BGH · Ib ZR 112/62
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Cavalleria rusticana Hat der Inhaber der Urheberrechte an einem Werke der Tonkunst in der Bundesrepublik die Wahrnehmung der Rechte zur mechanischen Vervielfältigung und Verbreitung uneingeschränkt der GEMA übertragen, so umfaßt diese Übertragung auch die Befugnis, zu gestatten, daß in einem anderen Lande hergestellte Matrizen von Aufnahmen des Werkes in die Bundesrepublik eingeführt und hier für die Herstellung von Schallplatten verwendet werden. Die Klägerin wollte Schallplatten mit einem Querschnitt aus der Oper "Cavalleria rusticana" hersteilen« Sie wandte sich zu diesem Zweck im Herbst 1958 an die Beklagte mit der Bitte, das Notenmaterial zur Verfügung zu stellen,, Die Beklagte übersandte ihr darauf einen Revers und eine Rechnung über 1 000,- DM mit dem Zusatz: Die Klägerin sah indessen von der Verwendung des Noten*-materials der Beklagten ab« In der Folgezeit hat sie Schallplatten, auf denen die ganze Oper wiedergegeben ist, mit Hilfe von Matrizen ihres SchwesterUnternehmens, der Decca-London, ausgepreßt« Auch die Decca-London hatte mit dem BIEM Sie hatte die Oper "Cavalleria rusticana" am 9- Juli i960 mit Notenmaterial des Verlegers Sflimp in England auf genommen* die Matrizen hiervon im August i960 hergestellt und am 18„ Oktober i960 der Klägerin Kopien der Orignial-Matrizen übergeben* Die Klägerin hat die Absicht* von der Decca noch eine Matrize in Gestalt eines Tonbandes für eine Stereo*Aufnahme der Oper zu beziehen* Zwischen der Decca-London und dem Verleger besteht ein Vertrag vom 19» April. Die Klägerin hält sich zur Einfuhr der Matrizen und zu dem Vertrieb der danach ausgepreßten Schallplatten für berechtigt» Sie hat sich hierbei namentlich auf Art. VII (2) des BIBM-Normalvertrags, dessen Voraussetzungen erfüllt seien, und auf den Vertrag zwischen der Decca-Bondon und ■Be** 1.) festzustellen, daß der Beklagten aus der Decca-Aufnahme des Werkes ’’Cavalleria rustieana" von und aus dem Vertrieb der danach hergestellten Schallplatten durch die Klägerin keinerlei Ansprüche gegen die Klägerin zustehen, insbesondere kein Anspruch auf Katerialleihgebühr und Schadensersatz; Sie hat geltend gemacht* ungeachtet der Übertragung der mechanischen Hechte auf die GEMA sei ihr die Befugnis verblieben* in ihrem Gebiet* also namentlich in Deutschland* für die mechanische Vervielfältigung des geschützten Werkes und für die Verbreitung von Tonträgern die Zahlung einer sogenannten "Materialieihgebühr" zu'verlangen* Die Vermietung der Noten (des "Deihmaterials") sei eine für den deutschen Musikverlag typische besondere Vertriebsart, durch die das übertragene Hecht zur mechanischen Vervielfältigung dinglich beschränkt sei. Diese Beschränkung, die auch für die von ihr, der Beklagten, vorgenommeno Rechtsübertragung an die GELEA gelte, ergebe sich überdies aus dem Grundsatz* daß die Übertragung urheberrechtlicher Nutzungsbefugnisse ihrem Umfange nach durch die ihr zugrunde liegende Zweckbestimmung begrenzt sei* Nach diesem Grundsatz werde die sogenannte "leihreversbindung11 des Werkes durch die Übertragung der mechanischen Hechte nicht aufgehoben. Zudem sei die Decca-London aufgrund des Vertrags mit nicht berechtigt gewesen, Matrizen mit Aufnahmen der Oper nach Deutschland zu liefern» Die Oper "Cavalleria rusticana" gehöre in England auch nicht zu dem BIEM*-Repertoire. Es hat den Standpunkt vertreten, die Beklagte habe sich infolge der Übertragung der mechanischen Rechte auf die GM der Befugnis begeben, aus der mechanischen Vervielfältigung und Verbreitung der Oper "Cavalleria rusticana" noch irgendwelche Ansprüche herzuleiten. Nach der - von der Revision nicht angegriffenen -Feststellung„ daß kein Vertrag zwischen den Parteien bestanden habe, aus dem sich ein Anspruch auf Zahlung der Notenmiete ergeben könne9 hat das Berufungsgericht zunächst geprüft,, ob die Klägerin durch die Verwendung der ihr von der Decca-London zur Verfügung gestellten Matrizen und durch den Vertrieb der danach gepreßten Schallplatten eine Urheber-rechtsverlctzung begangen,, nämlich in Mittäterschaft mit der Decca-London widerrechtlich in die der Beklagten für Deutschland zustehende und von ihr auf die GEMA übertragene ausschließliche Verbreitungsbefugnis eingegriffen habe» Dies hat das Berufungsgericht mit der Begründung verneint„ die Überlassung der Matrizen an die Klägorinp die an sich eine gewerbsmäßige Verbreitung eines Vervielfältigungsstücks dar-stello, und die Benutzung der Matrizen zur Schallplattenaus-pressung sei zwar nicht aufgrund des Vertrags der Decca-London mit dem italienischen Verleger der nach Abtretung der mechanischen Rechte für Deutschland an die Beklagte keine Verbreitungsbefugnis für dieses Gebiet mehr habe übertragen können, v/ohl aber aufgrund des BIEM-Normal-vertrags, d»h» aufgrund der Rechte zulässig gewesen,, die von an die Beklagte, von dieser an die GEM und von der GEMA an das BIEM übertragen worden seien, von welchem wiederum die Klägerin durch den Normalvertrag das nicht ausschließliche Hecht zur mechanischen Vervielfältigung und zur Verbreitung der Vervielfältigungsstücke in -Deutschland erlangt habe. Die in den Artikeln II (1), VII (2) und XIX des BIEM-Normalvertrags geregelten Voraussetzungen für die Genehmigung der Matrizenweitergabe an die Klägerin durch das BIEM seien nach dem unbestritten gebliebenen Vortrag der Klägerin erfüllt. Die Klägerin habe nicht sittenwidrig gehandelt; denn sie habe von der ihr durch den BIEM-Normalvertrag gebotenen Möglichkeit des Matrizenaus-’ tauschs Gebrauch gemacht, und ihr Vertragspartner, das BIEM, leite seine Rechte über die GEMA von der Beklagten selbst ab. Auch habe die Klägerin keine eigene Aufnahme des Werkes veranstaltet, zu der sie das Notenmaterial der Beklagten benötigt hätte, sondern lediglich die Decea-Aufnahme nachgepreßt, die unter entgeltlicher Benutzung des Notenmaterials von hergestellt worden sei. die üblichen Lizenzgebühren« Besondere, die Sittenwidrigkcit begründende Umstände seien nicht dargetan« Namentlich lägen die Voraussetzungen nicht vor, unter denen die kostenlose Zuhilfenahme technischer Errungenschaften als sittenwidrige Ausnutzung einer üblicherweise zu vergütenden fremden Leistung anzusehen .sei« Den Musikverlegern, denen - wie auch der Beklagten - die auf dem BIEM-Normalvertrag beruhende Gepflogenheit des Matrizenaustausehs bekannt sei., wäre es überdies ohne weiteres möglich gewesen, sich bei der Übertragung der mechanischen Rechte auf die GEMA auszubedingen, daß bei der Einbringung dieser Rächte in das BIEM die Belange der Verleger in Ansehung des für mechanische Aufnahmen benötigten Notenmaterials in der von der Beklagten gewünschten Weise gesichert wurden« Dies sei aber nicht geschehen« 1, Dem Berufungsgericht ist darin beizutreten, daß die Ansprüche der Beklagten, denen die Klägerin mit den beiden Anträgen der negativen Peststellungsklage entgegentritt, auf die von der Beklagten und auch von der Revision in erster Linie geltendgemachteh urheberrechtlichen Gesichtspunkte nicht gestützt werden können* Allerdings kommt es für die urheberrechtliche Beurteilung dieser Ansprüche nicht, wie das Berufungsgericht angenommen hat, auf die Befugnisse der Decca-Iondon, insbesondere nicht darauf an, ob und weshalb die Decca-London berechtigt war, die von ihr in England hergestellten Matrizen oder deren Kopien der Klägerin zu überlassen* Da die Auswertungsrechte hinsichtlich der Oper "Cavalleria rusticana" geographisch aufgespalten sind und für England und Deutschland in verschiedenen Händen liegen, ist vielmehr für die Ansprüche, welche die Beklagte gegen die Klägerin wegen der Herstellung und Verbreitung mechanischer Vervielfältigungsstücke in Deutschland erhebt, die Rechtsstellung der Beklagten in Deutschland entscheidend. a) Die Beklagte hat den überwiegenden Teil der urheberrechtlichen Befugnisse, die sie durch die Verträge mit und für eine Reihe von Ländern, u-a. Eigene urheberrechtliche Ansprüche gegen die Klägerin kann sie danach nur aus Rechten her-leiten, die ihr nach Abschluss des Berechtigungsvertraganoch verblieben sind, aa) Von der Übertragung an die GEMA waren außer dem hier nicht in Betracht kommenden Bühnenaufführungsrecht (§ la Abs. 1 des Vertrags) die sogenannten graphischen Rechte, d.h. die Rechte nicht erfaßt, die in den der Beklagten vorbehaltenen Gebieten, also auch in Deutschland, die Vervielfältigung und Verbreitung des Notenmaterials zu dem Gegenstand haben, Diese Rechte erstrecken sich zwar auf jede Verwendung von Notenmaterial innerhalb jener Gebiete, gleich, ob das Material käuflich oder mietweise abgegeben wirdc Die Beklagte muß daher als Inhaberin der graphischen Rechte beteiligt werden, wenn für eine Aufnahme des Werkes, die der Herstellung mechanischer Vervielfältigungsstücke dient, in Deutschland Notenmaterial benutzt werden soll. -inLJJeütsöKländ^he^geitelltefr jSdhällplatt em der Oper "Cavalleria rusticana" überhaupt kein Notenmaterial verwendet, sondern die Schallplatten mit Hilfe von Matrizenkopien gepresst, die in England nach einer dort veranstalteten Aufnahme des Werkes angefertigt worden waren. bb) Mechanische Rechte, aus denen sich Ansprüche gegen die Klägerin ergeben könnten, standen der Beklagten nach dem Abschluß des Berechtigungsvertrags mit der GEMA nicht mehr zu. Zu den Rechten, die der GEMA in dem Vertrage zur Wahrnehmung überlassen waren, gehörten nach § t h die mechanischen Vervielfältigungs- und Herstellungsrechte, die sich auf die Übertragung von Werken der Tonkunst mit oder ohne Text auf Vorrichtungen, die der mechanischen Wiedergabe dienen, be-ziehen. Beklagten auf die GEMA gelte nur für solche mechanischen Vervielfältigungsstücke9 die mittels einer in Deutschland (oder einem sonstigen der Beklagten vorbehaltenen Gebiet) veranstalteten Aufnahme des Werkes angefertigt werden, und sie gestatte daher nicht das Pressen von Schallplatten nach Matrizen, die aus anderen Gebieten nach Deutschland eingeführt worden seien0 Diese Auffassung der Revision, nach der die Beklagte ungeachtet der Rechtsübertragung auf die GEMA die Benutzung aus England eingeführter Matrizen zur Herstellung von Schallplatten in Deutschland aus eigenem Recht untersagen konnte, würde voraussetzen, daß die nach Gebieten aufgespaltenen mechanischen Rechte im Falle ihrer Übertragung in einem dieser Gebiete nochmals nach dem Herstellungsort etwaiger Vervielfältigungsstücke - hier der Matrizen - aufgespalten werden müßten, die für eine in dem Gebiet vorgenommene weitere Vervielfältigung gebraucht werden«, Für eine solche zusätzliche Aufspaltung bietet der Berechtigungsvertrag, der als Formularvertrag über den Bezirk des Berufungsgerichts hinaus Anwendung findet und dessen Auslegung daher in der Revisionsinstanz frei nachprüfbar ist (BGH GRUR 1962, 370, 375 - Schallplatteneinblendung), keine llandhabeo Diese Aufspaltung stände auch im Widerspruch mit den Vorstellungen der beteiligten Verkehrskreise, wie sie für die Ausübung der mechanischen Rechte im zwischenstaatlichen Rechtsverkehr in den Bestimmungen des BIEM-Normalvertrags zu dem Ausdruck gelangt sind» Rach diesem Vertrage ist es nämlich dem Fabrikanten ausdrücklich erlaubt, Verbreitungsstücke nach Aufnahmen von Dritten herzustollen (Art\ III) und Aufnahmematrizen Dritten zur Verfügung zu stellen (Art«, VII 1, 2), ohne daß es darauf ankäme, wo die Aufnahme stattgefunden hat oder wo die Matrize angefertigt worden ist„ Diese Regelung spricht dafür, daß in den mechanischen Rechten, die der seinerzeit dem BIEM angehörenden GEMA, durch den Berechtigungsvertrag überlassen wurden, auch die Befugnis einbegriffen war, die Verwendung ausländischer Matrizen zur Herstellung von Schallplatten in der Bundesrepublik zu gestatten. Eine solche Auslegung rechtfertigt sich auch nicht., wie die Revision meint, aus dem Grundsatz, daß der Umfang der Übertragung urheberrechtlicher Nutzungsbefugnisse im Zweifel durch die dem Vertrage zugrunde liegende Zweckbestimmung begrenzt wird (BgH GRUR 1959* 2oo - "Der Heiligenhof")» Der Zweck einer Übertragung der mechanischen Rechte für ein bestimmtes Gebiet ist darin zu sehen, dem Erwerber die Wahrnehmung aller dem Übertragenden zustchenden Befugnisse zur mechanischen Vervielfältigung und zur Verbreitung mechanischer Vervielfältigungsstücke des geschützten Werkes in diesem Gebiet zu ermöglichen,, Es ist nicht ersichtlich, inwiefern aus diesem Zweck eine Beschränkung der übertragenen Rechte nach der Richtung gefolgert werden könnte, daß für eine in dem betreffenden Gebiet vorgenommene Vervielfältigung und Verbreitung nur Aufnahmen des Werkes benutzt werden dürfen, die in diesem Gebiet stattgefunden haben. Es trifft daher nicht zu, daß, wie die Beklagte geltend macht, die Übertragung der mechanischen Rechte auf die GEMA insofern einer dinglich wirkenden Beschränkung unterlegen habe, als die übertragenen Rechte nur unter Beachtung einer zugunsten der Beklagten bestehenden "Leihreversbindung", doh„ nur unter der Voraussetzung hätten ausgeübt werden dürfen, daß für die Herstellung und den Vertrieb von Schallplatten in Deutschland das von der Beklagten zur Vermietung bereitgehaltene Notenmaterial benutzt, zu demindest aber ein der Materialgebühr entsprechender Betrag an die Eeklagte gezahlt werde® Für eine derartige Überordnung der graphischen über die mechanischen Rechte fehlt es an jeder rechtlichen Grundlage» Wie hieraus folgt, irrt die Revision, wenn sie ausführt, der GEMA sei in § 1 h des Berechtigungsvertrags nicht das Recht der gewerbsmäßigen Verbreitung von im Ausland hergestellten Matrizen zur Herstellung von Tonträgern in Deutschland übertragen worden» Das Recht, solche Matrizen nach Deutschland einzuführen, - worin das Berufungsgericht zutreffend die Verbreitung eines VervielfältigungsStücks erblickt hat um danach in Deutschland Schallplatten auspressen zu lassen, ist vielmehr mangels gegenteiliger Abreden in den der GEMA für Deutschland übertragenen mechanischen Hechten enthalten» Die Beklagte ist daher nicht mehr befugt, die Einfuhr von Matrizen und die Herstellung von Schallplatten mit Hilfe der eingeführten Matrizen in Deutschland unabhängig von der GEMA aus eigenem Recht zu untersagen» b) Sie kann eine solche Befugnis aber auch nicht aus den ihr von der GEMA im Rechtsstreit erteilten Ermächtigungen ableiten» Dabei kann auf sich beruhen, ob oder inwieweit die von der GEMA abgegebenen Erklärungen ihrem Wortlaut nach für die Geltendmachung jener Ansprüche durch die Beklagte ausreichen würden«, Denn auch der GEMA stehen urheberrechtliche Ansprüche gegen die Klägerin nicht zu« Die Rechte der GEMA sind von dieser in das BjjEM eingebracht worden, von dem wiederum die Klägerin durch den BIEM-Normalvertrag das nicht ausschliessliche, im übrigen aber inhaltlich gleiche Recht zur mechanischen Vervielfältigung und zur Verbreitung von mechanischen Vervielfältigungsstücken des BliClt-Eepcrtoires und damit auch der Oper "Cavalleria rusticana" in Deutschland erlangt hat» Auf Grund der letztlich auf die Beklagte und die GEMA zurückgehenden Kette von Rechtsübertragungen war nach alledem die Klägerin befugt, in Deutschland mit Hilfe von im Ausland angefertigten Matrizen Schallplatten dieser Operdierzustellen und zu verbreiten, ohne daß hierdurch urheberrechtliche Befugnisse der GEMA verletzt werden konnten» An dieser Rechtslage würde sich auch dann nichts geändert haben, wenn das BIEM die mechanischen Rechte, die es von der GEMA erworben hatten, anläßlich des Auscheidens der GEMA zu Ende des Jahres I960 wieder auf die GEMA zurück- übertragen hätte® Das Berufungsgericht hat aufgrund des insoweit unwidersprochen gebliebenen Vortrags der Klägerin (Schriftsatz vom 29® März 1962) und der von der Klägerin vorgelegten Anmeldekarten 2048 bis 2053 rechtlich einwandfrei festgesteiltp daß die Klägerin die Verwendung der Matrizen der Decca-London für die Herstellung von Schallplatten der vollständigen Oper am 8» Juni 1961 der GEMA angezeigt und daß die GEMA daraufhin eine dem Art. XIX Abs® 2 des BIEM-Normalvertrags entsprechende Lizenzeinzeichnung vorgenommen hat, durch welche die Zahlung der an die Beklagte für die Übertragung der mechanischen Rechte zu entrichtenden Lizenzgebühren sichergestellt wurde., Auch die Revision zieht nicht in Zweifel, daß diese Anzeige erstattet und von der GEMA in der angegebenen Weise registriert worden ist® Sie wendet sich lediglich dagegen., daß das Berufungsgericht die Anzeige als eine solche im Sinne des Art® XIX des BIEM - Hormalver- c) Auf die vom Berufungsgericht eingehender behandelte Frage, ob die Decca-London ihrerseits aufgrund des auch von ihr abgeschlossenen BIEM-Normalvertrags zur Versendung der von ihr hergestellten Matrizen nach Deutschland berechtigt war, kommt es nach dem Vorhergehenden nicht an» Das gleiche gilt für den damit zusammenhängenden Vortrag der Revision, die Herstellung der Matrizen in England sei durch jenen Vertrag nicht gedeckt gewesen, weil das Werk für England nicht zu dem BIEH-Repertoire gehöre, sondern dort, wie die Beklagte im ersten Rechtszug behauptet habe, für den dem BIEM nicht angeschlossenen Verleger AfllHHHV geschützt sei.» Wie indessen die Revision selbst nicht verkennt, würden sich aus diesen Vorschriften nur dann Unterlassungsund Schadensersatzansprüche der Beklagten ergeben können, wenn öi-e Klägerin zur Schallplattenherstellung in Deutschland im Hinblick auf urheberrechtliche Befugnisse der Beklagten keine im Ausland hergestellten Matrizen verwenden dürfte,