Klägers und Revisionsk.äters, vat der Erste Zivilsenat des Eunde'sgerichtohofs auf die mündliche Verhandlung vom 23« Hai 1952 unter .litWirkung der Bundesrichter Prof. Er. Lindenmaier, Schmidt; Er. Birnbach, Wilde und ErKrüger-Hie 1 and für Recht erkannts Bas Urteil des 2. Zivilsenats des Hanseatischen .Ober--lande sg erieilts zu Hamburg (Schiffahrtsobergerichts) vom 11c September 1951 wird auf die Revision des Klägers aufgehoben. Die Sache wird zur anderweixen Verhandlung und Entscheidung, auch über die 'Kosten der - ■Tatbestands Am 16o September 1947 begegneten sich auf' dem D( -fphKanal zwischen EmgBI und der Schleuse Dkflü bei km 198 bis 198, 3 zwei Schleppzüge»•'■■'Der Schlepper E HU schleppte zwei Kanne und"’?d|" der Schlepper £ Hül einen Kahn "HaM JB” stromabwärts» Beide Schlepper gaben Steuerbordsignal und passierten einander an Backbord in etwa 5 m Abstand» Nachdem E d mit nMa®fc- ?al den. TalfahrerE bereits passiert hatten, sChor der zweite Schleppkahn des Bergfahrers . plötzlich aus seiner Fahrtrichtung scharf nach Backbord aus und rammte die zu Ta]. Üf" wurde sc schwer beschädigt, daß sie nach der Kollision auf Grund gesetzt .werden mußte» Die Beklagte beantragt Klageabweisung» Sie macht geltend, daß die Kollision nicht auf Verschulden ihrer Besatzung be-ruhe, da die '"VfB trots richtiger muderführung durch einen an der Kollisionsstelle' auf tretenden ITeerstrom und dadurch verursachten Sog mit dem Achterschiff nach Steuerbord gezogen und mit dem Bug nach Backbord gegen die "HaiHl 4P” gedrückt worden sei» Die gerichtlichen Sachverständigen Uö^BHIB und Büfli haben die .Möglichkeit einer solchen Strom- und Sogwirkung mit Rücksicht auf eine von km 198,030 bis 198, 180 reichende nicht markierte Untiefe am südwestlichen Kanalufer bestätigt» jICUj d i e ii und die b'l UX . der 1 • " ohne 'verschulden der r untiefe "verursacht rucii 'genommen* B 1 is Mr ■ f ür den durch Verschulden ihres Schilfsführers angerichteten Schaden mit Schiff und hadunr« ■ tf■.■ fochtenen Urteils im Einklang mit der Recht sprechttög des Bundesgerichtshofs, Das Berufungsgericht verkennt aber, wie Her Revision zugegeben werden muß, den Umfang des von der Beklagten zu erbringenden Beweises» Die.'von der Beklagten behauste te Möglichkeit einer für die Kollision ursächlichen Sog-; Wirkung besteht: nach den Feststellungen des Berufungsgerichtsv im Bereich der örtlich festllegenden :Uhtief e«, und es ge- daher ■ zu dem von der Beklagten unternommenen Beweise,, daß nachweist, die nW^|#'. Ed II S 60 Nr 22)» Für den für den Kläger sprechenden Beweis des ersten Anscheins als solchen ist der Ort der. Kollision gleichgültig» Sein Schiff hat unstreitig während des ganzen Geschehensablaufes unverändert den ihm zwangsläufig vorgeschriebenen' Kurs eingehalten, und sein Schadensersatzanspruch wird nicht davon berührt, ob die Kollision bei km 198,0 oder 193,150 stattgefunden hat» Die Möglichkeit einer Sogv/irkung an der Unfall st eile gehört al- | lein zu dem Tatbestand der Entlastung»■Sie war örtlich durch das Ausmaß der Untiefe eng begrenzt, und die -.Beklagte mußte beweisen, daß ihr Schiff der Sogv/irkung unterlegen haben konnte» • ....MvMU tf Das Berufungsgericht ist demnach bei der Beurteilung des Beweisergebnisses von irrtümlichen Voraussetzungen aus-gegangen»
I ,ZR 163/51
Verkündet am 23c Hai 1952
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In dem Rechtsstreit
des - Schiffseigners Franz E WKEKKtRk in H<—i
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Klägers und Revisionsk.äters, - Prozeßbevollmächtigter: Recht'sanv/alt Gr. tHHHHHHI ~
Ne o enint erv eni ent in t Eie Deutsche Bundesrepublik vertreten
durch die WasserStraßendirektion in
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- Prozeßbevollmächtigter; Rechtsanwalt Freiherr von
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■ Beklagte: und Revisionsbeklagte? • .vProzeSbevollmäclitigter; Recht ■ : v
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vat der Erste Zivilsenat des Eunde'sgerichtohofs auf die mündliche Verhandlung vom 23« Hai 1952 unter .litWirkung der Bundesrichter Prof. Er. Lindenmaier, Schmidt; Er. Birnbach, Wilde und ErKrüger-Hie 1 and
für Recht erkannts
Bas Urteil des 2. Zivilsenats des Hanseatischen .Ober--lande sg erieilts zu Hamburg (Schiffahrtsobergerichts) vom 11c September 1951 wird auf die Revision des Klägers aufgehoben. Die Sache wird zur anderweixen Verhandlung und Entscheidung, auch über die 'Kosten der -
Revisionj an das Berufungsgericht • zurückverwie s en /
■ Von Recuts wegen
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■Tatbestands
Am 16o September 1947 begegneten sich auf' dem D( -fphKanal zwischen EmgBI und der Schleuse Dkflü bei km 198 bis 198, 3 zwei Schleppzüge»•'■■'Der Schlepper E HU schleppte zwei Kanne und"’?d|" stromaufwärts, . der
Schlepper £ Hül einen Kahn "HaM JB” stromabwärts» Beide Schlepper gaben Steuerbordsignal und passierten einander an Backbord in etwa 5 m Abstand» Nachdem E d mit nMa®fc- ?al den. TalfahrerE bereits passiert hatten, sChor der zweite Schleppkahn des Bergfahrers . plötzlich aus seiner
Fahrtrichtung scharf nach Backbord aus und rammte die zu Ta].
. fahrende 'W;a§Äff • " an ihrem' Backbordbug» ’Dk.flHI Üf" wurde sc schwer beschädigt, daß sie nach der Kollision auf Grund gesetzt .werden mußte»
Der Kläger verlangt als'Eigner der nJladd“ won der Beklagten :als Eignerin der Schadensersatz in Höhe
■von 38 = 360,15 MB .
Die Beklagte beantragt Klageabweisung» Sie macht geltend, daß die Kollision nicht auf Verschulden ihrer Besatzung be-ruhe, da die '"VfB trots richtiger muderführung durch einen an der Kollisionsstelle' auf tretenden ITeerstrom und dadurch verursachten Sog mit dem Achterschiff nach Steuerbord gezogen und mit dem Bug nach Backbord gegen die "HaiHl 4P” gedrückt worden sei» Die gerichtlichen Sachverständigen Uö^BHIB und Büfli haben die .Möglichkeit einer solchen Strom- und Sogwirkung mit Rücksicht auf eine von km 198,030 bis 198, 180 reichende nicht markierte Untiefe am südwestlichen Kanalufer bestätigt»
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Insoweit befindet sich auch die Benründun
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fochtenen Urteils im Einklang mit der Recht sprechttög des Bundesgerichtshofs, Das Berufungsgericht verkennt aber, wie Her Revision zugegeben werden muß, den Umfang des von der Beklagten zu erbringenden Beweises» Die.'von der Beklagten behauste te Möglichkeit einer für die Kollision ursächlichen Sog-; Wirkung besteht: nach den Feststellungen des Berufungsgerichtsv
im Bereich der örtlich festllegenden :Uhtief e«, und es ge-
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daher ■ zu dem von der Beklagten unternommenen Beweise,, daß nachweist, die nW^|#'. habe sich in einem die Kollision lussenden Maße'innerhalb dieses Wirkungsbereiches be-
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Die Tatsachen, aus denen die .Möglichkeit eines anderen aufs vorn. Entkräftungspflichtigen hergeieitet wird, miis-fll bewiesen sein (Schars aaO-, RG 20» Januar 1928 Aktz» M 159/27; Schaps aaO. Ed II S 60 Nr 22)» Für den für den Kläger sprechenden Beweis des ersten Anscheins als solchen ist der Ort der. Kollision gleichgültig» Sein Schiff hat unstreitig während des ganzen Geschehensablaufes unverändert den ihm zwangsläufig vorgeschriebenen' Kurs eingehalten, und sein Schadensersatzanspruch wird nicht davon berührt, ob die Kollision bei km 198,0 oder 193,150 stattgefunden hat» Die Möglichkeit einer Sogv/irkung an der Unfall st eile gehört al- | lein zu dem Tatbestand der Entlastung»■Sie war örtlich durch das Ausmaß der Untiefe eng begrenzt, und die -.Beklagte mußte beweisen, daß ihr Schiff der Sogv/irkung unterlegen haben konnte» • ....MvMU tf
Das Berufungsgericht ist demnach bei der Beurteilung des Beweisergebnisses von irrtümlichen Voraussetzungen aus-gegangen»
Das angefociitene Urteil war daher aufzuheben und zur
anderweiten Verhandlung und Entscheidung an das Eerufun gericht zurüeksuverweisenc ;
Lind.enniaier Birnbach Schmidt;
Wilde Xrüger-lTi eland