BGH · Ib ZB 15/66 vom 19.10.1966
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Auf die Gegenvorstellungen des Berufungsklägers wird der Beschluß vom 19« Oktober 1966 dahin berichtigt, daß in Abs.3 Satz 2 der Gründe die Worte ’’gemäß § 547 Abs.3 ZPO” entfallen. Oktober 1966, gegen den der Antragsteller und Berufungskläger Gegenvorstellungen erhoben hat, beruht auf einem offensichtlichen Versehen, das im Wege der Berichtigung behoben werden kann; denn die angeführte Vorschrift ist durch Artikel 2 Nr. 5b des Gesetzes zur Änderung von Wertgrenzen und Kostenvorschriften in der Zivilgerichtsbarkeit vom 27. Die Unzulässigkeit der sofortigen Beschwerde ergibt sich allein schon aus dem die Statthaftigkeit der Revision regelnden § 545 Abs. 2 i.V. mit § 238 Abs. 2 ZPO; das hat das Reichsgericht in ständiger Rechtsprechung (RGZ 74, 365; RG JW 1930, 141) schon zu einer Zeit angenommen, als eine dem aufgehobenen § 547 Abs.3 ZPO entsprechende Vorschrift noch nicht in die Zivilprozeßordnung aufgenommen war. Ist die Revision schon nach § 545 Abs. 2 ZPO nicht statthaft, so kann auch ihre Zulässigkeit nicht durch die Vorschrift des § 547 Abs. 2 begründet werden, wonach ’’ohne Rücksicht auf den Wert des Beschwerdegegenstandes" die Revision stattfindet, insoweit es sich um die Unzulässigkeit der Berufung handelt; denn diese Vorschrift setzt", wie sich aus ihrer Stellung im Gesetz ergibt, zu ihrer Anwendung voraus, daß nicht schon die allgemeinen Vorschriften des § 545 ZPO der Zulässigkeit der Revision entgegenstehen (RGZ 74, 365). November 1964 hat sich an dem Rechtszustand, der in der Rechtsprechung des Reichsgerichts seinen Niederschlag unter allgemeiner Billigung des Schrifttums gefunden hatte (Stein/Jonas/Schönke, ZPO Aus den Unterlagen ergibt sich auch nichts darüber, daß entgegen der Tendenz des Entwurfs zur Entlastung des Revisionsgerichtes durch den Wegfall einer nur klareteilenden Bestimmung eine bisher nicht statthafte Revision - und damit auch eine sofortige Beschwerde - eröffnet werden sollte. Danach kann der Berufungskläger aus dem Wegfall des § 547 Abs.3 ZPO nichts für die Zulässigkeit seiner sofortigen Beschwerde herleiten; im Verfahren der einstweiligen Verfügung sind vielmehr auch weiterhin Urteile, welche die Berufung als unzulässig verwerfen, nicht revisibel (so auch Baumbach/Lauterbaeh, ZPO 29.