■ Für die amtliche SammlungI Die Kraftverkehrsordnung ist kein Gesetz mit allgemein verbindlicher ’lirkung, sondern nur Teil eines Tarifes, der allgemeine Vertragsbedingungen enthält. Diese erhalten nur durch beiderseitige Unterwerfung der Vertragspartner Uirksamkeit für ein konkretes Vertrags-Verhältnis. 2, § 15 KV0 macht den Güterfernverkehrsvertrag: nicht zu dem Pormalvertrag. Er ist.durch beiderseitige Übereinkunft der Vertragspartner abänderbar „ 1 der Elageans.:Tuch den G-runde nach für gerechtfertigt erlrlärt» Insoweit wird die Sache zur Verhandlung über die Höhe des IQageanspruch.es und über die Kosten des Rechtsstreits einschließlich der Kosten der Revision an das Landgericht in Düsseldorf verwiesen,, don Brxehxgui ein Praont-wewiegt :iv:n .Abschluß des Be-wtcwnki - in don dew Uuteruex-.-uox: ine Wirkungen von den vereinbarten Vertragsbedingungen•gestalte und endigt erst mit der Aushändigung des Seförde'rungsgutes an " den Ernpf angsberechtigtenV Infolgedessen ist es ohne Be— .läng,Ein welchem Abschnitt der Vertragsleistungen des Unternehmers ein häf tungbegründender Umstand".eingetreten ist» . fll-HDi'e Haftung des Beklagten ist also allein nach den Be-b , Stimmungen der EVO zu"beurteilen. Eine Haftung für Verschulden Dritter (§6 EVO) kommt nach dem vom Berufungsgericht festgestellten Sachverhalt'nicht in Betracht» Bereits in der;; Entscheidung vom 19» Januar 1951 hat der Senat' ausgeführt» " daß der vom Berufungsgericht ■.angenommene Verdacht auf einer: Diebstahl der Briefmarkensammlung durch Angestellte des. Be- r klagten für eine Feststellung ihrer Täterschaft nicht aus-reiche» Bas Berufungsgericht hat abermals ohne Feststellung ■neuer Tatsachen seine «Annahme einer Veruntreuung durch Leute des Beklagten" für ausreichend gehalten» um. dem Be-klagten die Entkräftung dieser "Annahme" zuzu demuten» Bas ist eine Verkennung der Beweislast» Der Eläger hatte, wenn er .sich auf Verschulden des Erfüllungsgehilfen der Beklagten berufen wollte, die volle Beweislast für diese Behauptung» Von einem Beweise des ersten Anscheins konnte keine Bede sein, da es sich nicht. um einen typischen Ueschehensablauf handelt, bei c.em .die' Lebenserfahrung für eine bestimmte Ursache des Schadens spricht» Heben der "Annahme" des Berufung®:. gerichts gibt es eine Fülle anderer Möglichkeiten, für das Verschwinden, die nicht übersehen werden können» unter ul anderem z»B» eine Entwendung durch irgendwelche dritte Personen» 'Der vom Berufungsgericht festgestellte Sachver- . cf.halt ergibt keinen Anhalt dafür, daß diese Möglichkeiten nicht gegeben sind» Der Eläger ist daher für ein Verschuideh|| cii 't i Sc Ha .den a XilQ' U o Gl ;n irilixt ;:e eine ii Vor agsscnlusses Uri ■‘iö"LOi 'riiir ifil 1 i c lit e 11 n a c li ■ 1 e sind .von der’. Kd nnen, Ir at es or allem den rpffT’i V '-t;- — X f :' der B-riefrn iaf|eh 'samml; von Eins elstucken ;".yo seitlichen Gesichtspunkten geordnet und vor-aird.und somit an • All r d i n , , Es unterliegt also keinem Zweifel, daß die streitige Sammlung mit ihren Doppelstücken einen besonderen Gegenstand mit "einem Sonder-,vert darstellte, der die in § 34 e KVO fest- 1 gelegte -Tertgrenze-nach den eigenen Vorträge des Klägers überschritt«, Die Haftung des Beklagten für derartige Sonder-' werte ist vertraglich ausgeschlossen. Die Klage ist daher insoweit abveisungsreif, Gegenstand der Klage bleibt danach allein das nach der -Behauptung ; des Klägers wertvolle..." Zigaret tenkästchen, in das die „Doppelstücke eingeschlossen waren;; Insoweit mußte das Grandurteil des Landgerichts bestätigt werden«,
Pllr das ITachsehlagewerk! ■ Für die amtliche SammlungI
■Gesetz:
/Rechts Satz1,
Kr a? t v e rk e hr sor anung
Gesetz über den Güterfernverkehr vom
260 Juni 1935
Die Kraftverkehrsordnung ist kein Gesetz mit allgemein verbindlicher ’lirkung, sondern nur Teil eines Tarifes, der allgemeine Vertragsbedingungen enthält. Diese erhalten nur durch beiderseitige Unterwerfung der Vertragspartner Uirksamkeit für ein konkretes Vertrags-Verhältnis.
2, § 15 KV0 macht den Güterfernverkehrsvertrag: nicht zu dem Pormalvertrag. Er ist.durch beiderseitige Übereinkunft der Vertragspartner abänderbar „ 1
Aktenzeichen; I ZR 173/51
Urteil des 3GH vom 29= April 1952 OLG Düsseldorf
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2» Im übrigen v/.ird. der Elageans.:Tuch den G-runde nach für gerechtfertigt erlrlärt» Insoweit wird die Sache zur Verhandlung über die Höhe des IQageanspruch.es und über die Kosten des Rechtsstreits einschließlich der Kosten der Revision an das Landgericht in Düsseldorf verwiesen,,
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Von einem Beweise des ersten Anscheins konnte keine Bede sein, da es sich nicht. um einen typischen Ueschehensablauf handelt, bei c.em .die' Lebenserfahrung für eine bestimmte Ursache des Schadens spricht» Heben der "Annahme" des Berufung®:.
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Es unterliegt also keinem Zweifel, daß die streitige Sammlung mit ihren Doppelstücken einen besonderen Gegenstand mit "einem Sonder-,vert darstellte, der die in § 34 e KVO fest- 1 gelegte -Tertgrenze-nach den eigenen Vorträge des Klägers überschritt«, Die Haftung des Beklagten für derartige Sonder-' werte ist vertraglich ausgeschlossen. Die Klage ist daher insoweit abveisungsreif,
Gegenstand der Klage bleibt danach allein das nach der -Behauptung ; des Klägers wertvolle..." Zigaret tenkästchen, in das die „Doppelstücke eingeschlossen waren;; Insoweit mußte das Grandurteil des Landgerichts bestätigt werden«,
indenmaier Heideniiain Birnbach
Krüge .--Kieland Benkard