BGH · Ib ZR 159/65 vom 25.10.1967
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Auch derjenige, der Kennzeichenreelite an einem an eich sprachüblichen Ausdruck besitzt, den er als erster als warenbeschreibende Angabe für die Eigenschaften einer neuartigen Ware eingeführt und infolge eines Fabrikations Monopols lange Zeit ausschließlich verwendet hat (hier: feuerfest), kann nicht grundsätzlich verlangen, daß Mitbewerber jede Art der Mitverwendung dieses Ausdrucks im Wettbewerb unterlassen* Der Ib-Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat auf die mündliche "Verhandlung vom 25» Oktober 1967 unter Mitwirkung der Senatspräsidentin Dr. Krüger-ffieland und der Bundesrichter Pehle, Br<> Sprenkmann, Br» Mösl und Br. Simon für Recht erkannt: Die Klägerin hat ferner die beschreibende Verwendung des Wortes "feuerfest” beanstandet und dazu vorgetragen, die Beklagte handele wettbewerbswidrig, wenn sie sich mit der beschreibenden Verwendung von "feuerfest" an sie, die Klägerin,anhänge und den Ruf ihres G-lases beeinträchtige» Dieser Begriff sei zudem keine echte Beschaffenheitsangabe, da das .Glas beider Parteien nicht wirklich feuerfest, doh* beständig gegen Temperaturen von mindestens I9600 C sei* Während aber dieser Begriff für "Jenaer G-las" seit Jahrzehnten verwendet und daher richtig als hitzebeständig verstanden werde, bewirke seine Benutzung für gleichartige Erzeugnisse anderer Hersteller eine Irreführung» Im übrigen habe sich die Beklagte in der vorprozessualen Korrespondenz vertraglich zur Unterlassung verpflichtet» Das Landgericht hat nach Vernehmung von Zeugen antragsgemäß festgestellt, daß die Beklagte verpflichtet sei, der Klägerin denjenigen Schaden zu ersetzen, der dieser aus der (warenzeichenmäßigen) Verwendung des Wortes "feuerfest" zur Bezeichnung für G-lasgeschirre zu dem Kochen, Backen und Braten im geschäftlichen Verkehr seit dem 1* Oktober 1962 entstanden sei und noch entstehen werde» Den Auskunftsantrag der Klägerin sowie deren Ansprüche wegen einer nur beschreibenden Verwendung des Wortes ^feuerfest” hat das Landgericht abgewiesen, eine Aussetzung des Rechtsstreites abgelehnt und die Kosten des Verfahrens gegeneinander aufgehobeno Gegen diese in einem leilurteil und in einem Schluß-urteil ergangene Entscheidung haben beide Parteien Berufung eingelegt» Die Klägerin hat daran festgehalten, daß auch die nur beschreibende Verwendung von "feuerfest” schon deshalb unzulässig sei, weil dieser Begriff für sie zu einer berühmten Marke geworden sei und durch jede Art der Mitverwendung in seiner Alleinstellung beeinträchtigt werde» Die Berechnung des entstandenen Schadens erfordere eine umfassende Auskunft der Beklagten» II * festzustellen, daß die Beklagte der Klägerin seit dem 1» Oktober 1962 auch denjenigen Schaden zu ersetzen habe, welcher dieser durch die beschreibende Benutzung von "feuerfest” im geschäftlichen Verkehr entstanden sei und noch entstehe« Die Beklagte hat demgegenüber geltend gemacht, die nur beschreibende Verwendung des Wortes "feuerfest”, das sich seit Jahrzeinten als Beschaffenheitsangabe nicht nur für "Jenaer Glas", sondern zunächst für Haushalts- und Küchengeschirr aus Porzellan und keramischem Material und dann für hitzebeständiges Glasgeschirr schlechthin eingebürgert habe und vom Publikum allgemein richtig -verstanden v/erde, könne ihr nicht verwehrt v/erden« An dieser Beschaffende itsangabe habe die Klägerin - wie durch eine erneute Verkehrsbefragung bestätigt v/erde - keine ausreichende Verkehrsgeltung erworben, so daß ihr auch gegenüber einer warenzeiebenmäßigen Benutzung keine Atisstattungsrechte zustünden und ihr Warenzeichen gelöscht werden müsse» Im übrigen seien seit der Eintragung des Klagezeichens allenfalls die vom Landgericht festgestellten zv/ei Fälle einer warer^zeichenmäßigen Benutzung erfolgt, nämlich auf dem Lastzug des Generalvertreters und in einem Rundschreiben von Anfang 1963» Beide Fälle habe sie, die Beklagte, jedoch nicht zu vertreten, und überdies habe die Klägerin dazu erklärt, daraus keine Rechte herleiten zu v/ollen» Die Kostenentscheidung des Landgerichts entspreche nicht der Sachlage» 1«, Rach Erledigung des Unterlassungsantrages haben die Torinstanzen dem Schadensersatzantrag der Klägerin stattgegeben, weil nach Eintragung des Klage Zeichens in zwei Fällen, welche die Beklagte zu vertreten habe, die Bezeichnung ^feuerfest*1 unstreitig warenzeiehenmäßig benutzt worden sei«, Aus dem Zusammenhang von Tatbestand und Entscheidungsgründen ergibt sich - wie die Beklagte in ihrer Revision zutreffend ausführt -, daß es sieh bei diesen beiden Fällen um die Beschriftung eines Lastzuges des Generalvertreters sowie um ein Rundschreiben der Firma Heck vom 260 Februar 1963 handelt«, Beide Male treffe, so führt das Berufungsgericht dazu aus, die Beklagte ein Schuldvorvmrf o Auf jeden Fall sei sie nach Eintragung des KlageZeichens (15« September 1962) unter dem Gesichtspunkt des vorangegangenen Tuns verpflichtet gewesen, mit allen Mitteln dafür zu sorgen, daß ein kennzeichenmäßiger Gebrauch fortan unterbleibe« Nicht einmal ihrem eigenen Vorbringen könne aber entnommen werden, daß sie das getan habe; denn wenn sie auch Anweisungen erteilt und sich Zusicherungen habe geben lassen, so habe es doch an der gehörigen Überwachung gefehlt, daß auch entsprechend verfahren werde« Anders sei ihre Überraschung, als die Klägerin im August 1963 gerügt habe, der Lastzug weise immer noch die schon im Frühjahr 1962 und dann wieder im April 1963 beanstandete unzulässige Beschriftung auf, nicht zu erklären« Ebenso habe der warenzeichenmäßige Gebrauch von "feuerfest” in dem Anfang 1963 versandten Vertreterrundschreiben bei gehöriger Sorgfalt und mit geringer Mühe verhindert werden können; denn die Beklagte habe sich beispielsweise die Rundschreiben vor ihrer Versendung nur vorlegen 2u lassen brauchen« Ihr Verschulden liege also darin, daß sie es an der erforderlichen Aufsicht habe fehlen lassen oder sich zu einer solchen gar nicht erst entschlossen habe« wesen; die Hysil-Großhändler, darunter auch Welle, seien aber im Anschluß an Verhandlungen zwischen den Parteien noch im Dezember 1962 vom beugen aufgesucht und über den Stand der Verhandlungen unterrichtet wurden; ihnen sei ferner auf einer Versammlung am 18« Januar 1965 mitgeteilt worden, das Glas der Beklagten dürfe zwar als feuerfest benannt werden, jedoch nur beschreibend; daß diese Maßnahmen ausreichend gewesen seien, werde dadurch bestätigt, daß weitere Fälle zeichenmäßiger Benutzung in Vertreterrundschreiben nicht mehr festgestelzt worden seien (S. günstigen Sinne verstanden habe und daß die Beklagte der Ansicht gewesen sei, die Sache habe sich erledigt* Mit Recht bemängelt die Revision der Beklagten, daß das Berufungsgericht sich mit dem Ergebnis der Beweisaufnahme nicht auseinandergesetzt hat, obwohl die Beklagte in der Berufungsbegründung ausdrücklich darauf hingewiesen hatte, aus den Zeugenaussagen ergebe sich jedenfalls, daß die Klägerin längere Zeit Kenntnis von der Beschriftung des LKW gehabt habe, ohne von der Beklagten selbst zu fordern, daß diese auf Wickmann wegen Beseitigung der Aufschrift einwirkeo Sollte das richtig sein, dann bliebe nach der zutreffenden Ansicht der Revision zu prüfen, ob es mit freu und Glauben vereinbar ist, wenn die Klägerin wegen dieser Handlung noch Schadensersatz von der in England ansässigen Beklagten verlangt« Sie verkennt dabei nicht, daß diese Art der Verwendung nach dem Warenzeichengesetz (§ 16) selbst dann nicht untersagt werden kann, wenn ihr an dem strittigen Ausdruck Warenzeichen- oder Ausstattungsschütz zusteht * Sie meint aber, im Streitfall lägen die Voraussetzungen vor, unter denen die beschreibende Verwendung eines Warenzeichen-rechtlich geschützten Ausdrucks als wetthewerbswidrig oder als Eingriff in die ungestörte Ausübung des Gewerbebetriebes zu mißbilligen sei* Es ist richtig und wird auch vom Berufungsgericht angenommen, daß ein derartiger ergänzender Schutz nach läge des Einzelfalies gegenüber einem nicht warenzeichemnäßigen Gebrauch in Betracht kommen kann (vgl* dazu Baumbach/Hefermehl, Wettbewerbsund Warenzeichenrecht, Bd* II, 9° Aufl* Aim* 39 zu § 15 WZG)* Jedoch kann keiner der insoweit in Betracht kommenden rechtlidhen Gesichtspunkte das vorliegende Klagebegehren stützen: Auch insoweit ist es aber nicht rechtsfehlerhaft, wenn das Berufungsgericht auf diesen Gesichtspunkt nicht eingegangen ist» Selbst wenn die Beklagte eine Zeichenverletzung begangen haben sollte, dann läßt sich doch aus dem Vorbringen der Klägerin nicht entnehmen, daß die Beklagte, den angegriffenen Ausdruck überhaupt in einem solchen Ausmaß als Kennzeichen benutzt hatte, daß eine ernsthafte, den Vorwurf der Unlauterkeit begründende Verkehrsverwirrung eingetreten sein könnte. der Senat ausgesprochen, das Wort "feuerfest” sei, gerade infolge seiner Jahrzehntelangen Verwendung durch die Klägerin, inzwischen sogar zu einer "glatten" Besehaffenheits-angabe für hitzebeständiges Glas geworden, v/eil es sich eingebürgert habe und vom Verkehr durchwegs richtig und schon längst nicht mehr als feuerfest im technischen Sinne verstanden werde» Die Klägerin habe als Ergebnis einer einige . Jahre zurückliegenden Verkehrsbefragung selbst zugestanden, daß 15 $ des Publikums der strittigen Bezeichnung die Eigenschaft als Warenbezeichnung versagten, sie also als beschreibend verstünden, und weitere 15 $ seien unschlüssig, ob sie ihm Kennzeichnungsfunktion oder nur beschreibende Bedeutung zugestehen sollten» Seit jener Meinungsbefragung sei, wie der Senat in seinem früheren Urteil festgestellt habe, die der Klägerin zugewachsene Verkehrsgeltung eher wieder zurückgegangen, was für eine seither zunehmende beschreibende Verwendung spreche» Dem entspreche es, daß die beschreibende Verwendung dieses Wortes auch in Zeitschriftenveröffentlichungen über Haushaltsgeschirr aus hitzebeständigem Glas wiederkehre, so etwa in einem Bericht der DM über "feuerfestesGeschirr"» b) Geht man von diesen tatrichterlichen Peststellungen aus, die als solche von der Revision nicht angegriffen werden, dann folgt daraus, daß auch im Streitfall die bloße beschreibende Verwendung von "feuerfest" noch nicht wettbewerbswidrig ist, sondern nur bei Hinzutreten besonderer, die Sittenwidrigkeit begründender Umstände unzulässig werden könnte» Entgegen der Ansicht der Klägerin ist es auch nicht ausschlaggebend, auf welche Weise die warenbeschreibende Verwendung von "feuerfest" dem Verkehr geläufig geworden ist, ob dies nur auf dem eigenen Verhalten des früheren Jenaer Betriebes beruhte oder auf einer Mitverwen- dung durch andere Hersteller von- hit2eheständigem Glas » Aut derjenige, der als erster einen bestimmten Ausdruck zur Bezeichnung der Eigenschaften einer neuartigen W^re in den Verkehr eingeführt und infolge seines Fabrikationsmonopols lange Zeit ausschließlich verwendet hat, kann nicht schon grundsätzlich verlangen, daß künftig jede Art der Verwendung dieses Ausdrucks im Wettbewerb für ihn reserviert bleibt und auf diese Weise auch nach Ablauf des Fabrikat io: monopols die Vorstellung genährt wird, als sei das Vorhandensein der so be zeichne ten Eigenschaft eigentlich nur bei seinen Waren gewährleistet« Ein solches Begehren wäre viel mehr unvereinbar mit den Grundsätzen des freien Leistungswettbewerbs (vgl» auch BGHZ 42, 151> 155 - Rippenstreck-metall II)» c) Las alles hat in der mündlichen Verhandlung auch die Revision der Klägerin nicht mehr grundsätzlich in Zweifel gezogen« Sie. hat aber gemeint, das Berufungsgerich habe das Vorliegen unlauterer Begleitumstände nicht verneinen dürfen» Denn es habe beachten müssen, daß die Beklagte ursprünglich selbst andere Ausdrücke verwendet habe dann aber nach ihrem eigenen Zugeständnis zu der strittige Angabe übergegangen sei, weil ohne diese Bezeichnung ihr Glas in Deutschland nicht verkäuflich sei und weil sie daher auf diesen Ausdruck als Werbemittel nicht glaube verzichten zu können» Das lasse sich nur daraus erklären, daf die Beklagte durch Mitverwendung des strittigen Ausdrucks gerade in denjenigen Verbraucherkreis einbrechen wolle, dem "feuerfest" als HerkunftsbeZeichnung vertraut sei« dem Mitbewerber grundsätzlich gestattet ist, dann ist nicht einzusehen, weshalb die Beklagte dies nur deshalb nicht auch tun darf, v/eil sie zunächst andere Ausdrücke verwen-det hatp Baß dabei die Beklagte den Ausdruck als Werbemittel verwendet, ist kein besonderer unlauterer Begleitumstand, sondern gehört zu dem typischen Tatbestand der grundsätzlich zulässigen Mitverwendung einer warenbeschreibenden Angabe und findet nach der rechtsirrtumsfreien Ansicht des Berufungsgerichts seine Rechtfertigung darin, daß der Mitbewerber naturgemäß solche Ausdrücke bevorzugen wird, die dem deutschen Bublikum geläufig sind und mit denen es bestimmte Begriffsinhalte zu verbinden pflegt«, Insoweit hätte das Berufungsgericht noch darauf hinweisen können, daß nach dem von der Klägerin überreichten Ergebnis der Verkehrsbefragung die weit überwiegende Mehrheit der Befragten annahm, daß feuerfeste Glaswaren immer ausdrücklich unter dieser Bezeichnung angeboten werden«, Baß durch die grundsätzlich zulässige Mitverwendung einer warenbeschreibenden Angabe ein Einbruch in den Kundenstamm der Klägerin erstrebt wird, ist wiederum kein unlauterer Begleitumstand, sondern gehört zu dem Wesen jeder Werbung im freien Wettbewerb«, Wen^t- dadurch entgegen der Ansicht des Berufungsgerichtes ne gewisse Gedankenverbindung mit der Klägerin hergestellt werden sollte, dann ist das unvermeidlich und beruht darauf, daß die Klägerin ihrerseits eine v/arenbeschreibende Angabe als Herkunftskennzeichnung gewählt hatp Solange die Beklagte nicht eine für die Klägerin bestimmte Art und Weise der Verwendung von “feuerfest" nachahmt oder etwa die anderweitige Herkunft ihres Biases verschleiert, ist die Grenze des Zulässigen nicht überschritten«, weil das Publikum nach Überzeugung des Senates sich schon längst daran gewöhnt habe, unter "feuerfestem” nichts anderes als hitzebeständiges Glasgeschirr zu verstehen, gleich von welchem Hersteller es ihm ange-boten werde; den Werbehinweis mit Hitzebeständigkeit wolle die Klägerin aber der Beklagten nicht absprechen, Bie seinerzeitige TJnterlasaungsVerpflichtung der Klägerin habe sich nach Wortlaut und Sinngehalt zwar auch auf eine beschreibende Verwendung bezogen, doch sei sie ausdrücklich auf Opalglas und dessen damalige Qualität beschränkt gewesen, An dieser Zusage könne die Beklagte nicht mehr festgehalten werden, nachdem sie die Anhebung der früheren Qualität im einzelnen dargelegt habe, ohne daß die Klägerin dem substantiiert entgegengetreten sei. Auch diese im wesentlichen tatrichterlichen Ausführungen sind aus Rechtsgründen nicht zu beanstanden, Bie Revision bemängelt insoweit lediglich, das Berufungsgericht habe sich verfahrenswidrig nicht mit der unter Beweis gestellten Behauptung der Klägerin auseinandergesetzt, daß bei den Glasvraren der Beklagten zu dem Schutz gegen Zerspringen ein Brahtsieb mit Asbesteinlage unterlegt werden müsse, Bie Revision übersieht indessen, daß der Vorwurf der Irreführung erst dann eingreift, wenn eine Werbeangabe nicht mit den Anschauungen des Verkehrs übereinstimmt und daß insoweit bereits das Landgericht, dem das Berufungsgericht beigetreten ist, festgestellt hatte, die Hausfrauen seien beim Umgang mit feuerfestem Glas im Haushalt durch lange Jahre daran gewöhnt, zur Wärmeverteilung ein Brahtsieb oder eine Asbestplatte dem Glasgeschirr zu unterlegen; die Klägerin selbst rate in ihren Werbeprospekten dazu, bei offenen Gasflammen oder bei Elektro-Blitzkochplatten ein Brahtsieb zur besseren YJärrneverteilung zu verwenden; gleichwohl werde das Geschirr im Sprachgebrauch als "feuerfest" bezeichnet» Trifft diese Verkehrsgewöhnung zu - auch die Revision macht nicht geltend, daß insoweit beweiserhebliches Vorbringen übergangen worden sei dann war es nicht rechtsfehlerhaft, wenn das Berufungsgericht der erwähnten Behauptung der Klägerin nicht weiter nachgegangen ist» Mit ihrem Auskunftsantrag begehrte die Klägerin Aufschluß darüber, welche Umsätze die Beklagte mit Glasgeschirr zu dem Koöhen, Backen und Braten seit dem 1» Oktober 1962 in der Bundesrepublik erzielt habe» Ob ein derart umfassender Antrag dann gerechtfertigt gewesen wäre, wenn sowohl die kennzeichenmäßige als auch die nur beschreibende Verwendung von "feuerfest" als schuldhafter Rechtsverstoß zu würdigen gewesen wäre, kann dahinstehen» Der aus Treu und Glauben hergeleitete Anspruch auf Auskunft soll den Verletzten instand setzen, seinen Schaden zu ermitteln» Da im vorliegenden Falle allenfalls Ansprüche wegen eines kennzeichen-mäßigen, Gebrauchs in Betracht kommen, ist den Vorinstanzen darin Iheizutreten, daß es zur Ermittlung eines daraus entstandenen Schadens genügt, wenn die Klägerin das Ausmaß dieses Gebrauches erfährt» Der weitergehende Antrag auf Auskunft ist daher zu Recht abgewiesen worden»