BGH · I ZR 60/52
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
2 üL0?2dl05 , 108:der Allgemeinen Verfrachtungshedinguhgen.für;die Stromgebiete der Elbe und der Havel, in der Passmag vom t\' u ianu&r 1936 (ATS/ : 21 lAußebgewöhnliohe Ko steh pidie im Zusammen-5' Vllvillv;:' hang mit der Beladung oder nährend der Reise durch unverschuldeten Eingriff von J i hoher Hand erwachsen., gehendzu;Lastentderl Vertragspartei, in deren Sphäre sie ent-d s üehenr EichtetTsich der Eingriff gegen fl I Hie Ladung, so Aiat;; im'Zweifel1 der; Befracli-'V::' ■5 ^:'r— 2 ter die Kostend dddvftvvllhr gv Aktenzeichenj''dl ZR 60./52 v;-f f f drddv/:.. - Frozeß bevoIlmächtigier: rRecht'sanwalt hat der Erste Zivilsenat;des Bundesgerichtshofs auf dieth|i mündliche Verhandlung vom .18» November 1952 .unter Mit-, .reu Wirkung der .Bundesrichter Prof cO tros Lmaenmaier „v, b'o Die Revision der'Klägerin gegen das'';'Urteil"5des":l.::ff 1 . terte die Klägerin vcn der Beklagten eins fvon Id er -fFe Benin-lttt;! here ohne t elder ^Klägerin unter 15c7»1950 insgesamt 6l Tage Liegezeit in Y/lf—BMHpi und BMHM zu ffje66 DM mit /ff026„- DM und verlangte ferner für kleinere Kosten und Dampf kosten von Y/i BMMWfpB nach' Schecklvoh“- äerjffpff Beklagten ■ eingelöst werden und das Bargeld bei der Be kJ ag- ten-ins Depot gehen:solle mitfder ‘Weisung, daß der Betrag der Klägerin monatlich'durch Bankauszug nachznvcireo sei und die-Beklagte nicht; berechtigt sein^solie f : darüber v; daß durch richterliches Urteil eine ;VerfüguhgTdarüber ergehet Mit der Klage verlangt die Klägerin Rückzahlung des für 11 Liegetage Kt berechneten Entgelts von 1 056 DM reibst Zi-neen mit der Begründung, daß die Beklagte um diesen Betrag ungerechtfertigt auf ähre Kostenvbe-o reichert sein:Sie, die Klägerin,-sei nicht;verpflichtetv gewesen, diesen Betrag zu zahlen, .vielmehr «tragerdie.:Be-u t ihren Anspruch auf Entgelt■■ für.:"die Liegezeit aufrecht» Klage abgewiesen» Mir o der Revision verfolgt die Klägerin die Verurteilung der Beklagten nach dem Klageanträge. den Parteien geschlossenen ^Vertrag als Gesamtverfrachtungo;^ im Sinne des 6 27 BSchiffG, § 10 AVB und die von der Klä-i# gerin geleistete’: Zahlung; als Zahlunglunfer5Vorbehalt behänd eo i haben»/Die Schlüssigkeit;desbauf/Rückzahlung oder nichtif Msuiff h Berufungsgericht hat die Zahlungspflicht der Klägerin aus ’ § "41 llos 5 - der/ AVB /hergeieit^ ff äafe'ff'f^ifff Zeitaufenthalte? / Gegen diese Begründung wendet sich cdie "Revision und uw -hält die"'Vorschrift des /’§" g-l f/;/Vp!pAVBf^^ Die":Auslegung- dieser Vorschriffeistiinflerf Eevis^^ nachprüfbar «.--Die AVB s teilen-/: allgemein ..normativ f estgeleg- ;:-te Vertragsbed ingungen für wine / Vielzahl •, von-Verträgen dar f denen die ; Par Leien/ sich unterworfen habehi Ihre’fBe st immun-;f gen tragen also nicht den Charakter vertragticher Verein-/ f barungen,•’ sondern den einer Eeehtscrdnung; ■ die auch an.sse.r-halb des Bezirkes des Berufungsgerichts Anwendung/findet L / und daher der freienLWürdigung-fdes-fRevisionsgerichts ün-f t terliegto Auf die Belange der an ihrer Passung beteiligten Wirtschaftskreise kommt esfdabeifhurfihsöweit-an, &L s sc e f in dem Wortlaut einen eindeutig/ erkennbaren'■■■Aüsdruckäg'e- / funden haben« /Ent sprechendef Grund sä tzel/hät 1 der f erkennende/ /Senat bereits in denfEnt schei^ungentBüHZ :Bfltlp S 83 und y Bd 5, ' S 111, ■ zu dem 'Ausdruck fgebräöhtIf/Mf Ein solcher willkürlicher Akt, der ausserhalb jeder Regelung lie der die Schiffahrt regelmässig unterworfen ist, lässt siclf einer legal ausgeübten Zollabfertigung nicht gl eichsetz er,;. Es kommt hinzu,- daß 41 Abs V AVB nur .einen Anhalt für ; die Berechnung der Löschzeir gibt und daher als Grundlagei für eine ZahlungspflK’h fc der Klägerin nur in Verbindung der Feststellung einer Überschreitung der Löschzeit herangezogen werden kann» Das Berutungogericht hat aber die Lauer dar Löschzeit und ihre Überschreitung nicht geprüft,! Mithin handelt es sich bei dem Klageanspruch nicht on ein Liegegeld im Sinn'e der §§ 30, 49 Binnenschiff:, fahrtsGesetzes, sondern um eine Eni Schädigung für die Vor hal tuag des Schliffes ,und ’ der Besatzung während des Aufenthaltes in Wittenberge» Ein solcher Anspruch der Beklagten auf Entgelt für den Aufenthalt begründeta-Es -mag dahin-' gestellt bleibenyuob einetZahiungspflicht: der Klägerin für:, den'behördlich"ähgeordneten Aufenthaltfhereiis aus dem f| etwas unklar gefassten § 28 cÄTOlhergeleitet /werden kann//ff i Denn in d 1 eser Vorschrift /kommtnjedenfalls der Gru.nd.satz zu dem Ausdruckyflaß-%üssergewöhnlichefKostenf idle im Zusammenhang mit der Beladung durch Verzögerungen und /Eingriffe; vor: hoher Hand verursacht werden, vom Befrachter getragen ..werden arassen/ffD^^ des § 68 AVB, 1 | abgegolten, -Richtet sich/ aber, wie im-vorliegenden■Falle -festgestellt ist, der.behördliche Eingriff gegen die Ladung als solche, so sind ; di ep hi er durch entstehenden. Penn selbst wenn hie Anhaltung des Schiff es ■:eineftder hier auf geführ-t ten' zufälligen allgemeinen Störungen gleichgesetst weryme^ den sollte, so"'' Hat; doch die Klägerin von der ::ihr ::nachge-u lassenen Kogl imkej t, sien ihrer Verpf iü chrimg aus dem Prachtvertrage • für die'mBauervtder Storung .fürienihöbenfzu ■ t e rkl är ent kei nen 6 e braue h gemacht 1 '■% hr ei nacht tägliche ■ : 'Die demgegenüber aus *§§ 104 9 \ 105 ’AVB folgende rauto-s ; raatische Borndifc,u'ir des Frachtvertrages durch den einem Zufall gleichzusetzendenpRückfährtiefehl der Besätzungs-cv behörde kann äem";Verfrachterhdehnbefeitsfvor diesem Zeit-punk t begründ eten Anspruch auf 7 e f gut ühg des ; Auf eh thal t e s t in Wittenberge'hichttnehmend Denn die 'ihpWflHHjMH^^ leistete Betreuung der Ladung im Schiffe "gehörte zur ord-nungsraässigeri 'Abwickelung des"‘spater;:aufgelösten^Fracht-i t ;er I-cages und. . Der fleh ge rin scheine^, wie ihre Berufung auf die Ge- zeigt, die -Grundsätze der Haverei vorzuschwebenIhrer Anwendung steht aber schon die Feststellung des Berufungsgerichts entgegen, daß sich die Maßnahme 'der Be-satzurgsbehörde allein gegen 'die Ladung, nicht aber gegen das Schiff .gerichtet habe» Yen einer Gefahrengemeinschaft wie sie die Haverei voraussetzt,kann daher. Die Revision der Klägerin gegen das Urteil des 6» Zivilsenats des Hanseatischen Oberlandesgerichts zu Hamburg vom 21» Februar 1952 wird zurückgewiesen. November 1952 Der I» Zivilsenat des Bundesgerichtshofes Lindenmaier Birnbach : Krüger-Nieland Benkard Bock 1 '