BGH · I ZR 87/70 vom 04.11.1970
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Dem Kläger wird als Revisioaskläger für die Keviaionsinstanz das Araenrecht bewilligt. Gegen die Ausführungen des Berufungsgerichts bestehen bereits insoweit rechtliche Bedenken, als das Berufungsgericht die am Schluß der mündlichen Verhandlung unter Beweis gestellte Behauptung des Klägers für unerheblich hält (BU 6), die Beklagte habe ihn tatsächlich nur an Baustellen eingesetzt, auf denen Lastkraftwagen mit Anhänger nicht hätten verwendet werden können. 7/8) dargelegt, daß der Auftraggeber nur dann den Einsatz von Lastwagen ohne Anhänger vereinbaren werde, wenn der Auftrag aus besonderen Gründen nicht mittels eines Lastzuges durchgefUhrt werden könne. Das Revisionsgericht hat deshalb hervorgehoben, daß der blöde Umstand, daß der lästernehmer nur einen Triebwagen ohne Anhänger besitze, nicht genüge, um die Annahme einer Vereinbarung nach § 4 LVO zu rechtfertigen. nicht den Fall, in denen nach der Art des Auitr&ges insbesondere wegen der tatsächlichen Beschaffenheit der Baustelle ein Einsatz von Lastwagen ait Anhängern nicht in Betracht konst* Ist die Durchführung des Auftrages ait Lastzügen wegen der Beschaffenheit der Baustelle nicht Möglich, dann kann eine Vereinbarung nach § 4 LVO auch dann anzunehmen sein, wenn der Unternehmer nur einen Triebwagen ohne Anhänger besitzt.