BGH · I ZR 22/50

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Leitsatz / Zusammenfassung

hat der nundesgerichtsliof, Verhandlung vor:: 2 i«e oruar Zivilsenat, aut die nündlicue un ter I.itwirhung dee nundes Lindernnaier und der Bundesricliter Heiden nr der Bel.legten mit, das:, sie auf Inordnung des YZ1* 1000 to falzmaterial an die Bellagte ab zureben habe; Die .Lieferung erfolge nicht auf Grund der der Behlagten behannten er:, ten a oren Zusammensetzung sie der ehlagten noch oenannogeoe •d gte hat der l.l"gerin ihi •talil und der 81 chreiben hat die Illärerii Jö Januar 1947 mit -er Beststellung be antwortet, dass die nief-run/; lern hat die Beilegte in einem hrief vom 8, Januar 1947 zuge- stimmt o Jn der hol; e zeit hat die Be klar to in einem Brief vorn 700 to geschaffen sei und der hlhierin im bruar 1947 mitreteilt, dass sie sicli nach u erhalten habe Die ric>erin: list die Schreiben der Bilgerin vom 16* Januar und Lie hat der Beklagte? s barken _nanspruchnckme fur die V.iederins taiid.setsung von Brücken und j. in aer nage gewesen cue Verladung an die Beklagte so vorzunehmen, wie sie dies beabsichtigt ha.be«> aucu o mm blecke zu liebern hierauf hat die Beklagte der hugust 1947 geantwortet, sie sei über die Ul b teilungen der Klägerin erstaunt; nachdem die klügerin bej den früheren Verliand.lungen eklagtc die Ilägerin im honet Oktober 1947 neck 2 mal an die Lieferung gemahnt hatte, hat die Ll::gerin der bohl am ten am 21 run^sumStellung hat die rifgerin am 7*, 9«•und 13 i c* ohne An gäbe von Gründen an die IA1A gerin aurüc kgchen lassen.Am juii 1948 hat die rla-gcrin der hat die fehl agre nit dem Zusatz M sie verweigere die Ibernahre sämtli eher .aggons und tra .und die Beklagte deshalb zur b~ dadurch stillschweigend aufgehoben worden, dass sie die rno Auch habe ihn die Klägerin im Oktober 1947 durch einen Anrestell- ae egriindung, die kl'gerin habe sie durch freu und Glauben, das*5 für die le der Widerklage, dass die Klägerin ihr die nzoen i.afcen von ihr Landgericht in Bissen hat die beklagte durch d Juni 1949 unter k.bv/eieung der ..iderklege zur Zahlung von 39 880,42 fck verurteilt. Oberlandesgeri cht in Hamm hat die klage durch ein Urteil vom 50» Januar 1950 abgev/ie- und die Klägerin nacii her Antr.-ge der Widerklage verur- die richtet sich die Revision der .iederherStellung des landgerichtlichen Urteils erstreb Die Beklagte bittet um Zurückv/eisung.der Bevision i t ‘ ie ch t d a r auf hin, dass das kehreioen der Da auch der rreis in dem dass ]eklagte das Ingebot der Klägerin, in ihrem schreiben vom 27«, Dezember 1946 annahm• Da die Beklagte auch auf die im Schrei die be 700 to Walzma Vertragsange der-Klägerin vor, weil die Klägerin sich für diese 700 die Bekanntgabe der Zusammensetzung des Materials Vorbehalten hatte.. die Beklagte in ihrem Delireiben vom 6» Berufungsgericht hat aber seine Ansicht, dass cxxe Klägerin sich der Lest?nii-ung dass die Bla Zu- ge rin der Beklagten - nicht nur die rund 289 to, über c sei;mensetzung die Karteien sich geeinigt hatten, sondern darüber hinaus auch auf die 700 to, deren nähere Bestimmung zunächst Vorbehalten geblieben war, Lieferungen gemacht hat* Die Bl gerin ha t der Beklagten-ui xq -to die nur durch dar: Schreiben der Beklagten vom 6 lang oe, sich nicht darauf berufen, dass sie zu weiteren Lie- icrungen wegen des Fängers einer n^igung über die Zusammen Setzung der 700 to nicht verpflichtet Sic hat weder bei dieser Gelegenheit noch in der Folgezeit ihre Verpflichtung zur Lieferung der vollen 1000 to in Zweifel gezogen» Bis die Heilagte ern darüber ausgesprochen, dass sie sicn “nicht mehr genau an die Feldungen halten könne’’* Fit den ’’Feldungen" können-nach Lage der I ache nur die ingaben gemeino ein , die sie dem VRT-! sie sich den von der Beklagten in ihrem lehreiben vom 6, Februar 1947 getroffenen Bestimmungen still schweigend gefügt hat* Biese Bestimmungen beruhten auf der die die Beklagte bei ?hren Besprechungen mit dem ::te llen über ihr Fa die Tats ache, dass .isenhandel erzielt hatte, und gingen Fitteilungen zurück, die die Blagerin diese aterial gemacht hatte* Bis auf füllig kann die Blage rin sich den in dem Bel: reiben der Beklagten vom 6 lb gerin sich durch den von Hires Briefes vom 19» Dezember 1946, dass sie den Ve: er die Lieferungvon 1000 to Halzmaterial geschlossenen Vertrag wirksam und verbindlich ansieht, hat es die Klägerin als rreu und Glauben ist nicht zulässig« dass, der Gläubiger Ansprüche geltend macht, die die Gegenseite nach dem früheren Verhalten aes Gläubigers als erledigt an sehen durfte, u.no. steht HGZ 58, 556; 170, 205)» Das tut die Klägerin nach den Peststellungen des Berufungsgerichts, wenn sie von der Be— Uber die Lieferung der 1000 to Y/alzm'terial nur widerstre- v: eil sie sich den '.'ansehen des V! ten Kenge geliefert und sich trotz aller Hahnungen dei klagten monatelang untätig vernalten, um nach der Lieferung /vrnai ‘Son iaoe sie die. I Inderin eine Erfüllung dee Vhrtnges icht zu erreichen sei, und dadurch veranlasst, weitere Versuche, die Klägerin zur Liere- e 1:1 agte sei von der J.ussichtslosigkeit aller Versuche, die Klägerin nur Lieferung zu bewegen, eo feet überzeugt gewesen. sie es unterlassen habe, von dem ihr nach < der Klägerin far nicht erforderlich gehalten habe• Lieferung von o Waggons nach der dährungsr form gegen freu und Glauben verstesst, so bann dem aus -icchts gründen nicli en o{ e- enge treten werden« Las Verhalten der gorin erfüllt alle Voraussetzungen, die nach der hochtsrr crung des lleicksgerichts erfüllt sein müssen, wenn d "Jas Berufungsgericht stellt tatsäe.Lrieil fest, dass die Klägerin die Beklagte durcli ihr Verhalten ir- den Glauben versetzt hat, die Klägerin sehe den Vertrag auf Lieferung .eilt zu erklären Bas hat nach den getroffenen Feststellungen auch die gewesen, dass die Beklagte nur wegen ihres eigenen Verhaltens gons Walzinaterial ].urz vor und unmit telbar nach der .Ablauf der Frist für den Kücktritt nd rechtliche Ansthnde nicht zu erlieben Klägerin ist in der Zeit vor der Währungsreform von d füllung ihrer Lieferpflicht in einer Form entzogen, die das .Berufung} gericht i: it Macht als Ausdruck einer 'Tichtaclitung gewürdigt hat,» Die Erwägung, dass die beklagte e r f ill len hatte, hat sie nicht zu einer Änderung ihrer Haltung veranlassen u werden, cl as s sie auch ihr e r sei uc ur die Allgemeinheit wichtige ui gaoon zu chlessigt hat• Las Berufungsgericht konnte es deshalb al Leiche n un zula s s ig Aigensucht werten, dass die Klage- da; s sie das Geld r ngesichts der damaligen Sen durch die np: rung seiner eigenen in e? Das hat die ICl’- rer in ns.cn de cu!-:s c-’deii; sie die Beklagte tnrerr. lincktrittsrecn ststellung des Berufungsgerich.ts daau.rcn ggons der Beklagten Abersandt hat, dac die beklagte von aer Treu und Glauben gekennzeichnet hat so is b dies Hiernach musste die Revision der Klägerin mit der ICostenfolge des § 97 ZPO zurückgewiesen werden. Dr. Birnbach gez als Urkundsbeamter der «Gesdiaftsstele des jkmdesgcrichtshofo

Zitierte Normen

Schlagwörter

■dlBerufungsgerichtLieferungKlägerin^

Volltext der Entscheidung

X uebrua.r 1951 t)U c* yvi ' - I'.i \J cl e r Lehretar Geschiftet i a k V o 1 ] ■: * ! Tn aclien • 1 der lima rr-iecncn u Ltahlbtu i ( 'v El Er eri n und Ü. Is v i s i o n s 3:1 äg erin, rozc!'.■ ab e v o 113 rJ.. c h t igtor: l*ieclitsanv.r 1 o r- e g e n die lima B e r g bau lager G e r. c 1 : i *. f t c ± u 11 r e r 1 in i ^ • * vertreten durch ihren V * r.t-. or o el’lagte und belli a Irozor:sbevol U.'.r.chtin*ter: -.eclittanv/al t hat der nundesgerichtsliof, Verhandlung vor:: 2 j. r i cn x ere roi i«e oruar Zivilsenat, aut die nündlicue un ter I.itwirhung dee nundes Lindernnaier und der Bundesricliter Heiden nr n a r n i M \ Birnbach, Wilde, achr.ddt t lx chi erl.anr-o: Bie revision gegen ua: urteil de c* 2. Zivilee nat a de a Oberlandesr<_richtfj in Harm von yO ° d anuar 1950 wird CG ;"* X O — Losten der Ela rer in zurüchgev/iesen 2 tend; Ai.: Ja lire 1946 war d a s Verwaltungsamt far gtahl und Bisen (gfVB) in Düsseldorf bemüht, die Vorräte o cJ.il e.lzerze nr.;; \1 s iei\ in : talil u■'d -,isen zu erfar.sen, umi sie der birtschafi r.u t z b a r u machen. :.m Zuge die a er c u u nr am a a a nar.];:en ord- nc ue e 1 r* rw - c? ck*l j Uc.v, IJ die illUgerin 1000 to balzerZeugnisse an die Verteilu an den bau 1 sollte. hit <jp Schreiben vom 19« Dezember 1946 Bl» 26 d.JL. teilte die liege r~ n der Bel.legten mit, das:, sie auf Inordnung des YZ1* 1000 to falzmaterial an die Bellagte ab zureben habe; Die .Lieferung erfolge nicht auf Grund der der Behlagten behannten er:, ten m Liste Uber Bormeisen und . cliienen: dar: abzuliefernde rate- rial setze o C: vielmehr gemäs’s einer dein ehr eiben beige ügten niste au o ru 208 to j'orir.stahl und 81 to bedienen sov/io weiteren rd. 700 i. u o verschiedener anderer Laterialien, a oren Zusammensetzung sie der ehlagten noch oenannogeoe y. o r • e zu o CD . ■ » T | . Ji o Den /ersand weiv.e sie ras dies tens nach den betrieblich gegebene.!! Löglichl eiten vornehmen. Zur bered nung gelange der m i a r e aer im * * ~ r* -:i, v:ass;-ebende Verbands :rei c* fuss erd ein werde sic der e lar.ter 10 Id .andlungsho o -,* o n 0 "i-: -}j 2. \j i v r r * <“I € V'* C - i ^ i: e z a •: 11 • n. • d c r ] e C veriaa°- r« ^ • o -v>- GO n ...eennung s : 11 e n t. .■ bitte r . ^ 1 ■ c n ^ »w . _ * 1 ..oenen nacn mrer /orläge zu bewarben /ersti'ndnis it de5 ~c e i> •d gte hat der l.l"gerin ihi _ i » I ^ brechnunge- und Zchlungsbed: :igu:igen m:: dem Bemerken bestätigt, da O f' c <a:.e iererung der 208 to form- r •talil und der 81 i/O scziencn ?.n handelsgilte. - \ n normalen aufwrei nr u HersteiiungslUnmen zu erfolgen hr:be und aus gesnrocwen, nass sie uz * . * " o itteilungen der I I gerzn V." * V n der ..•eiteren 700 to eri _l a r ö e. ic : r+ c 4 - chreiben hat die Illärerii Jö 3 in einein Brief vom 2. Januar 1947 mit -er Beststellung be antwortet, dass die nief-run/; s o nd e r n i n 71 0 0 nicht ' n Handelsgüte, 37 und nicht in normalen aufpreisfreien Herstellung^ erfolge, die sie lagern hebe, ±.\ n/:en, sondern in e.en Lunten so dass unter Umstanden auch Langenauipreise in Brage }•:;• men. lern hat die Beilegte in einem hrief vom 8, Januar 1947 zuge- stimmt o Jn der hol; e zeit hat die Be klar to in einem Brief vorn 16 Januar 1947 geschrieben, a s s n a. c h no chma1i g e n Yerk and lnn'*en i t de:?: T' 4 nun auch l.Tarkeit über die restlichen 700 to geschaffen sei und der hlhierin im bruar 1947 mitreteilt, dass sie sicli nach ' i » _ 9 ? vom 6o Be c; = D1V J - 7 r‘'’ und dem ‘v - t I > B i c e nl l a nd e 1 1 • dalii n r.” e : spräche mit inigt habe, doc G.Ci sie ^ v; c- Ci d o. e m Bestände der Klägerin 1000 to alzmatoricl i bestimmten, genau bezeichne Len Lenken u erhalten habe Die ric>erin: list die Schreiben der Bilgerin vom 16* Januar und 6 Bebruar 1947 nicht beantwortet. Lie hat der Beklagte? folgende mengen relieferl: \y~ C.iJ* 22 ± 19 o 1 A r o 17- 25o 7o 22 t Januar 1947 Bebruar 1947 i r-' ir C i B 1947 7 pri1 1947 Bpril 1947 Bpril 1947 Bpril 1947 Bpril 1947 I., a l , i 1 t'.ci 1:J47 54 190 1 :g 19 500 kg 55 300 I" ‘‘-kJ» 51 750 Lg 57 440 Lg 25 720 i .r. -7. 28 430 hC 27 810 Lg 35 654 Lg 15 930 ''-r --C.J 7 060 *1 Tii C-6ii XOi('C’':0.eii konnten hat ‘ 1 og sie m 22o Juli u.nd 19 o hlagerin, obwohl die Bo 1:1 c_» rugust 1947 tin weitere J ® JJk gemahnt hat. nichts; mehr ge I s _!.' b sondern her he 11 a/-ten am 22 .'ugust m i tg e t e i 11, dass s i e \; e r; e n ill " n V» ^ "r1 r uu o c* /ü **. *» r • 0 s barken _nanspruchnckme fur die V.iederins taiid.setsung von Brücken und X c-rgbau.an 1 c ren leider nicli j. in aer nage gewesen cue Verladung an die Beklagte so vorzunehmen, wie sie dies beabsichtigt ha.be«> Sie sei dabei« ein neues Verladepro gramm auxcuE tollen, müsse aber leider mi tteilen. CiGES sj.e ci cn ne nr genau -e.u o v. die leid un g e n halte n k ö n ne. i a a r i ie g e zwung e n g ewe z r | O , grosse beengen in den gemeldeten or- ten für vordringliche Instsndsetzungsarbeiten einzusetzen« wies gelte ganz besonders für formeisen, worin keine Abgaben mehr genaciib werden konnten 1 werc.e c* ie m der Lage sein, noch hlachstahl. üniversaleisen, 4 und 5 um, evtl i . r aucu o mm blecke zu liebern hierauf hat die Beklagte der jÜl: gerin cm 25. hugust 1947 geantwortet, sie sei über die Ul b teilungen der Klägerin erstaunt; nachdem die klügerin bej den früheren Verliand.lungen d.i r* *v i » j.ur c.ie zeuiagxe vorgesehenen 700 to fest urrissen habe hab n sie sei aen fckachtanlagen entsprechend verfügt und hatorialansagen meuaclit > hit \ * e. e m se,inerze 1x festgelegten habcrial werde fe: i.ne b; sie noffe. dass es sich nur um geringe hbweichungen handele, da sie sonst grosse Unannehmlichkeiten : u erwarten habe. <r Tschien a eklagtc die Ilägerin im honet Oktober 1947 neck 2 mal an die Lieferung gemahnt hatte, hat die Ll::gerin der bohl am ten am 21 Tovember 1947 35 640 kg geliefert c* zur V;l:hrunr:sUm- stellung j o b dann l~ eine Lieferung mehr erfolgt, obwohl d:* 5 </<) Bel ichte ser Iingerin am 1^«. februar noch einmal i * * Y/G(.;en ae i,iefcrun^cn unter Hinweis darauf, d C; * • *i C i iw U k.* J oas i..a serial iLir d e n ergba.u eingeteilt Lrbe, geschrieben li.jt Ta.ch de: ..sn- run^sumStellung hat die rifgerin am 7*, 9«•und 13 Ju li 1948 ie einen v.aggon te lift die Annahme die sei JL1 die Hehlarte verladen ' 1 _; 1 c* o 1:1 S> Laggons verwe rt und i c* ohne An gäbe von Gründen an die IA1A gerin aurüc kgchen lassen.Am 15 juii 1948 hat die rla-gcrin der * I n r- ten telegrafiert, die huehse ndung d e *n 5 V. O r* ben sei uiiveratandlieh, die V.aren standen der _uekl8g*cen g-gen Erstattung der Unkosten zur Verfügung h a r au 1 hat die fehl agre nit dem Zusatz M 01 g e M re a n tv; or tet. sie verweigere die Ibernahre sämtli eher .aggons und tra ^‘e 1:eine nosten • * r. 1 r der I.läge verlange die AlAgerin die he Zahlung o.es kauf- oreises der letzten drei Lieferungen mit 39 880,42 k* \ 7 I I . re macht geltend, dass ein fester rauf vertrag über 700 to Aal Zi material zustanäegekoi.nen .und die Beklagte deshalb zur b~ nähme der Lagen verpflichtet sei« Die beklagte verweigert die Ab na!: me d er ■. c.g e n « • n is ü aer nnc icli t r t c l 9 ?* h«. C* 1 ein res rer l.aux v e r t r s r: C_J nicht vorliege. o t en o ^ • • n '■ r» i 11 . j 1n1gu i i g a a r u 0 e r, w r. o a:>.e • -T LI tir an Aalzmatericl über 300 to hinaus liefern sol- Jedenfallö sei der Vertrag w j. o le, nicht zustandegehomrsen s dadurch stillschweigend aufgehoben worden, dass sie die rno ns ug , *•* I’Ver”’ n V.eigerung der Lrfüllung des Vertrages c.ie ohne .nrufung des Gerichts hinge no:, men Labe. Auch habe ihn die Klägerin im Oktober 1947 durch einen Anrestell- -U ten er Hart, dass ie n usser de ^vi O * ft M 21 Tovember gelie f er ten ..alzmaterial nichts mehr lief ^rn werde, ferner 0: 6 hebt die Beklagte cl n Binv/and dur unzulüs siren lie clit saucllbur>r i. 2.; ae egriindung, die kl'gerin habe sie durch i 1 l r verhalten i n den Glauben verhetzt, da € • C O i i den Lauf vertrag; ala erle- digt ansehe C .J IJ verscosse aesnaio i n freu und Glauben, das*5 c* 1 ie jetzt im Widerspruch zu ihrem früheren Vorhalten die- Ab - narre der uletzo geliererten -.agen .verlange Di he 3:1 arte verlangt im W für die le der Widerklage, dass die Klägerin ihr die nzoen i.afcen von ihr i*raen u mi t 3 5;> ? 90 hl. ersetzt« n Landgericht in Bissen hat die beklagte durch d vom 1. Juni 1949 unter k.bv/eieung der ..iderklege zur Zahlung von 39 880,42 fck verurteilt. Da;. Oberlandesgeri cht in Hamm hat die klage durch ein Urteil vom 50» Januar 1950 abgev/ie- t O r-* und die Klägerin nacii her Antr.-ge der Widerklage verur- teilt* Geren dieses Urteil I er:n, di n die richtet sich die Revision der .iederherStellung des landgerichtlichen Urteils erstreb O o Die Beklagte bittet um Zurückv/eisung.der Bevision Bntsche i dun;;sgri nde: * % • Di c --UI assunr des Berufung. -gor ich os , ■ V * i '■ r. t C' ” U. c ^ wischen wen Bar teie n ei* ii recht,cverbindlicher Kaufvertrag über die Lieferung) von 1000 to ic-lz material zustande gekommen ist, gibt zu recht- <* üclien Anständen keinen Anises. Das Berufungsgericht weist ir. i t ‘ ie ch t d a r auf hin, dass das kehreioen der 7 i o er o i • n vo) *! Q Dezember 1946 mindestens insofern ein verbindliches Ver rag sanrebo t e ntlialt, V-- 1 c%_l CJ er. agten den Kauf von 208 to formstahl und 81 to iehienen anbietet«, Dieser I renf. tsnd war in der dein . ngebot beigefügten * .n ? te mit der er forderlichen Genauig 1:ej.t O C! tgelegt. Da auch der rreis in dem ( nfebot genau bestimmt war. konnte der /ertr; g bezüglich d-* e- i C o c\ Teiles des 7. alzmat trials dadurch zustande kommen. dass ]eklagte das Ingebot der Klägerin, in ihrem schreiben vom 27«, Dezember 1946 annahm• Da die Beklagte auch auf die im Schrei die be i der Klägerin vom 2, «Januar 1947 entlial tzliche Be st immun/ • der Li e f e rungs b e d j. ngunge n in ihrem vom 11 Ja nuer 1947 eingegangen ist j- "LE o bezüglich dieses Teiles des Wal zip..* tori als ein verbindlicher Kaufvertrag abgeschlossen wor- d e n c teri bot Dagegen lag bezüglich des Bestes vo1 ca zunächst noch iglici 700 to Walzma Vertragsange der-Klägerin vor, weil die Klägerin sich für diese 700 t-'j die Bekanntgabe der Zusammensetzung des Materials Vorbehalten hatte.. Die Klägerin hat die- vorbehaltene Dngebon über die »* e scaaffenheit aer (00 to auch : • j- ciiAuii sparer nicht gemacht» So iso e° dazu gekommen, d Debruar 1947 s die Beklagte in ihrem Delireiben vom 6» ’ial, dessen Lieferung durch die Klage- 'I erfah- rin sie wünschte, im einzelnen bezeichnet hata Dieses * ren widerspricht den Kaufmännischen Gepflogenheiten und wird de sh.alb im Beruf ungsur teil mit hecht als ungewöhnlich bezeich- net o f Berufungsgericht hat aber seine Ansicht, dass cxxe Klägerin sich der Lest?nii-ung c.er Do Blag ton e ti 11 schw eigene». ge 11-./".t i.)i**. i. .Le i - *1 ♦ M X I'l -l o KJ ich verbindlieh angesehen hat, ausrei eilend begründet * « o weist zutreffend darauf hin. dass die Bla Zu- ge rin der Beklagten - nicht nur die rund 289 to, über c sei;mensetzung die Karteien sich geeinigt hatten, sondern darüber hinaus auch auf die 700 to, deren nähere Bestimmung zunächst Vorbehalten geblieben war, Lieferungen gemacht hat* Die Bl gerin ha t der Beklagten-ui c? imia 22. v&i 297,600 to <Vr.lz~ . 8 - Ö mo. oeri a 1 geliefert 'V-- von entfielen e ov/?. xq -to die nur durch dar: Schreiben der Beklagten vom 6 ■uf d ?. ° (00 t;-: Februar 1947 näher gekennzeichnet waren* Y01 ■> n u iem not t die Klägerin dar. JU aber * als die Beklagte die Lieferung weiteren F ot; .l ver- lang oe, sich nicht darauf berufen, dass sie zu weiteren Lie- ■1« icrungen wegen des Fängers einer n^igung über die Zusammen 1 ✓ Setzung der 700 to nicht verpflichtet Sic hat weder bei dieser Gelegenheit noch in der Folgezeit ihre Verpflichtung zur Lieferung der vollen 1000 to in Zweifel gezogen» Bis die Heilagte e im Form. 1947 wegen wei terer Lieferungen dran ■ fce, ha- sie in ihrem =ehreiben vom 20» Bugust 1947 ihr Bedau- ern darüber ausgesprochen, dass sie sicn “nicht mehr genau an die Feldungen halten könne’’* Fit den ’’Feldungen" können-nach Lage der I ache nur die ingaben gemeino ein *1 • , die sie dem VRT-! über das bei ihr gernde, aogabeflliige Fatnria.l gemacht hat- - \ 1 f} c. c. - c i>> o die Blügerin diese ..ngaben als mr ich v e .v b i nd 1 i cli np'Qi eilen hat. V* * iJ t e h im Finklang mit der Buffassung des Beru 1 ung s g e r i c li t s, d a s s sie sich den von der Beklagten in ihrem lehreiben vom 6, Februar 1947 getroffenen Bestimmungen still schweigend gefügt hat* Biese Bestimmungen beruhten auf der die die Beklagte bei ?hren Besprechungen mit dem v • ^ inirung, Y S B un d der Firma. ?_ ns of ern auf die Fi ::te llen über ihr Fa die Tats ache, dass 1 .isenhandel erzielt hatte, und gingen Fitteilungen zurück, die die Blagerin diese aterial gemacht hatte* Bis auf füllig kann die Blage rin sich den in dem Bel: reiben der Beklagten vom 6 lugt hat, scho Februar 1947 enthaltenen re Stimmungen ße lb gerin sich durch den von 1 ■ s. ebillig weil die Bi en Vorbehrl ■ • ■ •- * • • 9 * t .1 Q n Hires Briefes vom 19» Dezember 1946, dass sie den Ve: rsa ■nd nur n: ch den betrieblich gegebenen Koglichkeiten vorzuneh iren brücke, die Dreiheit des Handelns gesichert hatte* Obwohl das Berufung: gerieht den von den Parteien ü. er die Lieferungvon 1000 to Halzmaterial geschlossenen Vertrag wirksam und verbindlich ansieht, hat es die Klägerin als 1. . t der-; Anspruch auf Erfüllung dieses Vertrages abgewiesen Hach uch hierin kann ihm nicht entgegenge treten werden. d e m [* f C' C- »w Hecht der ächuldvorhältnisse beherrschenden Grund- satz von m rreu und Glauben ist nicht zulässig« dass, w e n n der Gläubiger Ansprüche geltend macht, die die Gegenseite nach dem früheren Verhalten aes Gläubigers als erledigt an sehen durfte, u.no. v; nn die Gegenseite c* ich dieser Auffas- sung entsprechend eingerichtet hat (HGZ 155, 151; 158,107)• der Gläubiger von seinen He eilten so verspätet Gebrauch macht, der zu seinem eigenen früheren Verhalten in .’.idersprucL steht HGZ 58, 556; 170, 205)» Das tut die Klägerin nach den Peststellungen des Berufungsgerichts, wenn sie von der Be— klag • • « Erfüllung eines Ha.ufVertrages verlangte desse v*. li -rfüllung s selber vorher so lange ausgewichen ist, d**‘ c.ie bei le gte aen Vertrag als erledigt ansehen musste.»!® is be- rufungsgericht stellt fest, nass die Klägerin aen verxreg # Uber die Lieferung der 1000 to Y/alzm'terial nur widerstre- bend geschlossen ha : O «. v: eil sie sich den '.'ansehen des V! 4i li? eil o G ii"o£j X GiiG il kOliii oQ o habe dann nur 1/5 der vereinbar e ten Kenge geliefert und sich trotz aller Hahnungen dei klagten monatelang untätig vernalten, um nach der Lieferung % noch eines .aggons wieder bi zur Währungsreform in monat — 10 10 range üntütigkei o zu v.. r£in]:en, jAirck diescs i /vrnai ‘Son iaoe sie die. BeMr/jte in den G1 aubon versetzt, dc.ac von '.er I Inderin eine Erfüllung dee Vhrtnges icht zu erreichen sei, und dadurch veranlasst, weitere Versuche, die Klägerin zur Liere- * . S' rung dee vereinbarten Vx terials zu besti. men, aufzugeben > * .oie t e 1:1 agte sei von der J.ussichtslosigkeit aller Versuche, die Klägerin nur Lieferung zu bewegen, eo feet überzeugt gewesen. da stehenden Hecht t • C" sie es unterlassen habe, von dem ihr nach < 0 a O 0 ÜmstG zu-- um lUlcl:tritt von dem Vertrage Gobi’- uck zu im: ehern weil sie den Kücktritt i i o Bücksicht auf d i c Vorhalte-n q i* f • p r» der Klägerin far nicht erforderlich gehalten habe• Berufungsgericht aus diesen Best; te.Hungen die Folgerung ge- zogen ha ? •■’of-c- die f; p f c? Ut. u ö Lieferung von o Waggons nach der dährungsr form gegen freu und Glauben verstesst, so bann dem aus -icchts gründen nicli en o{ e- enge treten werden« Las Verhalten der y gorin erfüllt alle Voraussetzungen, die nach der hochtsrr crung des lleicksgerichts erfüllt sein müssen, wenn d o c Verlial ben einer Partei als gegen freu., und Glauben v er s tos send geheim zeichnet werden soll. "Jas Berufungsgericht stellt tatsäe.Lrieil fest, dass die Klägerin die Beklagte durcli ihr Verhalten ir- den Glauben versetzt hat, die Klägerin sehe den Vertrag auf Lieferung V e r t r; • g e d e s V/alzmaterials als erledigt an und werde aus d »» . prüche nicht mehr erheben ur c: ur cn c. :* e s e i?on wer i 1; /- • erin verursachte I l -L. u die BeLiart^ 1 - ;eh der _i« o Stellung des Berufungsgerichts veranlasst worden, den kücktrit .eilt zu erklären Bas hat nach den getroffenen Feststellungen auch die >• 9* *1 # * • singerin er »• p 4 * C- - - I U o u e ist s i ch 1 s o des sen b e wus s b gewesen, dass die Beklagte nur wegen ihres eigenen Verhaltens O “1» 11 von der- Arklarung dec küclitritts abgesehen hrt. trotzdem hat iJ e ci e r j i‘ 1 o \ -• -J- C_- > W» \ ^ en ;> »c C' gons Walzinaterial ].urz vor und unmit telbar nach der .Ablauf der Frist für den Kücktritt s so c* zuge&ei $ dt, d a s c" s i e d e r beklagten erst nach der blauf der Frist zugin gen. so class die? 1 h-* / i ; » rt brauch mehr machen 3: on inte von inrcKi ilicl:trittsreclit Leinen Ge- naclx der o hie k:-t sich Hierdurch •Orrlegung des Berufungsgerichts in einer gcr o :i freu und Glau ben vere tossenden Weise zu ihrem eigenen fr liieren Verhalten in Widerspruch gesetzt» Gegen diesen Gedankeng °na: a es ncru- rungs Urteils o *1 nd rechtliche Ansthnde nicht zu erlieben Klägerin ist in der Zeit vor der Währungsreform von d 5 C'.c 4 —• mal s m weiten Kreisen verbreiteten Abneigr.ng beherrscht ge wesen, ihre Sachwerte trogen ciss aurcii sen.ne geringe n t Kaufkraft ert Geld zu vernussern f * ♦ 1C hat sich deshalb de füllung ihrer Lieferpflicht in einer Form entzogen, die das .Berufung} gericht i: it Macht als Ausdruck einer 'Tichtaclitung gewürdigt hat,» Die Erwägung, dass die beklagte °ls Vs r t e i 1 e » • rin des d i e r« ,rhohv.ng der K o k1e nför G e runt• unentbehrlichen V. a. 1 materials lebenswichtige -..uigaoen zu e r f ill len hatte, hat sie nicht zu einer Änderung ihrer Haltung veranlassen 3: ö n n e n kann der I lagerin Oiine weiteres gegln ub u werden, cl as s sie auch ihr e r sei uc ur die Allgemeinheit wichtige ui gaoon zu C_ ■ erf Allen hatte und liier für Wal zmatc rial benüti las vermag es aber icht zu rechtfertigen, da;.. e wegen der Krfüllun{: ii irer 1 en Aufgaben die Hncksichtnahrne a.ur a i e Tntereesen tier durch die Bel.lagte belieferten Zech.en. so O elir Vu . v* r> chlessigt hat• Las Berufungsgericht konnte es deshalb al Leiche n un zula s s ig Aigensucht werten, dass die Klage- 12 1 « n G r % (G/'o’ Abne 1 gung_ i egen die Abgabe v o n V. al sma o e r i a.l e rö <-> iif oen v O -* ^ - G ^a o "1 » > a is diese durch die Yn'krung; reform zu einem ^ > I lsgerin v o I- >*,. 0silhaften Geschäft wurde, '.eichen Wert dj 1 UGv '■ . - v L uEiteüun;•• o.er t -• 0 Q hl u-s Isterials an die hohlarte in den he sits baren : * . I ^ ‘ ^ W « Jil ”1 r* *> 1 ui{; aevrauf ,;e 1 egt hat. durch de d: Q ft i . O •>v el d R su «r"i % ^ t *- "i *• c p i «irrten, könnt darin zur. Ausdruck O 4 dass sie na c 1i d e r. JA Q -? :1 P « ♦ r * * . . <• J- tj*---* °-L> gen erstinstanzlichen Urteils oeerre r- * ■ r *■ * rj-ass hat, tsstrei c. rii s-./j * li. t zur hi 1 sache su erhIhren, und dies dm it be - 0 J j » a t Aoi - o :*1.8 da; s sie das Geld r ngesichts der damaligen a i IQ *N d iAgQ nd brauche (vgl den ,.ci ♦ '» J. usatz vom 18 ugust 1 <* V* v-' - . Xip *■?* "• ” IV* Jt, ■ ■ . . A ^ ^ ^ O ) - / im ist es das gute hecht jedes Geschäftsmannes, '; u r- cer es sen v/ahrzunebmen sind den Interessen Dritter voran-’ oe U P y* * »A f *<■ Ab e r e r d a r *° dies dann nicht tun, wenn er fremcie siger, l’Golv!. Sen durch die np: rung seiner eigenen in e? nem unzuläs I # > ‘ ctP. iMt J. sso beeinträchtigt, 1 Das hat die ICl’- rer in ns.cn de cu!-:s i i’ ü a s s die 3 V.'a Cet?n, c-’deii; sie die Beklagte tnrerr. lincktrittsrecn ststellung des Berufungsgerich.ts daau.rcn ggons der Beklagten Abersandt hat, :h:r Verhalten veranlasst hatte. j- ü ?:einen Gebrauch zu n achen. i \ a £ o -L'dfungzr-erich o hebt zutreffend hervor, dass die IDL'D ge rin een j l_ or s uen " a {: g o n zwar noch vor ..i)lauf der or is u J- o.en jL.uci:onto 2 b g e s c. nd t, aber un t. r 1 l-, s s e n -1 . auiig zu benachrichtigen* so ü’elir aus Üben konnte als e;- nen Vers toss o | - l c*. I# dac die beklagte von aer . J- b s e n sie iln ücktrittsrecht nica .Venn das Berufungsgericht ^ies Vernalten s^t. -o V Treu und Glauben gekennzeichnet hat so is b dies »iclit zu beanstanden. Das Berufungsgericht konnte ohne echtllclien _ rr ur.i u der Auffassung kommen, dass die ridgerin oei der besonderen Lag o verpflichtet gewesen war J der Beklagten vor der Übersendung der Wagen Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Hiernach musste die Revision der Klägerin mit der ICostenfolge des § 97 ZPO zurückgewiesen werden. ge : Lindenmaier gez.: Heidenhain gez.; Dr. Birnbach gez lde gez Schmidt ^5^ Beglaubigt 1© Justizsekretär p als Urkundsbeamter der «Gesdiaftsstele des jkmdesgcrichtshofo