BGH · I ZR 1/80 vom 26.03.1980
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Gamm und die Richter Alff, Dr. Merkel, Dr. Zülch und Dr. Piper am 26. der Zivilsenate des BGH ist einem VollstreckungsSchutzantrag in der Revisionsinstanz regelmäßig der Erfolg zu versagen, wenn es der Vollstrek-kungsSchuldner versäumt hat, im zweiten Rechtszuge die ihm aus einer möglichen Vollstreckung drohenden Nachteile mittels eines Vollstreckungsschutzantrags nach §712 ZPO geltend zu machen (BGH Beschluß des II. Nach dem angeführten Beschluß des Kartellsenats bleibt eine Einstellung der Zwangsvollstreckung nach §719 Abs. 2 ZPO auch in diesen Fällen, in denen von der Möglichkeit des § 712 ZPO kein Gebrauch gemacht worden ist, Jedenfalls dann zulässig, wenn-einer solchen Antragstellung nach § 712 ZPO erhebliche Hindernisse entgegenstanden. Solche Hindernisse können nach Auffassung des Kartellsenats, wie dieser auf Anfrage verdeutlicht hat, nicht nur darin bestehen, daß der nicht zu ersetzende Nachteil erst nach dem Schluß der mündlichen Verhandlung in der Tatsacheninstanz hervorgetreten ist oder früher nicht glaubhaft gemacht werden konnte; darauf hat, wie die Verwendung des Wortes "insbesondere" zeigt, auch der II. Ferienzivilsenat in seinem Beschluß vom 25.8.1978 (aaO) die Einstellung der Zwangsvollstreckung nach § 719 Abs. 2 ZPO nicht beschränkt. So kann, worauf der Kartellsenat hingewiesen hat, eine Antragstellung nach § 712 ZPO unzu demutbar sein, wenn sie ihrerseits dem Vollstreckungsschuldner einen schweren Nachteil zufügen würde. Dann war es ihr aber unzu demutbar, allein im Hinblick auf die bloße Möglichkeit eines etwa ungünstigen Prozeßausgangs in der Berufungsinstanz noch vor Erlaß des Berufungsur-teils ihre internen wirtschaftlichen Verhältnisse dem Gericht zur Begründung eines Antrags nach § 712 ZPO darzulegen und damit auch der Widerklägerin, ihrer schärfsten Konkurrentin offenzulegen.