BGH · I ZR 172/89 vom 30.01.1992
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Piper und die Richter Dr. Erdmann, Dr. Mees, Dr. Ullmann und Starck am 30. Die Erinnerung des Beklagten zu 9 gegen die Kostenrechnungen des Bundesgerichtshofes vom 7. Die vom Kostenbeamten gegenüber dem Beklagten zu 9 in Ansatz gebrachten Kosten sind sachlich und rechnerisch richtig. 2. Das als Erinnerung zu behandelnde Vorbringen des Beklagten zu 9, für die Kosten nicht haftbar zu sein, da er einen Auftrag zur Einlegung der Revision nicht erteilt habe, ist nicht begründet. Der Kostenschuldner vermag gegenüber den Kostenrechnungen nicht mit Erfolg einzuwenden, für die Durchführung des Revisionsverfahrens keine Vollmacht erteilt zu haben. Gemäß § 78 Abs. 1 ZPO müssen sich die Parteien vor den Landgerichten und den Gerichten des höheren Rechtszuges durch einen bei dem Prozeßgericht zugelassenen Rechtsanwalt als Bevoll- In solchen Anwaltsprozessen prüft das Gericht nicht von Amts wegen, ob dem Rechtsanwalt, der für die Partei als Prozeßbevollmächtigter auftritt, Vollmacht erteilt wurde (§ 88 Abs. 2 ZPO). Im vorliegenden Fall wurde nicht gerügt, daß der für den Beklagten zu 9 im Revisionsverfahren auftretende Rechtsanwalt nicht bevollmächtigt sei. Die von dem Beklagten zu 9 angegriffenen Kostenrechnungen sind daher zu Recht ergangen.