BGH · IX ZR 62/96 vom 09.09.1997
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Brandes und die Richter Dr. Kreft, Stodolkowitz, Dr. Zugehör und Dr. Ganter am 9. Die Revision der Klägerin gegen das Urteil des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg, 3. Zutreffend ist das Berufungsgericht davon ausgegangen, daß der persönlich haftenden Gesellschafterin der Klägerin durch die einstweilige Verfügung vom 4. Februar 1992 lediglich verboten wurde, die im Tenor der einstweiligen Verfügung bezeichneten Handlungen als "Geschäftsführerin" gerade und nur der Klägerin vorzunehmen. Daß in der Antragsschrift die Verantwortlichkeit der persönlich haftenden Gesellschafterin für das wettbewerbswidrige Verhalten der Klägerin auch aus ihrer Funktion als persönlich haftenden Gesellschafterin der anderen vier Kommanditgesellschaften abgeleitet wurde, ändert daran nichts. War die persönlich haftende Gesellschafterin der Klägerin demzufolge aufgrund der einstweiligen Verfügung nicht gehalten, darauf hinzuwirken, daß auch die anderen Kommanditgesellschaften die gerügten Handlungen unterließen, läßt sich ein Schadensersatzanspruch dieser Gesellschaften gegen die Beklagte auf § 945 ZPO nicht stützen, auch nicht unter dem Gesichtspunkt der Drittscha-densliquidation. Unter diesen Umständen war die Klägerin - worauf das Berufungsgericht sie rechtzeitig hingewiesen hat - gehalten, den ihr entstandenen Schaden in einer Weise darzulegen, der dem Gericht eine Schätzung nach § 287 ZPO erlaubt hätte.