BGH · IX ZR 90/97 vom 04.06.1998
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Paulusch und die Richter Stodolkowitz, Kirchhof, Dr. Zugehör und Dr. Ganter am 4. Die Revision der Klägerin gegen das Urteil des 3. der Parteien in Verbindung mit den vorgelegten Unterlagen ist davon auszugehen, daß die Klägerin durch treuwidriges Verhalten den eingeklagten Schuldsaldo von 193.043,17 DM herbeigeführt hat, der bei vertragsgerechtem Handeln nicht bestünde. August 1993 ist bei der Klägerin ein Scheck über 800.000 DM zugunsten des genannten Kontos eingegangen; dieser Betrag ist diesem Konto am 11. August 1993 hatte ein Angestellter der Klägerin im Namen der HauptSchuldnerin von diesem Konto 800.000 DM auf ein privates Konto des Geschäftsführers und Gesellschafters der Hauptschuldnerin bei der Klägerin überwiesen; die entsprechende Sollstellung auf dem Konto der Hauptschuldnerin ist am 6. Demgegenüber hat die Klägerin ein eigenmächtiges Vorgehen bestritten und in der Berufungsverhandlung vorgebracht, sie gehe davon aus, daß die Überweisung auf das Privatkonto auf einer Anweisung der Hauptschuldnerin beruhe, weil sie nicht eigenmächtig über Kundenkonten disponiere; die Frage, wer seitens der Hauptschuldnerin die Weisung erteilt habe, könne nur dahin beantwortet werden, daß entweder der Geschäftsführer und Gesellschafter der Hauptschuldnerin oder der Beklagte - dieser war damals nicht mehr Geschäftsführer der Hauptschuldnerin - die Weisung erteilt habe. Damit hat die Klägerin zu dem Vorbringen des Beklagten nicht gemäß § 138 ZPO ausreichend Stellung genommen.