund von Beanstandungen der Zensurbehörde, die nicht die Striptease-Szene zu dem Gegenstand haben, in Deutschland wegen Verbots durch die Zensurbehörde nicht gespielt werden darfo In diesem Falle läge aber, wie vorstehend zu c) dargelegt, eine Abweichung vom Angebot der Klägerin nicht vor« Für die Klägerin, die den Zusatz in diesem Sinne aufgefaßt haben will, hätte diese Deutung des Zusatzes deshalb naheliegend sein können, weil sie in ihrer Tragweite dem entsprochen hätte, was im Angebotsschreiben zu dem Ausdruck gebracht war: nämlich keine besondere Zenaurklausel, sondern nur die Geltung der einschlägigen Bestimmungen der "Allgemeinen Bedingungen" zu vereinbaren, wobei klarzustellen war, daß durch eine etwaige Streichung der Striptease-Szene seitens der Zensurbehörde die Verpflichtung der Beklagten zur Abnahme des Films und zur Zahlung des vereinbarten Entgelts nicht entfallen sollte« Dagegen hat das Berufungsgericht dem Zusatz den Sinn entnommen, daß die vertragliche Verpflichtung der Beklagten zur Abnahme des Filmes und Zahlung des vereinbarten Entgelts dann entfallen sollte, wenn - unabhängig vom Vorliegen der in Art» 4 Buchsto a genannten Voraussetzungen - der Beklagten die Auswertung des Films deshalb nicht wirtschaftlich lohnend erscheinen sollte, weil er infolge etwaiger Beanstandungen der Zensurbehörde seinen ursprünglichen, d.h« frivolen, Charakter verloren haben sollte« In diesem Falle wäre aber die Beklagte nicht durch ein Verbot der Zensurbehörde an der Vorführung des Films gehindert, sie könnte ihn also aus-werteno Der Wortlaut des Zusatzes für sieh allein weist weder notwendig in diese Richtung noch steht er dieser Auslegung eindeutig entgegeno Für die Annahme, die Klägerin habe den Zusatz in diesem Sinne verstehen müssen, - -s ' r > i Si reichen jedoch die y$m Berufungsgericht angegebenen Umstände nicht aus^.Weder die Tatsache, daß im Angebotsschreiben därauf'^in^ewiesen worden war, daß eine ähnliche Regelung, wie,sie seiner Zeit für den Film "Gefährliche Liebschaften" getroffen worden war, im vorliegenden Fall nicht in Betracht käme, noch der Inhalt der bezüglich des früheren Films vereinbarten Regelung legen diese Beurteilung nahe« Während im Falle des Films "Gefährliche Liebschaften" vereinbart worden war, daß die Streichung bestimmter Szenen des Films durch die Zensurbehörde sich je nach dem Umfang der Streichung in verschiedener Weise zu Gunsten der damaligen Vertragspartnerin der Klägerin auswirken sollte, ging vorliegend das Angebot der Klägerin davon aus, daß auf Grund einer Streichung der Striptease-Szene weder der Bestand des Vertrages entfallen noch die Höhe des von der Beklagten zu zahlenden Entgelts beeinflußt werden sollte« Weiter heißt es im Angebot vom H« Juli ausdrücklich, daß die Klägerin nicht wie im Falle des Films Gefährliche Liebschaften11 eine besondere Zensurklausel haben wolle« Wenn nun mit dem Berufungsgericht davon ausgegangen wird, die Beklagte habe dem Angebot der Klägerin entnehmen müssen, daß es bezüglich des Zensurrisikos bei den einschlägigen Bestimmungen der “Allgemeinen Bedingungen“ habe bleiben sollen, so rechtfertigt das noch nicht ohne weiteres die Folgerung, für die Klägerin habe damit die Annahme nahegelegen, der 2usatz im Fernschreiben der Beklagten vom 16« Juli habe den Sinn, daß die Beklagte den Film nicht abzunehmen brauche, wenn unabhängig davon, ob etwaige von der Zensurbehörde verlangte Streichungen 25 vom Hundert der Gesamtlänge des Films überstiegen, der Film jedenfalls seinen' ursprünglichen Charakter verliere und aus diesem Grunde wirtschaftlich nicht erfolgreich ausgewertet werden könne« Andere Umstände, welche die Annahme zuließen, für die Klägerin sei diese Bedeutung des Zusatzes erkennbar gewesen, sind aus dem angefochtenen Urteil nicht ersichtlich« Vielmehr könnte, worauf die Revision hinweist, gegen diese Annahme die Tatsache sprechen, daß die Beklagte selbst es für nötig gehalten hat, ihrem Fernschreiben vom 16« Juli ein weiteres Fernschreiben am 19« Juli folgen zu lassen, um darin den Zusatz klarzustellen und zwar dahins Überdies bat die Beklagte im Zuge des weiteren Schriftwechsels in ihrem Schreiben vom 31® August 1962 zur Frage der Zensurklausel geltend gemacht, daß sie mit den Bestimmungen des Zusatzbriefes Nr, 1 nur einverstanden sei, wenn sich die Klägerin mit einer Regelung im Sinne des Fernschreibens der Beklagten vom 19® Juli 1962 einverstanden erkläre» Auch hieraus könnte gefolgert werden, die Beklagte sei selbst der Auffassung gewesen, der von ihr mit dem Zusatz verfolgte Zweck sei in ihren ersten Fernschreiben vom 16» Juli nicht hinreichend zun Ausdruck gekommen» Bemnach trägt die Begründung des Berufungsgerichts, mit der es zu dem Ergebnis gelangt ist, die Klägerin habe dem Fernschreiben der Beklagten vom 16» Juli keine vorbehaltlose Annahme Ihres Angebots, insbesondere auch keine uneingeschränkte Festlegung auf die Regelung des Zensurrisikos in^eih "Allgemeinen Bedingungen" entnehmen können, diese Foj-gftrung nicht» Da aber der Zusatz in Das Berufungsgericht hat sich unter dem Gesichtspunkt, welches der für die Klägerin erkennbare Sinn des im Fernschreiben der Beklagten vom 16» Juli enthaltenen Zusatzes gewesen ist, bisher mit dieser Bestimmung der "Allgemeinen Bedingungen" nicht auseinandergesetzt» Wie vorstehend dar-gelegt (zu Ziff» II 2 d), läßt dieser Zusatz nach seinen Wortlaut auch die Deutung zu, daß der Vertrag dann hinfällig sein sollte, wenn der Film trotz Vornahme von Änderungen in Deutschland auf Grund solcher Beanstandungen nicht vorgeführt werden darf, die nicht von der Zensurbehörde, sondern von anderen Stellen erhoben werden» Insov/eit kommen vor allem gerichtliche Vorführungsverbote in Betracht, die u»a. Ein Vertragsangebot ist vielmehr nach den zutreffenden Feststellungen des Berufungsgerichts der Beklagten erst mit dem Schreiben der Schließlich hat das Berufungsgericht auch den Vortrag der Klägerin berücksichtigt, daß man sich nachträglich über alle Nebenpunkte einig geworden sei» Es ist jedoch der Auffassung, daß in dem den Schreiben vom 14» und 16 * Juli 1962 nachfolgenden Schriftwechsel eine Einigung der Parteien nicht erblickt werden könneo Biese eingehend begründete Annahme läßt keinen Rechtsirrtum erkennen, die Revision hat dem auch bestimmte Beanstandungen nicht entgegengesetzte Krüger-Nieland Sprenkmann Mösl Firma J