BGH · I ZR 19/53
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u s s c h lie ß 1 i c b und diese unter seinem notwendig der Herr des 'henrnenso Die Tätigkeit vielmehr auch in einem Rahmen eines fremden Unternehmens ausgeübt werden und läßt daher für sich allein nicht den Schluß zu. Die Provision errechnet sich aus dem verbleibenden' winnsteuerpfGichtigen Einkommen nach Abzug aller Steuern« Als Vorauszahlung auf diese Provision wir ab Januar 1950 den Lizenzträgern DM 200«- a/conto-zahlt« 1« den Beklagten zur Vermeidung einer für jeden Fall der Zuwiderhandlung vom Gericht festzusetzenden Geld- oder Haftstrafe zu untersagen, die von ihnen verlegte Wochenzeitschrift "Fußball-Wette" in der ^bisherigen Ausstattung, insbesondere der Titelseite,, sowie unter solchem Harnen herzustellen und zu vertreiben, ■ 21 festzustellen, daß die Beklagten .verpflichtet sind, der Klägerin den. . Schaden zu ersetzen, den die Beklagten aus der Herstellung und dem Vertrieb der von ihnen verlegten Wochenschrift "Fußball-Wette" der Klägerin verursacht habe, Die Beklagten haben um Abweisung- der Klage gebeten Sie haben geltend gemacht, die "Sport-Wett Ott Juli 1949 von dem den Beklagten, als den nizenzträgem herausgegeben word Durch den Vertrag vom 301 Januar 1950 hätten sie sich GtfBV persönlich - allenfalls mit derKlägerin -e :L ne r ■ off e h e n H a nd eisgesells c h a ft z um Zw ecke der. 1«, Das Berufungsgericht ist davon ausgegangen, daß die Sport-Wette als Zeitscliriftenunternehmen ursprünglich Vermögen der Klägerin gehört habe«, Alsdann hat führt, durch den Vertrag vom 30» Januar 1950 für sich persönlich ro.it den Beklagten abgeschlossen ,sei zwischen den Beklagten -und' C.MMM o - r lags ge ^ Seilschaft, bezüglich der Sport-Wette begründet worden« ■ QMM habe in dieseGesellschaft mit ausdrücklicher oder doch stillschweigender..Zustimmung -der Klägerin die Sport-Wette eingebracht, die -damit aus dem Vermögencd er Klägerin ausgeschieden und in das Vermögen der neu gegrün de ten’ Gesellschaft ■ übergegangen :sei« Der Klägerin st und,eh daher' keine Rechte' an der Sport-Wette irtphr zu, so -daß sie sur Geltendmachung der mit der Klage verfolgten Ansprüche nicht befugt sei« Die Auffassung.., daß die Sport-Wette als Zeitschriften unternehmen' ursprünglich -'und jedenfalls bis zu dem 30«Janüa 1950 - der Klägerin "gehört" habe, die Klägerin ini Sinne der Rechtsprechung des Reichsgerichts ..(RC-Z 68, 49 /537’) also Herr des Unternehmens gewesen sei, beruht auf recht lieh einwandfreier Würdigung des Ergebnisses der Beweisaufnahme und ist aus Rechtsgründen nicht zu beanstanden« Pie Sport-Wette ist,' wie das Berufungsgericht feststellt von der lCiä|erin gegründet, die Einnahmen sind zu ihren Gunsten verbucht und die Ausgaben von ihr getragen werde Pie Klägerin hat zwar für die Sport-Wette ein besonderes füch geführt, in das alle die Sport-Wette betreffenden E: nahmen und Ausgaben unter Hinzusetzung eines Anteils an den allgemeinen Geschäftsunkosten der Klägerin euigetragei wurden« Sie hat aber nicht etwa die Sport^Wette'auf meinem besonderen Konto wie ein fremdes Unterne innen belastet oder erkannt« Pie Beklagten waren - jedenfalls zunächst - ledig lieh Angestellte der Klägerin für deren Abteilung SpÖri-Wette« Piese Feststellungen reichen bei dem gegebenen Sach verhalt aus, um die Annahme zu rechtfertigen, daß die Klä gar in zu dem mindesten bis zu dem 30« Januar I960 der Herr des Zeitsehriftenunternehmens der Sport-Wette gewesen ist« der Herr eines Zeitschriftenunternehmens ist*, kommt es letztlich nur auf die tatsächlich gegebenen -Verhältnisse an«, Diese weisen aber nach dem .insoweit vom Berufung,sge- .'fMll rieht zutreffend gewürdigten-Ergebnis der Beweisaufnähme-1 eindeutig auf die Klägerin als den Herrn des Unternehmeri^^jV hin«, Auch die Erteilung der Lizenz an die Beklagten hat-vgH ' ' dieser Stellung der Klägerin nichts geändert«, Die Erteil! 163)* Auch die gutachtliche Äußerf des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger ek.Vo in .Düsseldorf vom 7«, April 1951 (Bl 53 GA), auf die sich di Beklagten berufen haben, spricht nur davon, daß eine Verl mutung für das "Eigentum" des Lizenzträgers an dem lizensierten Unternahmen bestanden habe, läßt aber ersieht: lieh die Widerlegung dieser Vermutung zu«. Denn der Heraus-• geben 'einer Zeitschrift ist selbst dann,wenn die geistige .Leitung .der Zeitschrift .ausschließlich in seinen' Händen liegt und diese • unter seinem Hamen erscheint, nicht not--t : Vend ig d er Herr d e s' Z eit schrift e nu nt er ne hm en s (Bappert-Manns, Verlagsrecht, Anm 17 zu § 41 VerlG)„ Die Tätigkeit als Herausgeber kann vielmehr auch in einen solchen Falle im Rahmen eines fremden Unternehmens'ausgeübt werden und läßt, daher für sich allein nicht den Schluß zu. 5o Dagegen halten die weiteren Ausführungen des Berufungsgerichts einer rechtlichen Rachprüfung nicht stand, und zwar auch dann nicht, wenn von der Feststellung des Berufung^ gerichts ausgegangen wird«, daß Grimsehl den Vertrag vom. 30o Januar 1950 nicht als Vertreter der Klägerin für diel sondern für sich, persönlich mit den Beklagten /abgeschlös! Die Frage, ob die Sport-Wette als Zeitschriftenuhtej nehmen auf Grund des Vertrages vom 30« Januar 1950 aus d|p Vermögen der Klägerin herausgenömmen und in eine durch dl sen Vertrag zwischen den Beklagten und CMMM begründe: Gesellschaft eingebracht worden ist, ist schon in dem Uri teil des II* Zivilsenats d es Bundesgerichtshofs- vom 19/|| Dezember 1953 in dem Rechtsstreit II ZR 24/53 behandelt | worden, in dem aMHMMN von den Beklagten auf Grund des. Das Berufungsgericht hat in dem der Entscheidung desf IIc Zivilsenats zugrunde liegenden Urteil angenommen, dur] den Vertrag vom 30/: Januar 1950 habe eine offene Handels^ Seilschaft zürn Zwecke des gemeinsamen Betriebs eines Ver-i lägest, also eines Grundhandelsgeschäfts' im Sinne des § -if Abs 2 Kr 8 KGB. begründet werden sollen, während es im vo liegenden Falle unentschieden gelassen hat-, ob durch den| Vertrag eine offene Handelsgesellschaft oder eine Gesell*^ Schaft des bürgerlichen Rechts zwischen *MK£MK und den Beklagten entstanden sei« Abgesehen hiervon stimmen die ; beiden Urteile in der Beurteilung der rechtlichen. miteinander überein« Im einzelnen hat das Berufungsgericht ausgeführt; ( 'MMNMMN habe in dem Vertrage vom 30, Januar. ' #glt Denn die Beklagten hätten aus dem absichtlich unklar gehal tenen Vertrag und aus dessen Vorgeschichte, zu demal ihnen nicht naehzuweisen sei,läaß sie die wirklichen EfgehtumsVerhältnisse an clem Verlag gekannt hätten, nichts anderes entnehmen können, -als daß GlNMflMNt-mit.ihnen eine Verlagsgesellschaft bezüglich der Sport-Wette gründe und die Sport-Wette in das Gesellschaftsvermögen einbringe„ die Sport-Wette aus dem Verlag der Klägerin herauszunehmen und darüber im eigenen Hamen mit den Beklagten einen Gesellschaf tsvertrag abzuschließen« Seine Ehefrau, die damalige Geschäftsführerin der Klägerin,:.habe ihn aber'mit; ■ Wissen und Willen allgemein als Vertreter'der Klägerin auftreten lassen und ihn damit’stillschweigend bevollmächtigt, Geschäfte jeder.Art. für die Klägerin abzü-schließeho Deshalb sei er der Klägerin gegenüber befugt gewesen, die Sport-Wette aus deren Verlag herauszunehmen' und in die neue Gesellschaft einzubringen« Darüber hinaus sei anzunehmen, daß er den Vertrag vorn 30= Januar 1930 in Je'ZL'"EiViVers^tStiidirii:■ seinei*"au.' dem-'sxe Kenntnis erhalten habe, nicht widersprochen und damit :den Vertrag genehmigto Die. Klägerin müsse :;.den:' ; Wie ' das Urteil ..des' II« iZiviisehatsjhervorhebt: .und h.:K auch die Revision mit Recht geltend macht,.Ist für die Annahme, die Beklagten hätten.nicht gewußt,, daß die Sport-Wette zu dem Vermögen.der Klägerin gehört habe, angesichts der Bestimmung unter Ziff 1 des.Vertrages kaum Raum« Wenn es dort heißt, der Verlag der Sport-Wette sei ein Teil der PtfMMi -'Tabellen GmbH und habe innerhalb dieser Resells ehe eine eigene Unterbuchhältung, so ist damit fernerauch d: Auffassung des Berufungsgerichts nicht zu vereinbaren, d: Beklagten hätten diese Bestimmung dahin verstehen kennen daß die Klägerin, wie bislang« einen Teil der Arbeit für die Sport-Wette ausführen solle« Selbst wenn die Beklagten! aber, wie das Berufungsgericht feststeilen zu wollen' sehe ill sie in diesem Sinne verstanden haben sollten« so könnten si sich hierauf der Klägerin gegenüber mit Rücksicht auf den eindeutigen Wortlaut der Bestimmung nicht berufen« Eindruck erwecken wollen und auch tatsächlich erweckt, Wiel der II, Zivilsenat in dem erwähnten Urteil mit Recht beiner setzt es sich dabei aber nicht mit den Gründen auseinander'! Auch ist dem II,', Zivilsenat, zu demal in dem Vertrage weder das Unternehmen als solches bewertet noch das Beteiligungsverhält-nis • festgelegt wird, zuzustimmen, wenn er es.angesichts der in den -Ziff 2 und 4 enthaltenen .'Bestimmungen über die' Gewinnbeteiligung der Beklagten, ihr Pesthonorar und den Ausschluß der Beteiligung an etwaigen 'Verlusten nach all*-gemeinen wirtschaftlichen Gepflogenheiten für ungewöhnlich hält, daß die Beklagten außerdem noch - und zwar in Ermangelung einer ausdrücklichen Regelung abweichend von dem für die Gewinnbeteiligung vorgesehenen Verhältnis -zu je 1/3 an der Substanz hätten beteiligt werden sollen, und deshalb für die Annahme, daß die Parteien einen solchen für die Beklagten einseitig günstigen,, für aber ungünstigen' Vertrag hätten abschließen' wollen,nach allgemeinen Auslegüngs'grundsätzen wirklich greifbare Anhaltspunkte fordert;' die in dem angefochtenen Urteil nicht auf -gezeigt worden seien,, >/ eine besondere GmbH für die Sport-Wette zu gründen, an der -ClMMi und die Beklagten^ '-nichtaber die Klägerin hätten beteiligt werden sollen« Aber zur Gründung dieser GmbH ist es. wenn auch aus der Befürchtung heraus, daß die dafür erforderlichen Geldmittel.nicht aufgebracht werden kennten, nicht gekommen« Der in dem angefochtenen Urteil mitgeteilte Vertragsentwurf vom 20« Januar 1950 ferner, mit dessen Auslegung sich das Berufungsgericht nicht befaßt hat, enthalt ebenso wie der Vertrag vom 301 Januar 1950 am Anfang die Bestimmung, daß die Sport-Wette ein. Aber der Entwurf ist Jli nicht ausgeführt -worden, und bezeichnenderweise sind ge .afi ra.de diejenigen Bestimmungen, die zu jener Auslegung hat^Mr führen können, in dem abgeschlossenen Vertrage nicht ent A halteno » , r > ' . Wenn das Berufungsgericht weiterhin feststellt., daf die Beklagten seit langem den Abschluß eines Gesellschaf Vertrages gewünscht hätten und Grimsehl mit Rücksicht hiejtgg den Vertrag vom 30» Januar 1930 angeschlossen habe, weil befürchtete, sie sonst als' Mitarbeiter zu verlieren, so maß das zwar den Schliiß rechtfertigen, daß die Beklagten häl annehmen dürfen, sie seien mit dem Vertrage vom 30» JanuäljfB 1950 in ein Gesellschaftsverhältnis zu getreten,, Die weitere Schlußfolgerung aber, demzufolge müsse es aucl so angesehen werden, als ob 6MMi die Sport-Wette in Gesellschaft eingebracht und der Vertrag ihn dazu verpfliff tet habe, ist nicht zwingend» Denn wie der II„ Zivilsenat überzeugend ausgeführt hat, kann sich der Vertrag vom 30c.-Januar 1950 sehr wohl auch dann als G-esellschaftsvertrag: darstellen, wenndie Sport-Wette als Unternehmen im Vermögen der Klägerin verblieben ist, da in' diesem Palle einHHB atypische Gesellschaft des bürgerlichen Rechts entstanden sein könnte, die zwar kein Gesamthandsvermögen besessen | und deren Zweck sich im wesentlichen darin erschöpft hatt IM daß die Parteien sich gemeinsam unter Gewinnbeteiligung 1 der Beklagten zur Mitarbeit an der Sport-Wette verpflicht« ten, die-aber gleichwohl unter den gegebenen Umstanden al|§| wirtschaftlich sinnvolle Ausgestaltung der rechtlichen Bet Ziehungen zwischen den Beklagten und Grimsehl angesehen werden müsse» Im einzelnen braucht hierauf nicht eingegangen zu werden, da es im vorliegenden Palle, wie das.Sej9 Im Impressum der Hefte Nr 1 bis 13 des Jahrganges 1950 der Sport-Wette ist zwar als Verlag' die "Sport-Wette” namhaft gemacht worden, Das Berufungsgericht hat aber mit Recht davon abgesehen, diesen Umstand zur Begründung seiner Ansicht heranzuziehen, daß die Sport-Wette auf Grund des Vertrages vom 30« Januar 1950 in das ’Vermögen der durch -diesen Vertrag begründeten Gesellschaft übergegangen sei« Seine Annahme, daß die Angaben im Impressum,deren Bedeutung zudem vorwiegend auf presserecht1ichem Gebiet liegt, ange-0 siebte ihres vielfachen Wechsels keine zuverlässige Grundlage für die Entscheidung der Frage nach dem Herrn des Unternehmens böten,- ist aus Rechtsgründen nicht zu beanstanden« 5« Kann nach alledem der Auffassung des Berufungsgerichts nicht gefolgt werden,, daß das Unternehmen der Sport-Wette auf Grund des Vertrages vom 30« Januar 1950 aus'dem Vermögen der Klägerin heraus genommen und in eine durch diesen Vertrag begründete Gesellschaft zwischen den Beklagten und Grimsehl eingebracht worden sei, so ist damit dem angefochtenen Urteil die Grundlage entzogen« Für die Entscheidung des Rechtsstreits muß davon ausgegangen werden, daß die Klägerin trotz des Vertrages vom 30» Januar'1950 Herr des Unternehmens der Sport-Wette geblieben istK Als solcher ist die Klägerin aber befugt, die mit der Klage verfolgten Ansprüche geltend zu machen« Bas angefochtene Urteil mußte deshalb aufgehoben werden« Zur Endentscheidung ist der Rechtsstreit noch nicht reif, da die Klageansprüche noch der tatrichterliehen Erörterung bedürfen, von der das Berufungsgericht - von seinem Standpunkt aus mit Recht -bisher abgesehen hat« Der Rechtsstreit ’war deshalb zur anderweiten Verhandlung und Entscheidung an d gericht zurückzuverweisen«