BGH · IX ZR 95/89 vom 17.10.1989
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Der Antrag des Klägers auf Gewährung von Prozeßkostenhilfe zur Durchführung der Revision gegen das Urteil des 6. 1. Das Berufungsgericht war durch das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 19. Januar 1989 (IX ZR 83/88, WM 1989, 700) nicht gehindert, in eine erneute Prüfung des tatsächlichen Willens der Vertragsparteien einzutreten und insoweit zu einem von dem ersten Berufungsurteil abweichenden Ergebnis zu gelangen. Nach § 565 Abs. 2 ZPO hat das Berufungsgericht die rechtliche Beurteilung, die der Aufhebung zugrunde gelegt ist, auch seiner Entscheidung zugrunde zu legen. hat das Berufungsgericht getan, denn es hat bei der Frage, ob der beurkundete Wille dem wirklichen Willen der Vertragsparteien entsprach oder nicht, die Interventionswirkung des Urteils des Landgerichts Aurich beachtet. Nur insoweit war das Berufungsgericht mithin nach § 565 Abs. 2 ZPO gebunden. Die Feststellungen des ersten Berufungsurteils zu dem wirklichen Willen der Vertragsparteien nahmen als nur mittelbare Grundlagen der Aufhebung an dieser Bindungswirkung nicht teil (vgl. Das Berufungsgericht kommt unter Würdigung des Prozeßvorbringens im Verfahren vor dem Landgericht Aurich und im vorliegenden Rechtsstreit sowie der erstinstanzlichen Beweisaufnahme zu dem Ergebnis, ein Widerspruch zwischen dem wirklichen Willen der Vertragsparteien und dem von dem Beklagten zu 2) beurkundeten Willen im Sinn der bindenden Auslegung der Rücktrittsklausel durch das Landgericht Aurich sei nicht festzustellen.