BGH · I ZR 21/56
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Rechtssatzs i«) Zur Präge der Anwendbarkeit der Rechtsgrund-sätze« die über die Auswirkungen sowjetzonaler Enteignungen von privatwirtschaftlichen Unternehmen entwickelt worden sind (vgl« BGHZ 5, ??', 33s '79 209p 213) auf die Enteignung der ein zweckgebundenes Bondervermögen darstellenden industriellen Unternehmen einer (Stiftung® 2«) Ist dem neuen Rechtsträger des in der ßow-jetzone belegenen Vermögens eines dort entschädigungslos enteigneten Unternehmens durch den sowjetzonalen Machthaber der Pirmenname dieses Unternehmens verliehen.worden, so verstößt die Geltendmachung der Rechte aus der Namensverleihung jedenfalls dann gegen den ordre public (Art« 30 EGBGB) der Bundesrepublikp wenn das Unternehmen von seinem bisherigen Inhaber unter demselben Namen in der Bundesrepublik fortgeführt wirde Rechtssatz s :«) Wird durch Lieferungen in den Bezirk des angerufenen Gerichts nach § 32 ZPO die örtliche Zuständigkeit dieses Gerichts für Ansprüche aus dem deutschen Warenzeichengesetz und dem deutschen Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb begründet, so ist damit nicht zugleich auch die internationale Zuständigkeit des Gerichts für Ansprüche gegeben, die aus gleichartigen Lieferungen in das Ausland hergeleitet werden, und zwar gleichgültig, ob diese Lieferungen nach Wird in einem ausländischen Staat eine Handlungsweise, die nach deutschem Recht an und für sich wettbewerbswidrig ist, als zulässig angesehen, so muß gefragt werden, ob sie Sei.dj^ser^gachlage, also unter Berücksichtigung des Umstandes, daß die ausländische Verkehrsauffassung sie billigt, mit den Anschauungen des anständigen deutschen Kaufmannes zu vereinbaren ist und deshalb nicht gegen § 1 UWG verstößtp 5c) Bedeutet der Vertrieb eines Erzeugnisses im Auslände einen Verstoß gegen ausländische Zeichenrechte eines inländischen Unternehmens oder eine unlautere Wettbewerbshandlung und damit eine unerlaubte Handlung im ßinne der §§ 825 ff* BGB, so ist die Durchfuhr des Erzeugnisses durch das Gebiet der Bundesrepublik ein in diesem Gebiet begangener Teil der unerlaubten Handlung und daher geeignet, einen inländischen Gerichtsstand gemäß § 32 ZPO zu begründen (BGH lE^Br* 22 zu § 24 WZG - Pertussin II)0 Ein solcher Gerichtsstand wird indessen nur bei denjenigen Gerichten begründet, deren Bezirk von der Durchfuhr berührt wird«, Offengebiiehen ist die Frage, ob, wenn durch . IIo Auf die Revision der Beklagten wird das vorbezeichnete Urteil im Kostenpunkt und insoweit aufgehoben, als den Beklagten unter Ziffer I 1 a über das Verbot der Benutzung der Firmenbezeichnung "VEB ^inaus auch untersagt worden ist, sich im Gebiete der Bundesrepublik und von West-Berlin jeder anderen, den Namen 15« Januar 1951 in das Handelsregister des Amtsgerichts Heidenheim a« ö<> Brenz eingetragen wordeno Sie betrachtet sich als identisch mit dem in enteigneten Stiftungsbetrieb Optische Werkstätte (Firma und nimmt dessen Stellung und Rechte für sich in Anspruch« schungsarbeiten auf dem Gebiete der Optik hervorgetreten* Seine Arbeiten ermöglichten es insbesondere, nach gegebenen Eigenschaften und Formen von Gläsern deren optische Wirkungen zu berechnen* Im Jahre 1875 trat er als stiller Teilhaber in die Firma des Universitätsmechanikers ein, der im Jahre 1846 in ^ppP "Stiftungsverwaltung und Stiftungskommissar sinc^vernflichtet, die Angelegenheiten der ^■PPB^Stiftung in allem nach den Vorschriften dieses Statuts und gemäß den aus ihm erkennbaren Absichten des Stifters zu leiten* Sie dürfen dabei auf Staatsintercssen, welche den ausgesprochenen Zwecken der Stiftung fremd sind, nicht weitergehende Rücksicht nehmen, als auch für Privatpersonen gesetzlich geboten ist*" "entweder ein bestimmtes Mitglied des Vorstandes durch die Stiftungsvervvaltung zu dem "Be-- voilmächtigten der 4■p^[|[^'Stlftung,, und ein zweites Mitglie^zudessen Stellvertreter zu bestellen und jeder von diesen beiden für seine Person zur Zeichnung der Firma schlechthin zu legitimieren; oder es ist Anordnung zu treffen, daß je zwei von den Mitgliedern des Vorstandes gemeinsam diese Vertretung ausüben können*" Heine Ansicht, daß sowohl der Belegschaft gegenüber wie nach außenhin die formelle Bestellung neuer Geschäftsleiter notwendig ist, wein?, die bisherige Geschäf tsleitiing abtransportiert wird, setzte ich schließlich bei allen ' Beteiligten durch, und im vollen Einverständnis mit allen Beteiligten wurde 'als neue Geschäftsleitung in Aussicht genommen; am 22* Juni 1945 ausgestellte Vollmachtsurkunde trägt den Vermerk ’’gegenstandslos"* Nach dem Vortrage der Beklagten rührt dieser Vermerk von dem derzeitigen Justitiar der Klägerin, Dr0 her, Über die Kompetenzen der neu ernannten Geschäftsleitungen der beiden Stiftungsbetriebe - auch für das Glaswerk war eine neue Geschäftsleitung ernannt worden - und der nach abtransportierten Mitglie- selbst' nicht zu gehöriger Wahrnehmung der Interessen der Stiftungsbetriebe im Stande sindo Soweit die Vornahme von Rechtshandlungen durch Sie als zweckmäßig oder geboten erscheint, bitten wir, mit uns enge Fühlung zu halten, nach Möglichkeit eine vorherige Abstimmung der Ansichten herbeiziiführei^jnd stets im tfinne der Tradition Stiftung und im Rahmen der von den uesennits-leitungen betriebenen Geschäftspolitik zu verfahren* Ist vorherige Verständigung nicht ‘möglich, bitten wir, uns unverzüglich nach Vornahme der jeweiligen Rechtshandlungen zu unterrichten- • - -.« ,! tigt, von dem Stammkapital von 1 000 000,— RM eine Stammeinlage von 950 000,- RM für die ^HMB^Stiftung zu übernehmen« Auf Grund dieser Vollmacht schloß Dr« dB mit Br« ^0dB und Oberingenieur dBHft» die auf Grund Treuhandverträges vom 25« Juni 1946 mit der diH^ ^H^-Stiftung die restlichen Geschäftsanteile von je 25oOOO,- RM übernehmen, sollten, den Gesellschaftsvertrag vom 4« Oktober 1946 über die Gründung der "Opton Optische Werke ^HHId GmbH" in dHPflflddflMdB0 30« Juli 1948 wandten sie sich - handelnd auf Grund der Vollmachten vom 7« März und- 17« Juni 194-6 - an den Kult-minister des Landes Württemberg-Baden mit der Bitte, als der ^^P^^-Stiftung in vereinigten Westgebieten zu erklären und der Stiftung, mit Zuständigkeit außerhalb der russischen Zone einen Vorstand als oberstes Vertretungsorgan zu geben® Unter dem 7® Januar 1949 stellten Prof« Br« P® Vertreter der ^BBBB^Stiftung,t bei dem Staatsministerium der Württ«-Badischen Landesregierung den Antrag, gemäß Art« 153 des württ« Ausfübrungsgesetzes zu dem BGB das Kultministerium des Landes Württemberg-Baden als Aufsichtsbehörde für die ^|^J||BM5tiftung zu bestimmen« Unter Bezugnahme auf diesen Antrag richteten sie unxer dem 12« Januar 1949 eine weitere Eingabe an den Kultminister des Landes Württemberg-Baden« In dieser Eingabe wird unter Hinweis auf Besprechungen mit dem Justizminister des Landes Württ«-Baden zunächst die Anregung gegeben, § 3 des Stiftungsstatuts dahin zu. "Bör Herr Justizmiriister hat in der grundlegenden Besprechung mit den Unterzeichnern am 5« August 1948 angeregt, nicht - wie wir zu--nächst in unseren Anträgen vom 30« Juli 1948 vorgeschlagen hatten - einen neuen Stiftungsvorstand zu schaffen, sondern die Unterzeichner als nach § 114 des Statuts legitimierte Vertreter und Verwalter der Stiftung zu behandeln« Wir stellen noch einmal klar, daß wir dieser Anregung folgen und sie als unseren an das Kultministerium als der staatlichen Auf- Am 20® Oktober 1950 beantragten Brof® Dr Po und Dr® für Stiftung unter Vorlegung der "Bestätigung” des Kultusministeriums Baden-Württemberg vom 7« Mai 1949 bei dem Amtsgericht in Heidenheim die Eintragung der Firma In dem Anträge heißt es* Die Betriebsstätten in 00000000000000} und 000 hatten auch nach der Enteignung der 00000 Stiftungsbetriebe in geschäftlicher Verbindung gestanden,, Schwierigkeiten ergaben sich jedoch, als der enteignete Betrieb der Firma 00000/00 mit seinen Erzeugnissen auch in der Bundesrepublik und in West-Berlin auf dem Markt erschiene Am 17o Februar 1950 richteten deshalb »für die Stiftung” die Herren Prof „ Dr„ 0/000009 Po und Dr« 000/000/00 (diese namens der Firma 000/0/00) sowie Oberingo ^000 1111(3 *Dr° (diese namens der Firma 00000 Glaswerk 00000 & Gen) ein Schreiben an die »Beiter der Industrievereinigung Optik und ihrer volkseigenen Betriebe in^B^ft’ in <3em sie äarlegten, daß der ^^P^|||^-Stiftimg die außerhalb der russisch besetzten Sone Gelegenen Vermögenswerte und insbesondere die Rechte an den Firmennamen 00/0000 und 0000) Glaswerk & "Zu unserem Bedauern haben Sie trotz wiederholter Mahnungen unser Schreiben vom 17® Februar 1950 bis heute nicht beantwortet* Obwohl die darin vorgeschlagenen Verhandlungen über ein Lizenzabkommen nicht haben geführt werden können, hat sich seitdem doch eine brauchbare Form des Vertriebs Ihrer Erzeugnisse durch die westdeutsche und ausländische jjp^Vertriebsorganisation außerhalb der DDR, oer UdSSR und der ihr nahestehenden Staaten herausgebildet* Wir sind bereit, dieser Ver-triebsmethede mit dem Vorbehalt jederzeitigen Widerrufs und unter Wahrung aller unserer im Schreiben,vom 17« Februar 1950 niedergelegten Rechte weiterhin zuzustimmen* Wir müssen jedoch darum bitten, daß die nachstehenden Grundsätze, die schon bisher in ihren Hauptpunkten maßgebend waren, weiterhin .beachtet Werdens ..... "Wir stimmen dieser Organisation des Vertriebs cii unter der Voraussetzung, daß Sie in etwaigen künftigen Auseinandersetzungen zwischen uns ®.o, nicht den Einwand erheben, wir oder eine uns nahestehende Pirraa hätten durch Duldung oder in anderer Weise die Befugnis verwirkt, dem Prozeßgegrier die Benutzung solcher Hechte zu untersagen oder andere Verletzungsansprüche geltend zu machen........ Wir gestehen Ihnen diese Bedingungen unter der Voraussetzung zu, daß Sie in künftigen Auseinandersetzungen zwischen uns ««•* nicht den Rinwand erheben, wir oder eine uns nshesteilende Firma hätten durch Duldung oder in anderer Weise die Befugnis verwirkt, dem Pro-seßgegner die Benutzung solcher Rechte zu untersagen oder andere Verlebzungsansprüche geltend zu machen« ««««,f III* der Klägerin die Befugnis zuzusprechen, das Urteil innerhalb von sechs Monaten nach Rechtskraft auf Kosten der Beklagten als Gesamtschuldner in folgenden Zeitungen und Zeitschriften zu veröffentlichen: schaft als früheres Mitglied der Geschäftsleitong des Stiftungsbetriebes Optische Werkstätte (Firma berufen, weil er von dieser Punktion - ebenso wie die übrigen früheren Mitglieder dieser Geachäftsieitüng -freiwillig zurückgetreten sei» Die Klägerin “sei nicht mit dem genannten Stiftungsbetrieb identische Die Ver— waltungsgerichtshof in Stuttgart angefochten worden und müßten auch aus diesem Grunde zunächst als nicht bestehend behandelt werden« -bestehe allenfalls eine Pseudo-Stiftung und ein Pseudo-Stiftungsbetriebo Pie Beklagten haben sich ferner darauf berufen, daß dem Beklagten zu 1) der Name HVEB ^j^m^Jena" staatlich' verliehen und ihm die Benutzung dersehen Warenzeichen durch die Stiftung zunächst stillschweigend und alsdann durch eine schriftliche Vereinbarung vom 8« April 1954 ausdrücklich gestattet worden seio Schließlich haben sie den Einwand der Verwirkung erhoben» Bas Landgericht hat den Beklagten.untersagt, sich im Gebiete der Bundesrepublik und von West-Berlin im geschäftlichen Verkehr, insbesondere zu Zwecken des Wettbewerbs, der Firmenbezeichnung VEB ^m^zu bedienen, sofern dies nicht in der Weise erfolge, daß hinzugefügt und die Worte ,fVEBn und so hervorgehoben würden, daß der Name an Auffälligkeit dahinter zu- Fs wird festgestellt, daß die Beklagten als Gesamt-Schuldner’" verpflicht et sind, der Klägerin allen Schaden zu ersetzen, der ihr durch die im Antrag I 1~bezeichne ten7 seit dem 15* Februar 1954 begangenen Handlungen der Beklagten entstanden ist und noch entstchQii wird o Der Klägerin wird die Befugnis zuerkannt, den erkennenden feil des Urteils innerhalb von 6 Monaten nach Rechtskraft mehrfach auf Kosten der Beklagten als Gesamtschuldner'in"folgenden Zeitungen und Zeitschriften zu veröffentlichen* Die Klägerin ist der Auffassung, den Beklagten könne als stiftungsfremden Unternehmen die Benutzung des Hamens- in keiner Form gestattet werden« die meint ferner, nach dem Verhalten der Beklagten sei zu " besorgen, daß die Beklagten auch die neu eingetragenen Warenzeichen Binotem, Dekarem und Silvarem benutzen' würden« Gegenüber dem Verwirkungseinwand macht sie geltend, sie habe den Beklagten die Mitbenutzung ihrer . sie der Meinung, sie könne sich auch dagegen verwahren, daß ihre Kennzeichnungsrechte von den Beklagten im Auslände benutzt würden» Die Gerichtsbarkeit und die internationale Zuständigkeit des angerufenen Gerichts sei, soweit der Klageantrag sich auf das Ausland beziehe, gegeben» Die Beklagten haben beantragt, die Klage unter Abänderung des angefochtenen Urteils und unter Zurückweisung der .Berufung der Klägerin auch insoweit abzuweisen, als • ihr stattgegeben worden ist» 3«, dem Beklagten zu 1) die Befugnis zusuerkennen, innerhalb von 6 Monaten nach Rechtskraft des Urteils auf Kosten der Klägerin den entscheidenden feil dieses Urteils mit der Maßgabe zu veröffentlichen, daß insoweit,- als die Klage abgewiesen ist, die abgewiesenen Klageanträge der Klägerin mit in den Text der Veröffentlichung aufgenommen werden, und zwar in folgenden Zeitungen und Zeitschriften? Die Beklagten haben ihr früheres Vorbringen wiederholt und ergänzt« Sie verweisen darauf, daß für die Klage die nach § 16 des Statuts erforderliche Zustimmung des Stiftungskommissars fehle« Sie sind der Meinung, daß die Klägerin mit dem früheren Stiftungsbetrieb Optische Werkstätte (Firma nicht identisch sei und überhaupt keinen Stiftungsbetrieb darstelle« Deshalb sei sie nicht befugt, die in den -Anträgen der Widerklage, auf ge führten Kennzeichnungen zu benutzen« Dem angerufenen Gericht fehle auch die Gerichtsbarkeit« Die Klägerin müsse sich-entgegenhalten lassen, daß sie vorgetragen habe, der Beklagte zu 1) sei ein Staatsbetrieb« Rach dem eigenen Vorbringen der Klägerin richte sich daher die Klage gegen einen fremden Staat unter der Bezeichnung eines ihm gehörenden Sondervermogens® Deshalb sei der Rechts-weg aus dem Gesichtspunkt der Exemtion bzw® der Exterritorialität unzulässig* Der Erweiterung der Klage auf das Ausland haben die Beklagten als einer unzulässigen Klageänderung widersprochen* Sie haben ferner auch insoweit die Gerichtsbarkeit sowie die internationale Zuständigkeit des angerufenen Gerichts in Abrede gestellt® In Ansehung der von den erweiterten Anträgen erfaßten Handlungen sei im Bezirk dieses Gerichts kein Gerichtsstand begründet worden® Vorsorglich haben sie auch die Einrede der nicht erstatteten Prozeßkosten des ersten Rechts-suges erhoben® Schließlich sind sie der Auffassung, in dem Vortrage der Klägerin, sie verlange kein Verbot für das Gebiet der DDR, liege eine teilweise Zurücknahme der Klage® Sie haben dazu beantragt, der Klägerin insoweit durch Teilurteil die Kosten des Rechtsstreits zur Bast zu legen® Für 'den Fall, daß es auf die Rechtswirksamkeit der Verlegung des Sitzes der Stiftung nach ^//////^ ankomme, bitten sie um Aussetzung des Rechtsstreits bis zur Erledigung des Verfahrens vor dem Verwaltungsgerichtshof in Stuttgart - 4/1 1766/55 -« Jede Partei bittet um Zurückweisung des von ihrem Prozeßgegner eingelegten Rechtsmittels« A« Io Pas Berufungsgericht hat den Einwand ger Beklagten, daß sie nach dem eigenen Vorbringen der Klägerin als "Staatsbetriebe der PPR" anzusehen und damit der Gerichtsbarkeit der Bundesrepublik entzogen seien, für jedenfalls insoweit unbegründet' erachtet, als die Klägerin Ansprüche mit Beziehung auf das Gebiet der Bundesrepublik und von West-Berlin geltend macht« Bern ist mit dem Hinzufügen beizutreten, daß sich die Beklagten mit dieser Begründung der Gerichts- barkeit der Bundesrepublik auch insoweit nicht entziehen können, als die Klägerin Ansprüche mit Beziehung auf das Ausland erhebt» Ben Beklagten ist, mögen sie auch "volkseigen” sein, ä« h« dem Staate gehören, nicht nur wirtschaftliche, sondern darüber hinaus juristische Selbständigkeit für ihre gewerbliche Betätigung eingeräumt worden« Beide Beklagten sind selbständige juristische Personen mit eigener Rechtsfähigkeit« Sie können deshalb, wie das Berufungsgericht ohne Rechtsirrtum annimmt, die Vergünstigungen der Exemtion oder Exterritorialität nicht für sich in Anspruch nehmen (BGHZ 18,1*9 f = GRUR 1955, 575 - Höckel)o Baß die Klägerin den Beklagten zu 1) als Belang» Sie hat damit nicht die rechtliche Selbständig-keit des Beklagten zu 1) in Abrede gestellt, sondern nur zu dem Ausdruck bringen wollen, daß Inhaber des Beklagten zu 1) trotz dessen rechtlicher Selbständigkeit praktisch der Staat sei« Eine tatsächliche und zu ihrem Nachteile zu verwertende Behauptung, die die Gerichtsbarkeit der Bundesrepublik über den Beklagten zu 1) ausschließen würde, hat sie damit entgegen der Meinung der Beklagten nicht aufgestellt« Bie Revision der Beklagten ist hierauf auch nicht mehr zurückgekommen0 Auf die Präge, ob die Gerichtsbarkeit des angerufenen Gerichts, soweit mit der Klage Ansprüche mit Beziehung auf das Ausland geltend gemacht werden, etwa aus anderen Gründen nicht gegeben ist, wird noch zurückzukommen sein« Io Das Berufungsgericht hat bei der Prüfung der Parteifähigkeit der Klägerin mit Recht dahingestellt gelassen, ob die vom Staatsministerium und dem Kultminister in Württemberg-Baden verfügte Verlegung des Sitzes der MB»~Stiftung von Jena nach PPPPI^ rechtswirksam ist oder nicht« Es kann zwar zweifelhaft sein, ob es dem Sachvortrag der Beklagten vollauf entspricht, wenn das Berufungsgericht feststellt, die Parteien seien sich darüber einig, daß Inhaberin der Klägerin die Stiftung sei« Doch kann es hierauf nicht ankomraeno Pür die Präge, wer Kläger ist, und damit für die Präge der Parteifähigkeit, ist ih erster Linie der Sachvortrag dessen entscheidend, der in dem Rechtsstreit als Kläger auftritt« Kommt dem Rechtssubjekt, das danach als Kläger zu betrachten ist, Rechtsfähigkeit zu, so ist die Parteifälligkeit zu bejahen« Eine andere Präge ist es alsdann, ob der damit als parteifähig zu behandelnde Kläger ordnungsgemäß vertreten ist, es sich also wirklich um die Klage desjenigen handelt, als* den der Kläger sich bezeichnet« Der Sachvortrag der Klägerin läßt in Verbindung mit dem vorgelegten Auszug aus dem Handelsregister des Amtsgerichts Heidenheim keinen Zweifel darüber, daß es sich bei der Klägerin um die Pirma eines jßinzel-kaufmanns, nämlich der ^PPHI^HStifiung in^PPPPP, handelt und mithin die Klage von der P|pPl^p-Stiftung in unter der Pirma ppp|pl erhoben werden sollte« Die so bezeichnete Stiftung ist aber identisch mit der ''pPP^^-Stiftung", d« h« mit der von Dr« ppp im Jahre 1889 mit dem Sitz in pjperrichteten, landesherrlich bestätigten und mit dem Recht der juristischen Person ausgestatteten und also rechtsfähigen und damit parteifähigen Stiftung« Das ist offenbar, wenn angenommen wird, daß die Verlegung des Sitzes der Stiftung von nach rechtswirksam sei oder in ein zweiter Sitz für die Stiftung begründet worden sei, muß aber auch dann gelten, wenn die Sitzverlegung rechtsunwirksam sein sollte und auch kein zweiter Sitz in begründet worden wäre« Es trifft nicht zu, daß die Maßnahmen des Staatsministeriums und des Kultministers in Württemberg-Baden etwa die Entstehung einer "Pseudo-Stiftung" zur Folge gehabt haben könnten, die mit der sehen ^^fP^Stiftung rechtlich nichts zu tun habe« Zur Entstehung einer rechtsfähigen Stiftung ist nach § 80 BGB ein Stiftungsgeschäft und die Genehm migung des Bundesstaates erforderlich, in dessen Gebiet die Stiftung ihren Sitz haben soll« Beide Erfordernisse sind hier nicht gegeben« Ein Stiftungsgeschäft liegt nicht vor, weil die Persönlichkeiten, auf deren Antrag hin die Verfügungen des Staatsministeriums und des Xult-ministers ergangen sind, kein Stiftungsgeschäft vorgenommen und jedenfalls nicht zu erkennen gegeben haben, daß die Errichtung einer selbständigen Stiftung gewollt sei« Sie haben lediglich um Änderung der Satzung des Statuts ^er tung durch Verlegung des dort vorgesehenen Sitzes der Stiftung bezw« um Bestimmung eines zweiten Sitzes gebeten« Die Verfügungen der genannten Dienststellen enthalten denn auch nicht die Genehmigung eines Stiftungsgeschäftes, sondern bestimmen, soweit sie in diesem Zusammenhang interessieren, lediglich einen zweiten Sitz für die Stiftung (Verfügung des Staatsministeriums vom 23® Februar 1949) bezw« die Verlegung des Sitzes der Stiftung von nach (Verfügung des Kultministers vom 22« April 1954)« Entbehren diese Verfügungen der rechtlichen Wirksamkeit, so kann das für den gegenwärtigen Zusammenhang nur die Folge haben, daß die Stiftung nicht in BHHfe domiziliert ist* Die Tatsache, daß die Klage namens der ^(►-Stiftung erhoben werden sollte, wird dadurch aber nicht berührt«. Allerdings würde es sich in diesem Falle um eine Klage der^f^BV^Stiftung mit dem Domizil in handeln«, Die Meinung der Revision der Beklagten, daß eine solche Klage nicht beabsichtigt sei, trifft jedoch nicht zu«, Das ergibt sich eindeutig aus den Ausführungen der Klägerin in ihrer Berufungsbeantwortung (Bd* XI Bl« 431 (JA), mit denen ausdrücklich die Auffassung vertreten wird, daß die Frage nach der Rechtswirksamkeit der Verlegung des Sitzes der Stiftung dahingestellt bleiben könne« Kommt es hiernach auf diese Frage nicht an, so braucht im gegenwärtigen Zusammenhang auf die Ausführungen, mit denen die Revision der Beklagten die Rechtswirksamkeit der Sitzverlegung verneint und auch die rechtswirksame Begründung eines zweiten Sitzes der Stiftung Zweifel zieht, nicht eingegan- a) Den Erwägungen, auf Grund deren das Berufungsgericht zu diesem Ergebnis gelangt ist, kann allerdings nicht in allen Teilen beigetreten werden* Wenn das Berufungsgericht bemerkt, daß in^HSHfe» zwar schon mit der Gründung der Firma Optische Werke 334 (362) mit eingehender Begründung überzeugend dargelegt hat, als Stiftungsbetriebe nur solche Unternehmungen vorgestellt, die die Stiftung als Einzelkaufmann oder als Gesellschafter einer handelsrechtlichen Personalgesellschaft betreibt,, Ein unter Beteiligung der Stiftung in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft geführtes Unternehmen ist hier-nach kein Stiftungsbetrieb im Sinne des Statuts» Der in unter der Rechtsform der GmbH geführte Betrieb konnte daher kein Stiftungsbetrieb sein« Daß die Geschäftsanteile der GmbH wirtschaftlich von vornherein und spater auch rechtlich allein der Stiftung zustanden, ist dabei rechtlich ohhe Belang» Damit entfallen aber die Polgerungen, die das Berufungsgericht, aus der von ihm angenommenen Eigenschaft dieser GmbH als eines Stif-tungsbetriebes für die Vertretungsbefugnis des Prof. aa) Das.miter der Firma der .Klägerin betriebene Untere nehmen ist mit dem früher in ^^domiziliert gewesenen Stiftungsbetrieb Optische Werkstätte (Firma im Hechts sinne identische Wach § 6 des Statuts sind die geschäftlichen Unternehmungen der ^mi^Stiftung - die Optische Werkstätte (Firma und das Glaswerk (Firma& Gen«) hier nicht interessierende Glaswerk gilt nichts anderes -sind durch die in der Sowjetzone erfolgte Enteignung nur die Vermö^ensteile des ihr gewidmeten Vermögenskomplexes entzogen worden, die im Gebiet der Sowjetzone belegen waren® Die in den V/estzo'nen belegenen Vermögenstei-le sind dagegen von der Enteignung nicht ergriffen worden«, Diese Rechtsfolge ergibt sich daraus, daß nach feststehend er Re chtspre chung (BGHZ 17 , 209 (212)j BGH GRÜR 1956, 555 - Jurid;) die Wirkung einer Enteignung dort aufhört, wo die Gebietshoheit der enteignenden Macht endet (Territorialitätsprinzip), und zudem eine’entschädigungslos© Enteignung such aus dem Gesichtspunkt des ordre -public (Art® 50 EGBGB) keine Rechtswirkung auf das im Gebiet der Bundesrepublik belegene Vermögen des Enteigneten äußern kann (BGH BB 1956, 583)o Daß essich im vorliegenden Falle um eine entschädigungslose Enteignung handelte, unterliegt keinem Zweifel, mögen auch der Beklagte zu 1) oder sowjetsonale Staatsstellen gewisse Leistungen zur Erfüllung von Stiftungszwecken erbracht haben und noch erbringen® Baß zu dem Vermögenskomplex (Sondervermögen).der Stiftung, der nach § 6 des Statuts dem unter der Firma betriebenen Unternehmen gewidmet war, auch im Westen belegene, nicht unerhebliche Werte gehörten, ergibt sich aus dem vorgetragenen Sachverhalt und wird auch vom Berufungsgericht festgestellt® In Betracht kommen hier - wenn zunächst von den gewerblichen Schutz- Prof* DrP<> ^|BHP und Er« haben, wie sich aus dem vorgetragenen Sachverhalt und aus dem angefochtenen Urteil ergibt, bei dem Aufbau des unter der Firma der Klägerin geführten Unternehmens an die westlichen Vermögenswerte der Firma Carl ^^0 angelcnüpftc Sie haben dabei, wie nach Lage der Sache nicht zweifelhaft sein kann (vglo z„ B«, den Antrag auf Eintragung der Firma in aas Handelsregister vom 20c Oktober 1950) in der Absicht gehandelt, den unter dieser Firma geführten Stiftungsbetrieb fortzusetzen„ Paß sich diese Absicht nicht sofort nach der Enteignung und auch dann nur stufenweise durchführen ließ, ist rechtlich ohne Belange Entscheidend ist allein, daß sie von vornherein verfolgt und schließlich verwirklicht worden isto Unerheblich ist es deshalb, daß, wie die He\ision der Beklagten hervorhebt, als Gegenstand des Unternehmens der Klägerin bei deren Eintragung in das Handelsregister des Amtsgerichts Heidenheim/Brenz zunächst lediglich der Verkauf optischer Erzeugnisse angegeben worden ist, und ob ferner unter der Firma der Klägerin bis zur Auflösung der Optische Werke GrttibH nicht einmal eine diesem beschränkten Gegenstand entsprechende Tätigkeit entfaltet worden isto Soweit dem angefochtenen Urteil dem entgegen die Vorstellung zugrunde liegt, die Klägerin sei nichts anderes als die Fortsetzung des Unternehmens der vorgenannten Gesellschaft in anderer .Rechtsform, konnte ihm nicht gefolgt werden» Die FirmaOptische Werke {SfltfcGmbH war, wie dargelegt, eine bloße Beteiligungsgesellschaf to Der Beschluß der Gesellschafterversammlung vom 28» Juli 1953 (Umwandlungsbeschluß) hatte, soweit er im gegenwärtigen Zusammenhang interessiert, nur zur Folge, daß das Unternehmen der GmbH auf die Stiftung überging und zugleich dem Vermögenskomplex ('§ 6 des Statuts) zugeteilt wurden der zur Ausstattung des noch bestehenden Stiftungsbetriebes Firma gehörte* Damit verbietet sich die Annahme, daß etwa mit dem Umwandlungsbeschluß ein neuer Stiftungsbetrieb entstanden wäre. Die Annahme der rechtlichen Identität des* unter der Firma der Klägerin "betriebenen Unternehmens mit dem ursprünglichen Stiftungsbetrieb Optische Werkstätte (Firma wird auch durch § 39 des Statuts nicht gehindert», Hach dieser Bestimmung ist zwar eine Verlegung der beiden in § 6 genannten Stiftungsbetriebe an Orte außerhalb der nächsten Umgebung von unstatt- haft® Darunter kann aber nur eine Betriebsverlegung verstanden werden, die auf freiwilligem Entschluß der Geschäft sie it ung beruht® Eine'solche Betriebsverlegung hat nicht stattgefunden« Infolge der Enteignung der 0^0Betriebsstätte und des in der Sowjetzone belegenen Betriebsvermögens hat sich der wirtschaftliche Schwerpunkt des Unternehmens, wie die Eevisionsbeantwortung der Klägerin mit Hecht bemerkt, automatisch nach dem Westen verlagert® Damit hat zwar die Firma eine neue "außerhalb der nächsten Umgebung von gelegene Hauptniederlassung erhalten« Denn die Hauptniederlassung eines einzelkaufmännischen Unternehmens befindet sich an dem Ort, von dem aus das Unternehmen betrieben wird, und dieser Ort ist nicht mehr sondern Daß ist aber eine Folge der unabhängig von dem Willen der Geschäftsleitung eingetretenen tatsächlichen Entwicklung und bedeutet daher keinen Verstoß gegen § 39 des Statuts® Demgegenüber können sich die Beklagten auf die Eintragung im Handelsregister des Amtsgerichts Heiden-lieim/'Brenz Liber die "Sitzverlegung" der Firma nicht mit Erfolg berufen® Wenn zur Eintragung in das Handelsregister angemeldet wurde, die Firma habe ihren Sitz von nach verlegt und der Eegisterrichter eine, dem gleichlautende Eintragung verfugte, so wurde damit nur der tatsächlich eingetretenen Verlagerung der Hauptniederlassung der Firma Rechnung getragen,, Weder, aua der Anmeldung noch aus der - lediglich deklaratorisch wirkenden -Eintragung kann jedoch entnommen werden, daß die Geschäftsleitung der Firma den Sitz, genauer; die Hauptniederlassung (§ 13 c HGB), unter Nichtachtung der Bestimmung des § 39 "verlegt" habe« Im übrigen würde selbst ein Verstoß gegen § 39 der hier angenommenen rechtlichen Identität der Unternehmen nicht entgegenstehen«, Für die Identitätsfrage kann es lediglich darauf ankommen, ob das unter der Firma der Klägerin betriebene Unternehmen nach den tatsächlichen Gegebenheiten als Fortführung des ursprünglichen Stif--tungsbetriebes.anzusehen ist® Diese Voraussetzung ist, wie dargelegt, erfüllt,. bb) Hach § 8 des Stiftungsstatuts untersteht dem Vorstand (der Geschäftsleitung) eines jeden Stiftungsbetriebes neben der gesamten inneren Betriebsleitung und der kaufmännischen Verwaltung die "ganze äußere geschäftliche Aktion der Firma"® Die Vertretung der Stiftung nach außen in den Angelegenheiten der einzelnen Firmen ist in § 9 dahin geregelt worden, daß entweder zwei von den Mitgliedern des Vorstandes diese Vertretung gemeinsam ausüben können oder die Vertretung durch ein bestimmtes Mitglied des Vorstandes erfolgt, das von der Stiftungsverwaltung zu dem "Bevollmächtigten der Stiftung" bestellt worden ist® tungsbetriebes Optische Werkstätte (Firma neben Prof«, Pr« der aber bei der Klägerin nicht mehr tätig ist und deshalb im folgenden außer Betracht gelassen werden kenn, die Herren Prof* Pr« Po BHHfc Br« 4/////KIBBPfc Prof« Pr, war von der Stiftungsverwaltung für diesen Stiftungsbetrieb zugleich als "Bevollmächtigter der ^BBH^Stif-tungn im Sinne des§ 9 des Statuts bestellt worden* Pr war somit berechtigt, die Stiftung in Angelegenheiten der Firma B0RB) allein zu vertreten« Biese Vertretungsbefugnis steht ihm auch gegenwärtig noch zu« Er ist daher auch befugt, die ^BHH^Stiftuttg in den Angelegenheiten der mit dem genannten Stiftungsbetrieb im Rechtssinne identischen Klägerin allein zu vertreten« der seien von ihren Funktionen als Mitglieder der Ge-schäftsleitung des Stiftungsbetriebes Firma freiwillig zurückgetreten und die StiftungsVerwaltung habe diesen Rücktritt gemäß § 27 Abs« 3 des Statuts angenommene Pem kann indessen rieht beigetreten werden* Pas Berufungsgericht hat die Frage, ob ein rechtswirksamer Rücktritt der genannten Vorstandsmitglieder statt-gefünden hat, nicht geprüft und brauchte sie von seinem Standpunkt aus auch nicht zu prüfen« Per Senat ist jedoch in der Page, die Frage auf Grund des unstreitigen Sachverhalts von sich aus zu entscheiden« ergibt/ sollte durch die Bestellung einer neuen Ge~ schäftsleitung in ßjf^ß nur dem Hotstande Rechnung getragen werden, daß einerseits der Geschäftsbetrieb in Jena weitergeführt werden mußte, anderseits aber die bisherige, auf Lebenszeit bestellte Geschäftsleitung durch ihren Abtransport nach dem Westen praktisch nicht mehr in der läge war, innerhalb der sowjetischen Zone die Belange des Stiftungsbetriebes wahrzunehmen* Deshalb wurde nur eine "befristete” Bestellung der "neuen" Geschäftsleitung vorgesehen, wobei davon ausgegangen wurde, daß die alte Geschäftsleitung bei ihrer Rückkehr nach ^ßß wieder voll in ihre bisherigen Funktionen eintrete * Sinn und Zweck dieser Maßnahme war es somit allein, während der tatsächlichen Behinderung der alten Geschäftsleitung sicherzustellen, daß die^ Aktionsfähigkeit des Stiftungsbetriebes Firma in der Sowjetzone durch die Abwesenheit der alten Geschäftsleitung nicht beeinträchtigt werde» Bin "Rücktritt" der alten Geschäftsleitung war dazu nicl$ erforderlich und hätte als eine endgültige Maßnahme dem vorläufigen Charakter der vereinbarten Regelung widersprochene Daß denn auch tatsächlich kein Rücktritt erklärt worden ist, ergibt sich eindeutig aus dem Schreiben der • neu ernannten Geschäftsleitung der beiden Stiftungsbetriebe vom 12o Januar 1946 und der diesem Schreiben beigefügten Abschrift des Antrages der Stiftungsverwaltung auf Abberufung der bisherigen Geschäftsleitungen« Bern Schreiben vom 28® Januar 1946 kann deshalb lediglich entnommen werden, daß die alte Geschäftsleitung sich - und das lag im Rahmen der Vereinbarungen vom 23® Juni 1945 - der Ausübung der ihr übertragenen Ge-schäftsleitungsfunktionen enthalten wollte, solange •dies im Interesse der Stiftung geboten war, um eine in der Folge auf Grund dieser Vollmachten tätig geworden.sind, stehen damit durchaus in Einklang» Die Vollmachten waren notwendig, solange sich die genannten Herren, die - darüber herrscht Einigkeit - die Interessen der ^||Bl^-Stiftung außerhalb der 0^0 einschließenden Besatzungszone wahrnehmen sollten, der Ausübung ihrer Funktionen als Geschäftsleiter zu enthalten hatten» Ein Rückschluß darauf, daß sie als Geschäftsleiter zurückge treten seien, kann daraus nicht gezogen werden» Entgegen der Meinung der Beklagten kann auch aus § 7 Abs» 2 des Stiftungsstatuts nicht hergeleitet werden, daß die Mitglieder der alten Geschäftsleitungen zurückgetreten seien» Dort wird zwar bestimmt, die Zahl der Mitglieder einer Geschäftsleitung dürfe nicht über vier betragen« Der Stifter selbst hat sich jedoch nach den Ausführungen in seinen !,Motiven und Erläuterungen zu dem Entwurf eines Statuts der ^^BB^-Stiftung" (Gesammelte Abhandl», Bd« III S» 333) die Bestimmung des § 7 Abs« 2 nicht als starre und unter allen Umständen -‘sengende Regel vorgestellt, sondern in Betracht gesogen, daß es Fälle geben könne, die es gebieten könnten, die Zahl vier zu überschreiten» Bei sinn- und zweckgerechter Auslegung schließt deshalb die Bestimmung eine Regelung, wie sie nach dem Gesagten mit dem Stiftungskommissar Dr» 0/00 vereinbart worden ist, keineswegs aus« nehmen, die früheren Geschäftsleiter hätten bei der.Besprechung mit Br® erklärt, daß sie von ihrer Funktion zurückträten und Dr » Br» und als ihre Hachfolger und Geschäftsleiter des Stiftungsbetriebes vor schlügen (Bdo I Bl» 4-3 GA), Mit der Enteignung rückte somit Prof« wieder voll in die ihm auf Lebenszeit übertragenen Hechte als Vorstandsmitglied und Bevollmächtigter für die Stiftung in den Angelegenheiten der Firma ein» Er ist daher auch legitimiert, die Stiftung im vorliegenden Hechtsstreit in den Angelegenheiten der durch die Enteignung nicht untergegangenen Firma zu vertreten, Bo Io Alleinige Inhaberin der streitigen Firmen-und tVar enz eichenrechte ist die ^m||^-8tiftungo ^ie kann diese Rechte, wie es mit der gegenwärtigen Klage geschieht, unter der Firma der Klägerin als des Stiftungsbetriebes, zu dessen Geschäftsvermögen sie gehören (§6 des StiftungsstatutsJ, geltend machen« 1« Das steht außer Zweifel, wenn die Rechtsgrund-sätse angewendet werden, die in der Rechtsprechung der Gerichte der Bundesrepublik zur Frage der sowjetzonalen Enteignungen privatwirtschaftlicher Industrie- und Handelsunternehmen mit eigener Rechtspersönlichkeit entwickelt worden sind« Rach diesen Rechtsgrundsätzen (BGHZ 5, 27 (35)$ 17, 209 (213)) werden die gewerblichen Kemizeichnungsrechte solcher IJnternehmen;i>durch die Enteignung jedenfalls insoweit nicht betroffen, als das Gebiet außerhalb der Sowjetzone in Frage steht« Für den vorliegenden Fall folgt daraus, daß die gewerblichen Kennzeichnungsrechte, die für die Stiftung begründet worden waren und dem Vermögenskomplex des Stiftungsbetriebes Firma zugehör- nung nicht untergegangen ist, sondern in* der Bundesrepublik durch die mit ihmim Rechtssinne identische Klägerin fortgeführt wird, ergibt sich weiter, daß sie dem unter der Firma der Klägerin zusammengefaßten Sondervermögen zuzurechnen sind und daher von der Klägerin, do h* der unter der Firma der Klägerin handelnden Stiftung, geltend gemacht werden können* Biese Rechtsfolgen bestehen unabhängig davon, daß die Klägerin in das Handelsregister des Amtsgerichts Heidenheim/Brenz eingetragen und dort die Verlegung ihres Sitzes vermerkt worden ist und daß ferner die Warenzeichen, soweit es sich nicht um Heueintragungen handelt, auf die Klägerin in der Warenzeichenrolle des Beutschen Patentamts umgeschrieben worden sind* Ebensowenig hängen sie davon ab, ob der rechtliche Sitz der ^P0JP)fe~Stifiung rechtswirksam nach ver- legt oder in PJUHH) ein zweiter Sitz für die Stiftung begründet worden ist* Sie ergeben sich allein daraus, daß die streitigen Kennzeichnungsrechte einen Teil des im Westen belegenen und unter der Firma der Klägerin zusammengefaßten Sondervermögens der Stiftung bilden und daher von der sowjetzonalen Enteignung nicht erfaßt werden konnten* Jenen registergerichtlichen und patentamtlichen Maßnahmen kommt keine konstitutive Wirkung zu* Sie haben zwar die Errichtung eines aktionsfähigen Geschäftsbetriebes in der Bundesrepublik erleichtert, materiellrechtlich sind sie jedoch für die hier zu entscheidenden Prägen ohne Bedeutung» Daher erübrigt es sich, auf die "Argli st einred en,f einzugehen, mit denen die Revision der Beklagten geltend macht, die handelsregisterlichen und patentamtlichen Eintragungen und ebenso die Verfügungen des Staatsmi-nister.Lums und des Kultministers in Württemberg-Baden seien arglistig "erschlichen” worden«, Materiellrechtliche Vorteile im gegenwärtigen Rechtsstreit sind der Klägerin durch diese angebliche "Erschleichung" nicht erwachsen» Die Rüge, das Berufungsgericht habe diese Verteidigungsmittel nicht beschieden (§§ 286, 551 Nr«, 7 ZPO), ist unbegründet» Das Berufungsgericht hat sich damit zwar nicht ausdrücklich auseinandergesetzt» Die Entscheidungsgründe des angefochtenen Urteils lassen aber in ihrem Zusammenhang keinen Zweifel darüber, daß es sie nicht für entscheidungserheblich erachtet hat» 2p Der Revision der Beklagten ist indessen zuzugeben, daß der vorliegende Sachverhalt gegenüber den bislang in der Rechtsprechung zur Entscheidung gelangten Pallen sowjetzonaler Enteignungen privatwirtschaftlicher Unternehmen mit Rücksicht auf die Organisationsform der ^m^-Stiftung und deren Zwecke Besonderheiten aufweist, die die Präge aufwerfen lassen, ob es angezeigt ist, die für jene Pälle entwickelten Rechtsgrundsätze auch hier unverändert anzuwenden» Während dort davon ausgegangen wird, daß der volkseigene Betrieb, der in der Sowjetzone an die Stelle des enteig- neten Unternehmens.getreten ist, dessen Tradition nicht fortsetzt und daher nicht "berechtigt ist, den Namen des enteigneten Unternehmens za benutzen (BGH GRUR 1956, 555 ~ Jurid), kann es sich im vorliegenden Ralle angesichts der angeführten Besonderheiten fragen, oh der Beklagte zu 1), obwohl er.erst seit dem 1p Januar 1951 als selbständige Rechtspersönlichkeit existiert, für sich etwa in Anspruch nehmen kann, den alten Stiftungsbetrieb, wenn auch in veränderter Rechtsform, fortzuführen* Dieser Standpunkt des Beklagten zu l) könnte dann gerechtfertigt sein, wenn davon* aus-zugehen wäre, daß die ^Enteignung" der ^J^^Betriebs-stätte und des sonstigen in der Sowjetzone belegenen Vermögens des Stiftungsbetriebes Firmasowie die Überführung dieses Vermögenskomplexes auf den Beklagten zu 1) als Rechtsträger in Wahrheit nur eine Änderung der Organisationsform der durch das Stiftungsstatut festgelegten Vermögensverwaltung zur Folge gehabt habe, die einem durch Enteignung erzwungenen Wechsel des Rechtsträgers bei sonstigen Unternehmen nicht ohne weiteres gleichgestellt werden könnte * Die Voraussetzungen für eine solche Betrachtungsweise sind jedoch nach dem vorgetragenen Sachverhalt nicht erfüllt« Der durch die Enteignung bewirkte Wechsel des Rechtsträgers könnte wirtschaftlich nur dann als1ein bloßer Wechsel in der Rechtsform der Verwaltung eines zweckgebundenen Sondervermögens angesehen werden, wenn der Beklagte zu 1) als der neue Rechtsträger dieses Vermögens sich dem Stiftungsstatut unterworfen, also rechtsverbindliche Verpflichtungen gegenüber der Stiftung dahin übernommen hätte, das dem Eigentum der Stiftung entzogene Vermögen als zweckgebundenes Sonder- lich selbst mit dem Gedanken getragen habe, seine Unternehmungen auf den Staat überzuleiten« Dr« hat diesen Gedanken auf ge geben« Dr« auf den sich auch die Revision der Beklagten in diesem Zusammenhang bezieht, schreibt dazu in "Werden und Wesen der -Stiftung” (2o Auflage S« 65)s Das Stiftungsstatut ergibt denn auch nichts dafür, daß Dr* Bilden ursprünglichen Gedanken noch weiter verfolgt oder daß ihm die Oberleitung seiner Unternehmungen in Staatsbetriebe etwa als Fernziel vorgeschwebt habe* Alles deutet vielmehr darauf hin, daß er bestrebt war, sein Werk gegen jegliche fremde Beeinflussung, auch vor einer Beeinflussung durch den Staat, zu schützen und ihm ein Eigenleben auf privatrechtlicher Basis zu sichern* Bezeichnend sind in dieser Hinsicht seine Ausführungen in den "Motiven und Erläuterungen zu dem Entwurf eines Statuts der BHBüB^tif^tung" (BB’ sammelte Abhandlungen Bd. 3 So 331): Each Ausweis des Statuts hat sich der Stifter zwar von sozialen Zielsetzungen leiten lassen* Das Statut läßt aber keinen Zweifel darüber, daß die Stiftung selbst, und zwar mittels ihrer Stiftungsbetriebe, diese Ziele verwirklichen sollte» Dabei ist vor allem auf die ins einzelne gehenden Vorschriften der §§ 21 ff des Statuts über die Verwaltung des Stiftungsvermögens zu verweisen, durch die die Erfüllung der Stiftungszwecke sichergestellt werden sollte© Diese Vorschriften gehen von einer streng gesonderten' Verwaltung des Vermögens der Stiftungsbetriebe unter Kontrolle der Stiftungsorgane aus© Erstrebt wurde, - darüber läßt der gesamte Inhalt des Statuts keinen Zweifel, - ein Betriebssozia-lismus© Mit der vom Stifter ersichtlich gewollten Zusammenfassung des Sondervermögens der industriellen Betriebe der Stiftung und seiner Verwendung allein für die im Statut vorgesehenen Stiftungszwecke ist aber die Überführung dieses Vermögenskomplexes in das "Eigentum des Volkes" ohne Bindung an das Stiftungsstatut, also die Ersetzung des statutgemäßen Betriebssozialismus durch einen "Gesamtsozialisraus" nicht in Einklang zu bringen» Dabei brauchte nicht geprüft zu werden, ob und in welchem uiafange die Beklagte zu 1), wie sie behauptet, zur Zeit tatsächlich im Statut vorgesehene vermögensrechtliche Aufgaben gegenüber der Stiftung und den in Bei dieser Sachlage verbietet es sich, davon auszugehen, die Beklagte zu 1) setze nur den Stiftungsbetrieb Optische Werkstätte (Firma in neuer Rechtsform fort* Dieser Stiftungsbetrieb wird vielmehr allein von der Klägerin fortgeführt, die sich an das Stiftungsstatut gebunden hält, so daß eine dem Willen des Stifters entsprechende Verwaltung des ihr zugeteilten Sondervermögens der Stiftung gewährleistet ist» Hieraus aber folgt, daß es nicht gerechtfertigt sein kann, der Klägerin, deren Vermögen durch die Enteignung ohnehin schon weitgehend geschmälert worden ist, eine weitere Beeinträchtigung dieses Vermögens durch Einräumung eines Mitbenutzungsrechts hinsichtlich des Hamens an die Beklagte zu 1) zuzu demuten, der dadurch im Hinblick aufseine Weltgeltung notwendig eine empfindliche Einbuße erleiden müßteo Es ist zwar nicht zu verkennen, daß durch die Tatsache der Aufteilung Deutschlands und die Enteignung in der Sowjetzone der Klägerin zur Zeit die Möglichkeit genommen ist, den Willen des Stifters, den Schwerpunkt der industriellen Betriebe der Stiftung in zu belassen, zu verwirklichen und den an gebundenen Teil der Stiftungszwecke dem Statut gemäß zu erfüllen* Dies beruht aber nicht auf einem freien Willensentschluß der berücksichtigen, daß der Klägerin, wenn sie keinen neuen Geschäftsbetrieb im Gebiet der Bundesrepublik ins leben gerufen hätte, die Möglichkeit verschlossen wäre, ehemaligen Angehörigen der Jenaer Betriebsstätte, die in den Westen übergesiedelt sind, eine neue Arbeitsheiraat in einem Stiftungsbetrieb zu bieten, wie auch in der Bundesrepublik einschließlich West-Berlin den sonstigen Fürsorgepflichten der Stiftung gegenüber den Angehörigen der Stiftungsbetriebe nach-zukommeno Der hier vertretenen Auffassung, daß der Beklagten zu 1) ein Mitbenutzungsrecht an dem Firmennamen *B» nicht zusteht, kann von der Revision der Beklagten nicht entgegengehalten werden, der goodwill dieses Namens hafte an der 0//^ Betriebsstätteo Es ist zwar richtig, daß der Name 00 durch die in 0^ geleistete Arbeit Weltruf erlangt hat* Inhaber dieses goodwill aber ist allein die tung, die den in ihm verkörperten Vermögenswert nach dem Willen des Stifters nutzbar zu machen hat« Ist die Stiftung der Betriebsstätte beraubt worden, in der dieser goodwill begründet wurde, so ist nach rechtsstaatlichen Grundsätzen kein Grund ersichtlich, der es zu rechtfertigen vermöchte, ihr über die Enteignung der Sachwerte hinaus, die sie im Machtbereich des Enteigners als Tatsache hinnehmen muß, auch noch den goodwill ihrer Namensrechte durch Einräumung eines Mitbenutzungsrechts an den neuen a) Auf die zu dem Recht der Gleichnamigen entwickelten Rechtsgrundsätze können sich die Beklagten nicht mit Erfolg berufen© Die Anwendung dieser Rechtsgrundsätze würde voraussetzen, daß sich der Beklagte zu 1) seines Firmennamens befugterweise bediente (BGHZ 4> 96 (102,105) - Farina/tJrköl'sch)© Biese Voraussetzung ist indessen nicht erfüllt© Ber Beklagte zu 1) leitet die von ihm in Anspruch genommene Befugnis zur Führung seines Firmennamens aus staatlicher Verleihung her© Ber Firmenname kann jedoch in der Bundesrepublik nicht als rechtmäßig erworben anerkannt werden© Rach internationalem Privatrecht ist, wie die Revision der Beklagten zutreffend bemerkt, das Recht einer natürlichen oder juristischen Person zur Kamens-führung nach deren Heimatrecht zu beurteilen (Palandt, Anhang zu Art© 7 EGBGB, Anm© 2$ RGZ 117, 217)* Bie Frage, ob dieser Grundsatz auf die interlokalen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und der sowjetisch besetzten Zone Beutschlands ohne weiteres angewandt werden kann, mag zweifelhaft sein© Öie kann indessen auf sich beruhen, da im vorliegenden Falle die Geltendmachung des durch die Namensverleihung entstandenen Rechts gegen den ordre public der Bundesrepublik verstoßt (Art«, 50 EGBGB)® Dem Beklagten zu 1) ist, wie das Landgericht Köln in seinem von der Klägerin vorgelegten Urteil vom 6«, Juli 1955 - 24 0 17/55 - mit Recht ausgeführt hat, nicht irgendein Name verliehen worden, sondern der rechtmäßig geführte Name eines anderen Rechtssubjekts, nämlich der unter diesem Namen - der Firma der Klägerin - im Rechtsverkehr auf-tretenden ^^^^^Stiftung» Das ist angesichts des Umstandes, daß der Beklagte zu 1) sich unter dem ihm verliehenen Namen auf dem gleichen gewerblichen Gebiete betätigen sollte und betätigt, auf dem die ^^^m^-Stif-tung unter der Firma tätig war und ist, mit der rechtlichen Ordnung der Bundesrepublik nicht zu vereinbaren, und zwar umso weniger, als der Beklagte zu 1) unter dem ihm verliehenen Namen ein Unternehmen betreibt, das der ^^m^^-Stiftung im ^ege entschädigungsloser Enteignung entzogen worden ist«, Was die Revision der Beklagten hiergegen vorbringt, ist nicht geeignet, eine abweichende Beurteilung zu rechtfertigen® Die Identität der Betriebsstätte, die Beschäftigung eines großen Teils der früheren Belegschaft und die dadurch für den Beklagten zu 1) gegebene Möglichkeit, sich deren Betriebserfah-rungen zunutze zu machen, schließlich auch der Umstand, daß aus dem Ertrage des Beklagten zu 1) gewisse Teile unmittelbar oder mittelbar zur Erfüllung von Stiftungs-Zwecken abgezweigt werden, boten der Verleihungsbehörde zwar einen Anknüpfungspunkt für die VerÜeihung gerade des Namens und mögen deshalb die Wahl dieses Namens erklären. eine entsprechende- Gestattung des früheren Firmeninhabers voraus« Eine solche Erlaubnis ist aber dem Beklagten zu 1) rechtswirksam nicht erteilt worden« Die umstrittenen Firmen- und Hamensrechte gehören, wie dargelegt, zu dem Sondervermögen des durch die Enteignung nicht untergegangenen und unter der Firma der Klägerin fortgeführten Stiftungsbetriebes Optische Werkstätte (Firma und unter- te neue Geschäftsleitung des Stiftungsbetriebes Firma oder durch die in der Sowjetzone amtierenden Organe der Stiftungsverwaltung nach der Enteignung eine Gebrauchslizenz an den streitigen Kennzeichnungen erteilt den* Daß aber diese Geschäftsleitung eine Gebrauchslizenz erteilt hat, wird von den Beklagtön nicht behauptete Auf die Eugen, mit denen die Bevision der Beklagten die Auffassung des Berufungsgerichts beanstandet, seit der Enteignung seien in der Sowjetzone keine handlungsfähigen Stiftungsorgane mehr vorhanden gewesen, die die Gebrauchs-lizenz hätten erteilen können, und mit denen sie weiter geltend macht, das Berufungsgericht habe den Vortrag der Beklagten nicht beschieden, nach der Enteignung habe die im Juni 1945 eingesetzte neue Geschäftsleitung des Stiftungsbetriebes Optische Werkstätte (Birma die Zustimmung zu der angegriffenen Eirmierung des Beklagten zu 1) erteilt und die Gebrauchslizenz an den streitigen Warenzeichen sei nicht nur dem Beklagten zu 1) durch die Vereinbarung vom 8«, Ap?’il 1954, sondern schon im Jahre 1948 dessen Bechtsvorgänger durch Organe der Stiftungs-Verwaltung eingeräumt worden, brauchte bei dieser Sachlage nicht eingegangen zu werden« - vorbehaltlich der Prüfung des Verwirkungseinwandes - im wesentlichen als begründet, soweit sie sich auf die Benutzung der streitige n Ke nnzeichnungen im_Gebiet_öer_Bimdesrepublik_ und^von West-Berlin beziehen* Io Für ihre Firmenbezeichnung genießt die Klägerin den-Schutz der §§ 12 3GB, 16 Abs* 1 UWG® Sie kann nach diesen Bestimmungen jeden anderen, der im geschäftlichen Verkehr einen Namen oder, eine Firma in einer Weise benutzt, die geeignet ist, Verwechslungen mit dieser Firmenbezeichnung hervorzurufen, auf Unterlassung in Anspruch nehmen, sofern sich nicht der andere auf ein besseres oder gleichwertiges Hecht zur Benutzung seines Namens oder seiner Firma berufen kann«. Ein solches Hecht steht dem Beklagten zu 1), wie dargelegt, nicht zu« Es kommt deshalb allein darauf an, ob die Benutzung der Firma des Beklagten zu 1): "VEß 0/0 00 00" im Gebiet der Bundesrepublik und von */est-Berlin die Gefahr von Verwechslungen mit der Fii-menbe-aeichnung der Klägerin begründet® Das Berufungsgericht hat die Verwechslungsgefahr bejahte Dem kann aus Hechtsgründen nicht entgegengetreten werden® Die Firma des Beklagten zu 1) stimmt in ihrem den Gesamteindruck beherrschenden Kern 1100000 u mit der Firma der Klägerin überein® Die damit gegebene Verwechs-lungsgefehr wird, wie das Berufungsgericht ohne Hechtsirrtum annimmt, durch die Zusätze "VEB11 und u00n nicht ausgeschalteto Denn die Bedeutung der Abkürzung "VEB" ist zahlreichen Verkehrsbeteiligten nicht bekannt und die Orts be Zeichnung wird häufig nicht beachtet werden® Rechtlich nicht zu beanstanden ist auch die Annahme des Berufungsgerichts, daß ein nicht unerheblicher feil der Verbraucherschaft durch die weitgehende Übereinstimmung der beiden Bezeichnungen zu demindest veranlaßt werden könnte, geschäftliche Beziehungen zwischen der Klägerin und dem Beklagten zu 1) als fortbestehend zu vermuten, mithin in jedem Fall Verwechslungsgefahr im weiteren Sinn gegeben sei® Soweit aie Revision der Beklagten demgegenüber geltend macht, die Vorstellung, die der Firmenname des Beklagten zu 1) erwecke, stehe zu den geschäftlichen Verhältnissen des Beklagten zu 1) nicht in Widerspruch, weil der Beklagte zu 1) die Beziehungen zu der ^m^^-Stiftung nach wie vor durch seine f Lir die Stiftungszwecke bestimmten Leistungen aufrechterhaltc-, beachtet sie nicht, daß der Verkehr nach der Feststellung des Berufungsgerichts aus der Ähnlichkeit der Firmenbezeichnungen auf das Bestehen unmittelbarer wettbewerbsrecht lieh erheblicher geschäftlicher Beziehungen zwischen dem unter der Firmenbezeichnung der Klägerin in betriebenen Unternehmen und dem Beklagten zu 1) schließen wird® Solche Beziehungen bestehen indessen unstreitig nicht® Im Ergebnis hat das Berufungsgericht hiernach die Voraussetzungen der §§ 12 3GB, 16 Abs® 1 UWG für den mit der Klage in Ansehung der derzeitigen Firmenbezeichnung des Beklagten zu 1) verfolgten ünterlassungsanspruch, soweit er sich auf das Gebiet der Bundesrepublik und von West-Berlin bezieht, zutreffend als erfüllt angesehen® Laß die für diesen Unterlassungsanspruch erforderliche Y/ie-derholungsgefahr gegeben ist, kann nach Lage der Sache nicht in Zweifel gezogen werden® menbezeichnung zu verbieten, wäre unter diesen Umständen nur dann gerechtfertigt, wenn der Beklagte zu l) seine derzeitige Firmenbezeichnung in der Absicht führte,.dadurch Verwechslungen mit dem unter der Firma der Klägerin betriebenen Unternehmen herbeizuführen und damit die Werbekraft des Namens unter Täuschung des Publikums über die Herkunftsstätte für sich auszunutzen (vgl® die vorangeführten Entscheidungen)« Für eine solche Absicht bietet der vorgetragene Sachverhalt jedoch keine hinreichenden Anhaltspunkte« Soweit den Beklagten über die Benutzung der konkreten Verletzungsform hinaus jede Verwendung der Namen oder in einer Firmenbezeichnung II* Auch hinsichtlich der streitigen Warenzeichen steht den Beklagten, wie dargelegt, kein Benutzungsrecht zu« Die Klägerin kann daher, wie das Berufungsgericht ohne Rechtsverstoß angenommen hat, auf Grund der §§ 15, 24 WZG als Inhaberin dieser Warenzeichen den Beklagten deren Benutzung für das Gebiet der Bundesrepublik und von West-Berlin verbieten« Der insoweit mit der Klage verfolgte Unterlassungsanspruch ist auch hinsichtlich der Warenzeichen 'begründet, die nach der Enteignung für die Klägerin in die V/arenzeichenrolle des Deutschen Patentamts neu eingetragen worden sind« Dazu war allerdings zu prüfen, ob zu besorgen ist, daß die Beklagten sich auch dieser Warenzeichen bedienen werden« Das hat das Berufungsgericht indessen mit rechtlich einwandfreier, von der Revision der Beklagten auch nicht angegriffener Begründung unter Hinweis darauf bejaht, daß der Rat des Bezirks der Stadt als Stiftungsverwaltung in dem Rechtsstreit 6 0 58/54 des Landgerichts Stuttgart die Klägerin auch auf Unterlassung der Benutzung dieser, zudem in der Vereinbarung vom 8« April 1954 mit ayufgeführten Warenzeichen in Anspruch genommen hat. Bei dieser Sachlage blieb, soweit es sich um die mit der Klage für das Gebiet der Bundesrepublik und von West-Berlin verfolgten und an sich begründeten Unter-lassmigsansprüche handelt, lediglich der Verwirkungseinwand zu prüfen« Das Berufungsgericht hat diesen Einwand für unbegründet erachtet« Einen Rechtsirrtum lassen die Ausführungen des angefochtenen Urteils insoweit nicht erkennen. Der Verwirkungseinwand beruht auf dem Grundsatz von Treu und Glauben (§ 242 BGB)o Br ist dann begründet, wenn die Rechtsverfolgung als verspätet gegen diesen Grundsatz verstößt (BGHZ 1, 31 /32/)-> Ausschlaggebend ist dabei, ob der Verletzer infolge des.Zuwartens des Verletzten mit dessen Einverständnis rechnen durfte und ob für ihn ein wertvoller Besitzstand zur Entstehung gelangt ist, dessen Aufgabe ihm bei billiger Abwägung der beiderseitigen Interessen nicht zugemutet werden kann (BGHZ 21, 66 /7§/ - Hausbücherei)« Das Berufungsgericht hat diese Voraussetzungen nicht für gegeben erachtet« Es hat aus dem Schreiben der im Westen tätigen Geschäftsleiter der beiden Stiftungsbetriebe an den Leiter der OptiK: vom 12« Eebruar 1930, dem Schreiben der Geschäftsleitung der Klägerin vom 3« Dezember 1951 an den Hauptdirektor des Beklagten zu 1) und aus dem Umstande, daß der Beklagte zu 1) sich im Einverständnis mit dem '»Ministerium der DDR für Maschinenbau" auf die darin für die. Benutzung der Kennzeichnungsrechte der Klägerin aufgestellten Bedingungen und Voraussetzungen eingestellt hat, entnommen, der Beklagte zu 1) habe sich nicht der Meinung hingeben können, daß er mit einem Einschreiten der Klägerin - bei Eicht ei nhaltung der Bedingungen - nicht zu rechnen habe« Es ist der Auffassung, daß angesichts der erwähnten beiden Schreiben und des tatsächlichen Verhaltens des Beklagten zu 1) von einem untätigen Abwarten der Klägerin, aus dem der Beklagte zu 1) oder sein Rechtsvorgänger Schlüsse zu ihren Gunsten hätten ziehen können, keine Rede sein könne« Dem kann aus Rechtsgründen nicht entgegengetreten werden« Auf den Besitzstand, der für den Rechtsvorgänger des Beklagten zu 1) und diesen selbst dadurch entstanden ist, daß die Kenn- zeichnungsrechte der Klägerin im Rahmen der von dieser ftlr die Benutzung aufgestellten Bedingungen Benutzt worden sind, können sich die Beklagten hinsichtlich der von ihnen außerhalb dieses Rahmens beanspruchten Benutzung nicht berufen« Das wird von der Revision der Beklagten nicht beachtet, wenn sie rügt, das Berufungsgericht habe rechtsirrig außer acht gelassen, daß für den Beklagten zu 1) ein wertvoller Besitzstand an den streitigen Kennzeichnungen entstanden sei« Der Beklagte zu 1) mußte von vornherein damit rechnen, daß der Besitzstand ihm verloren gehen werde, wenn er sich nicht mehr an die Bedingungen der Klägerin halte» Aus dem gleichen Grunde kann sich die Revision der Beklagten mit Erfolg nicht Optische Werke von aus beliefert worden sei, solange sie selbst den Markt mit eigenen Erzeugnissen noch nicht in dem erforderlichen Umfang hätte versorgen können« Diese Lieferungen gelangten über die ^^^Vertriebsorganisation an den Verbraucher und entsprachen insoweit den Bedingungen, unter denen die Klägerin zur Vergabe von Gebrauchslizenzen bereit gewesen ist» Im übrigen kann sich der Beklagte zu i) im Rahmen des § 242 BGB nicht wohl auf einen Notstand berufen, in den die Klägerin durch die von den Gewalthabern vorgenommene Enteignung versetzt worden ist, die ihn selbst in Konsequenz dieser Enteignung ins Leben gerufen haben« Aus derselben Erwägung heraus kann er für sich nicht geltend machen, daß er oder sein Reclitsvorgänger den Ruf der ^^-Erzeugnisse aufrechterhalten habe, als die Klägerin dazu infolge der Enteignung noch nicht in der Lage gewesen sei- Do Soweit di© Unterlassungsansprüche der Klägerin sich auf die Benutzung der streitigen Kennzeichnungen im Ausland, oeziehen, hat das Berufungsgericht die Klage angewiesen, weil die internationale Zuständigkeit und Gerichtsbarkeit des angerufenen Gerichts, d« h« des Landgerichts Düsseldorf, nicht gegeben sei« Im Ergebnis ist dem angefochtenen Urteil auch insoweit beizutreten« Ist diese Zuständigkeit nicht gegeben, so fehlt deshalb nicht die Gerichtsbarkeit* Der Mangel der internationalen Zuständigkeit hat vielmehr nur zur Polge, daß das angerufene Gericht seine Gerichtsbarkeit in diesem Streitfälle nicht ausüben kann (vgl* dazu Matthies aaOj Pagenstecher aaO; RGZ 157, 389)• Das angefochtene Urteil ist jedoch entgegen der Meinung der Revision der Klägerin durch den in Rede stehenden Mangel, bei dem es sich im übrigen eher um eine Ungenauigkeit des Ausdrucks als um eine Verkennung des Rechtsbegriffs der Gerichtsbarkeit handeln dürfte, nicht beeinflußt worden, da das Berufungs-goricht seine Entscheidung im Ergebnis allein auf den Mängel der internationalen Zuständigkeit abgestellt hat. 2» Ihren Hauptangriff richtet die Revision der Klägerin denn auch dagegen, daß das Bei’ufungsge rieht seine internationale Zuständigkeit verneint hat* Im Ergebnis ist indessen auch dieser Angriff nicht berechtigt. a) In erster Idnie hat das Berufungsgericht geprüft, ob sich die örtliche Zuständigkeit für die von der Klägerin mit Beziehung auf das Ausland geltend gemachten Ansprüche aus § 32 ZPO ergebe. *• ‘ yß fassung der Klägerin als unzutreffend ab, daß es sieb bei den mit der Klage angegriffenen Handlungen, auch soweit sie im Ausland begangen wurden, um den Ausfluß eines planmäßigen, unlauteren und unerlaubten Gesamtverhaltens handele, das den Tatbestand einer einheitlichen unerlaubten Handlung bilde und daher den Gerichtsstand des § 32 überall dort begründe, wo auch nur ein Teil dieser einheitlichen unerlaubten Handlung verwirklicht werde® Das Berufungsgericht berücksichtigt, daß es nach herrschender Meinung zur. Anm® IY zu § 32 ZPO)® Indessen ist es der Meinung, ein "identischer Tatbestand" mit dieser Rechtsfolge könne nur von solchen Handlungen gebildet werden, die sich auf ein bestimmtes einzelnes Land bezögen; Der Entschluß der Beklagten, die Kennzeichnungsrechte der Klägerin im Ausland fürsich in Anspruch -?zu nehmen und zu benutzen, führe zu so vielen einzelnen Entschlußfassungen und nicht identischen Tatbeständen, als es Länder gebe, in die die Beklagten exportierten® Aus.dem Umstand, daß die Beklagten unter Verletzung der Kennzeichnungsrechte der Klägerin Lieferungen in die Bundesrepublik und insbesondere auch in den Landgerichtsbezirk Düsseldorf vorgenommen haben, glaubt das Berufungsgericht deshalb die Anwendbarkeit des § 32 ZPO hinsichtlich der von den erweiterten Klaganträgen erfaßten Auslandshandlungen nicht herleiten zu können® Mit den Erwägungen der Klägerin und ihrer Revision könnte die örtliche Zuständigkeit des angerufenen Gerichts gemäß § 32 ZPO nur dsnn begründet werden, wenn anzunehmen wäre, die Lieferungen der Beklagten in die Bundesrepublik (und insbesondere in den Bezirk des Landgerichts Düsseldorf) seien mit dön Lieferungen in das Ausland derart verbunden, daß sämtliche Lieferungen als Teile einer einheitlichen unerlaubten Handlung angesehen werden konnten« Alsdann wäre die örtliche Zuständigkeit des Landgerichts Düsseldorf und damit hinsichtlich der Lieferungen in das Ausland auch »dessen internationale Zuständigkeit gegeben, da ein Teil der Gesamthandlung in seinem Bezirk (und zwar durch die Lieferungen in diesen Bezirk) begangen worden wäre (vgl« RGZ 72, 41 Zf4/)# Die Auffassung der Klägerin beruht indes auf einer zu weiten Ausdehnung des Begriffs der einheitlichen unerlaubten Handlung« Sind die mit Beziehung auf das Ausland erhobenen Klagansprüche jeweils nach dem Recht des Landes zu beurteilen, für dessen Gebiet sie geltendgemacht werden; so stehen so viele Ansprüche zur Erörterung, wie es Länder gibt, in die die Beklagten unter Benutzung der Kennzeichnungsrechte der Klägerin exportieren«, Jeder dieser Ansprüche beruht auf einer anderen Rechtst grundlage« Deshalb geht es nicht an, alle diese ^Ansprüche zusammen mit denen aus Lieferungen in den Bezirk des angerufenen Gerichts unter dem Gesichtspunkt einer einheitlichen unerlaubten Handlung zusammenzufassen« Soweit für die Beurteilung der mit Beziehung auf das Ausland erhobenen Ansprüche deutsches Recht zur Anwendung kommen sollte, läßt die Revision der Klägerin rechtsirrig außer acht, daß auch unter dieser Voraussetzung die Beurtoilungs-grundlage für die in Betracht kommenden Ansprüche jeden- Wird in einem ausländischen Staat eine Handlungsweise, die nach deutschem Recht an und für sich wettbeworbswi-drig wäre, als zulässig angesehen, so muß gefragt werden, ob sie bei dieser Sachlage, also unter Berücksichtigung des Umstandes, daß die ausländische Verkehrsauffassung sie billigt, mit den Anschauungen des anständigen deutschen Kaufmannes zu vereinbaren ist und deshalb nicht gegen § 1 TJWG verstößt* Die Beurteilung kann daher auch bei Anwendung deutschen Rechts je nach dem Lande, in dem die Wettbewerbshandlung begangen worden ist, durchaus verschieden ausfallen* Hinzu kommt noch, daß deutsches Recht im vorliegenden Balle hinsichtlich der Ausland sansprüche der Klägerin nur angewendet werden kann,, wenn man die Beklagten als "Inländer” ansieht* Dann aber sind die Lieferungen der Beklagten in das Gebiet der Bundesrepublik und insbesondere in den Bezirk des Landgerichts Düsseldorf keine Kxportlieferungen* Als einheitliche unerlaubte Handlung in dem von der Klägerin gewünschten Sinn könnten alsdann nur diese Lieferungen einerseits und allenfalls die Auslandslieferungen anderseits zusammengefaßt und einander gegenübergestellt werden* Die Auffassung, daß Inlands- und Auslandslieferungen zusammen eine einheitliche unerlaubte Handlung bildeten, Das Berufungsgericht hat es ferner abgelehnt, der Auffassung der Klägerin zu folgen, die örtliche Zuständigkeit des angerufenen Gerichts für die in Rede stehenden Ansprüche sei nach § 32 ZPO auch deshalb gegeben, weil die Beklagten im gegenwärtigen Rechtsstreit den Standpunkt vertreten hätten,-sie seien berechtigt, die streitigen Kennzeichnungsrechte der Klägerin im Ausland zu benutzen® 3s ist der Meinung, die Beklagten hätten im Bezirk des angerufenen Gerichts durch diese Rechtsverteidigung keine schuldhafte, rechtswidrige unerlaubte Handlung begangen, der Klägerin sei hierdurch auch kein Schaden zugefügt worden? könnte die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts auf diese Weise begründet werden, so werde den zivilprozessualen Bestimmungen über den Gerichtsstand jede Bedeutung genommen® Biesen Ausführungen ist beizutreten® Auch die Revision der Klägerin hat hiergegen nichts eilige wandt® Soweit das Berufungsgericht allerdings meint, der Gerichtsstand des § 32 könne nicht dadurch begründet werden, daß ein Teil der im Ausland zu vertreibenden und mit den streitigen Kennzeichnungen versehenen Erzeugnisse der Beklagten das Gebiet der Bundesrepublik im Transitverkehr passiere, sind seine Ausführungen, wie die Revision der Klägerin mit Recht rügt, nicht frei von Rechts-irrtum® Bor reine Transitverkehr durch das Gebiet der Bundesrepublik stellt zwar, wie der erkennende Senat in dem Urteil BGKZ 23, 100 (104) - Pertussin I - ausgeführt hat, kein "Inverkehrbringen" im Sinne der §§ 15, 24 WZG in diesem Gebiet dar® Bedeutet indessen der Vertrieb der Erzeugnisse im Ausland .einen Verstoß gegen ausländische Kennzeichnungsrechte oder eine unlautere Wettbewerbshand-lung und damit eine unerlaubte Handlung im Sinne der §§ 823 ff 3GB, so ist die Purchfuhr durch das Gebiet der Bundesrepublik ein in diesem Gebiet begangener Teil der unerlaubten Handlung und daher geeignet, einen inländischen Gerichtsstand gemäß § 32 ZPO zu begründen (BGH LM Efr® 22 zu § 24 WZG - Pertussin II% ebenso auch das Urteil "Pertussin I", insoweit jedoch in BGHZ 23, 100 nicht abgedruckt)o Im Ergebnis konnte die Hüge jedoch keinen Erfolg haben® Pie Zuständigkeit des angcrufenen Gerichts, also des Landgerichts Püsseldorf, hätte auch nach dieser Auffassung gemäß § 32 ZPO durch den von der Klägerin behaupteten Transitverkehr nur dann begründet werden können, wenn dieser Verkehr - wie in den beiden Pertussin-Pällen - gerade über den Bezirk des angerufenen Gerichts gegangen wäre® PafUr .ist aber aus daß Vortrage der Klägerin, die lediglich behauptet hat, der Transit-vex’kehr sei über das Gebiet der Bundesrepublik gegangen, nichts zu entnehmen® Auf die - auch in den beiden erwähnten Pertussin-Urteilen, dort mit Rücksicht auf die §§ 512 a, 549 Abs® 2 ZPO, nicht erörterte - Präge, ob, wenn durch den Bezirk des angerufenen Gerichts ein Transitverkehr nach bestimmten Ländern stattgefunden hat, damit auch die internationale Zuständigkeit dieses Gerichts für Ansprüche aus Lieferungen in andere Länder begründet wird, brauchte unter diesen Umständen nicht eingegangen zu werden® Bundesrepublik vertriebenen - Zeitschriften mit Export-anzeigen geworben, durch die die Firmen- und Zeichenrechte der Klägerin verletzt worden seien« Insoweit handelt es sich um neues tatsächliches Vorbringen, das in der Revisionsinstanz nicht berücksichtigt werden kann.» dieses Vorbringens gemäß § 529 Abs« 2 und 5 ZPO, wie das Berufungsgericht sie vorgenommen hat, erforderlich war, nicht berücksichtigt werden«, Die Ausübung des Ermessens des Berufungsgerichts ist in der Revisicnsinstanz nicht nachprüfbar (Rosenborg, Lehrbuch des Deutschen Zivil-prozcßrochts, 6«, Aufl® So 292)0 Es bedurfte deshalb keiner Prüfung, ob überhaupt die internationale Zuständigkeit aus § 25 ZPO hergeleitet werden könnte« c) Die örtliche Zuständigkeit des angerufenen Gerichts für die mit Beziehung auf das Ausland erhobenen Xlagan-sprüche ist hiernach im vorliegenden Palle weder aus § 32 noch aus § 23 ZPO herzulei ten* Da diese Zuständigkeit sich bei der gegebenen Sachlage auch aus sonstigen Bestimmungen nicht ergibt, fehlte dem angerufenen Gericht in Ansehung der in Rede stehenden Ansprüche die internationale Zuständigkeito Diese Ansprüche sind daher mit Recht abgewiesen worden«. angenommen und demzufolge die Beklagten insoweit zur Erteilung von Auskunft verurteilt und ihre Schadensersatz-Pflicht festgestellt hat, sind die Ausführungen des angefochtenen Urteils rechtlich nicht zu beanstanden« Die Klägerin hat die Beklagten wiederholt verwarnt und insbesondere in ihrem letzten Verwarnungsschreiben vom 12« Februar 1954- keinen Zweifel darüber gelassen, daß sie entschlossen sei, gegen die Beklagten vorzugehen« Wenn das also vom Eingang dieses Schreibens ab, schuldhaft gehandelt hätten, so entspricht das den in der Rechtsprechung zur Frage des Verschuldens bei Verletzungen von Kennzeichnungsrechten und Y,'ettbewerbs-veratößen entwickelten Grundsätzen® Ohne Rechtsirrtum hat das Berufungsgericht auch auegeführt, daß den Beklagten kein Entschuldigungsgrund zur Seite stehe«, Bei der gegebenen Sachlage konnten die Beklagten, ohne sich dem Vorwurf fahrlässigen Handelns auszusetzen, nicht darauf vertrauen, daß ihre Rechtsauffassung Anerkennung finden werde® Der Streitfall mag zwar gegenüber den bislang zur Entscheidung westdeutscher Gerichte gelangten Fällen entschädigungsloser Enteignungen gewisse Abweichungen aufweisen® Angesichts des Umstandes, daß die Stiftung auch nach sowjetzonaler Rechtsauffassung existent geblieben ist, lag indessen die Möglichkeit, daß die Benutzung von Kennzeichnungsrechten der Stiftung von den Gerichten nicht gebilligt werden könnte, doch so nahe, daß sie von den Beklagten nicht außer acht gelassen werden durfte (vgl® BGEZ 8, 88 /S7/)® Klägerin durch die Beklagten erhebliche Verwirrung her-* vorgerufen haha, so kann dem aus Rechtsgründen nicht entgegengetreten werden® Rechtlich nicht zu beanstanden ist ferner, daß es die einleitende Strafandrohung sowie die Verurteilung zur Auskunftserteilung und die Bestellung der Schadensersatzpflicht von der Veröffentlichungsbefugnis ausgenommen hat* Bas gleiche gilt hinsichtlich der Ausführungen, mit denen das Berufungsgericht es abgelehnt hat, den Beklagten die Veröffentlichungsbefugnis hinsichtlich des Ausspruchs über die teilweise Abweisung der Klage zuzuerkennen« An der Veröffentlichung dieses Ausspruchs könnten die Beklagten, wie das Berufungsgericht zutreffend* angenommen hat, nur dann interessiert sein, wenn zugleich die abgewiesenen Anträge mitveröffentlicbt würden*' Bas ist aber in § 23 UWG nicht vorgesehen« Bie Mitveröffentlichung der abgewiesenen Anträge ließe sich allenfalls unter den Voraussetzungen der Bestimmungen des § 249 BGB rechtfertigen«die das Berufungsgericht indes ohne Rechtsverstoß nicht als erfüllt angesehen hat« Go Bie Widerklage des Beklagten zu 1) ist unbegründet® Bas folgt, wie das Berufungsgericht rechtsirrtumsfrei ausgefühi-t hat, ohne weiteres aus der Annahme, daß die Klägerin Inhaberin der streitigen Xennzcichnungsrechte ist« Rechtlich nicht zu beanstanden sind auch die Ausführungen, mit denen das Berufungsgericht es billigt, daß die Klägerin auch das Warenzeichen Kr» 501 470 benutzt, obwohl dieses .Zeichen die Ortsangabe fr^^f> enthält« Wenn das Berufungsgericht der Auffassung ist, der Verkehr werde durch dieses Zeichen nicht getäuscht, weil die in einem Warenzeichen enthaltene Ortsangabe nicht notwendig besage, daß sich der Betrieb an dem angegebenen Ort befinde, und