* Auf prinzlaw.com finden Sie die Webseite der vom Medienrechtsanwalt Prof. Dr. Matthias Prinz gegründeten Kanzlei. Dies hier ist die davon unabhängige und eigenständige Webseite von Rechtsanwalt Matthias Prinz mit Kanzleisitz in Mainz.ok

BGH

Gericht: BGH

27* U 1971 aa 2* 2» 1971 ait nach lUsaeiderf , we er einen ferula war lea Oherlendeegericht uahrsunehmn hatte* hach veralteter Amknmlt seines Flugseuges gab er lie Sendung nahet etwa $Ö weiteren fUr lee Bundesgebiet um «mere Länder bestirnten Sendungen hela Pestaat lee auf* Mob «einer Erlmenmg machte der Schelterheaate •eilet einen feil der Sendungen frei um reichte den Reet •it eine« Blelstiitver*srfc Uber des notwendige Porto mir Premaomaag durch dm Anwalt surüek* Die Datier des for* gangs erregte den SlawiUen anderer auf Abfertigung tmr» tender Personen* Do sich ergab, d«S der Absender ein Anwalt war, legte die Foatverwaltuag die Sendung am 24* 2« 1971 de* Jutamsgerichtshef wieder vor* Der gleichen allgemeinen Anweisung folgern verauslagte die Poststelle ms Bunmsgerlehtafcof* nuaaehr die mchgebühr für den Ab» lie Poststelle m& fundesgerichtshofs hat nicht * mm umr Häger salat» 41« ietutung bereits as 3• 2# 1971 ^ngenofluaen» sondern mn dXmmm, Tag« wegen dar MschgebCihr zurückgewiesen« Eine Mit Nachgebühr belastete und 4mm Empfänger angeboten« Sendung ist auch dann nicht bei Gericht #Angegangen» wann «1« de» Poat&hholer de« Bundesgerichtshofs zur Prüfung» oh er 41« Nachgebülu: be-taMfta will» vorübergehend ln di© Hand gegeben und von ih* alsbald u**ter Ablehnung dar Zahlung und Ämmtmm tu* rückgegeben worden ist» 1 asgebeten# Senduag sei als aageneMen tu behandeln» weil von Personen* die *»it it» Bundeageriehtshof la Verbindung stehen** dl« ^rstattua^ verauslagter Postgebühren erwartet werden dürfe, Behörden und Gerichte sind nicht verpflichtet» Nachgebühren zu verauslagen« Eine Ausnahme nacht der Bundesgerichtshof nur bei Sendungen, die von Anwälten staasea und als selche erkemi&ar sind, Bmr Kläger hat nicht glaubhaft gemcht, daS sein Anwalt bei der Aufgabe der Sendung as 2* 2« 1971 die den Umständen nach veraUaftigern##!se zu fordernde Sorgfalt hat walten laasen und deswegen die Verspätung der Revision auf einea für ihn umbvendbsren Zufall beruht C f § 233 Aba, 1» 232 Aba , 2 21*0), beim sieh der Anwal t wegen des Poststreiks, der für den Häger ein unabwendbares Ereignis war» der ü!hs unterzog» wine Post in Deutschland aufzugeben» dam suite er auch dabei das Erforderliche tun* u» den verspätete« \ingang einer Rechtsmittelschrlft bei Gericht zu vermeiden. ::.r konnte nicht darauf vertrauen* dag ungenügend freigemachte ven* u us^ei* v usd Empfänger angenommen werden würden* und hat via rauf auch nicht vertraut« Er hat vielmehr nach seiner Daratallung versucht* die unterschied!lohen Sendungen für inund Ausland mit dem jeweils richtigen Porto zu versehen« Von besonderer Bedeutung war die 2arv#rl&sslg-Zeit seines Vorgehens* soweit es sich um dia Freimachung von Briefen handelte, deren Eingang bei Gericht eine Notfrist am wahren bestimmt wer« Jede zu demutbare Sorgfalt Hätte der Anwalt gewahrt* wenn er die Freimachung ferne de» Schalterbeamten Uber» lassen Mer wenn er sich strikt nach Bleistiftveraerken des Schalterbeaaten auf den einzelnen Umschlägen gerichtet hätte. $ecb de» geschilderten Sachverhalt hat der Anwalt des Klügere die Sendung möglicherweise nach Angaben des Beamten freigeaacht, die sich auf einen anderen Brief, einen normalen liHaödsbrief hexogen* Eine Yer-wechslung kenn u&soweniger ausgeschlossen werden, als der Anwalt nach eigener B&r Stellung unter Zeitdruck stand« Schon bas® der Vorgang bei wartenden anderen Per-sonen Ärgernis erregte, kann daxu geführt haben, dass er nicht, alsbald und xuverlüasig Hc uatoreehiedliche Porto durch entsprechende frei-

Porto$deSendungAnwaltGewichtKlägerPostt

Volltext der Entscheidung

in dem EntschlQigungerechtsatrelt
 Otto
Brook Hoad
t
Kläger und RtVisionskläger,
~ Proseil bevollmächtigter* Rechtsanwalt Dr,
 gegen
lend Nordrbein * i9it£il»af vertreten durch die tandesrestenbehörde dordrheii^ Westfalen ,
r*
Beklagten und Re^isioxiebek^igten
f
§
- 3
Der Anwalt dee Klüger* irhliit den 2ulassur^sbe&chlu3 aa IB. 1. 1971 ir* London* *$ogen dee englischen PostStreiks (19* 1. -8. 3* 1971) aahsi or lie *iewielensachrif t wo*
27* U 1971 aa 2* 2» 1971 ait nach lUsaeiderf , we er einen ferula war lea Oherlendeegericht uahrsunehmn hatte* hach veralteter Amknmlt seines Flugseuges gab er lie Sendung nahet etwa $Ö weiteren fUr lee Bundesgebiet um «mere Länder bestirnten Sendungen hela Pestaat lee auf* Mob «einer Erlmenmg machte der Schelterheaate •eilet einen feil der Sendungen frei um reichte den Reet •it eine« Blelstiitver*srfc Uber des notwendige Porto mir Premaomaag durch dm Anwalt surüek* Die Datier des for* gangs erregte den SlawiUen anderer auf Abfertigung tmr» tender Personen*
v^reewn v# m m * «p^Peep«Npn:#
Die Sendung in vorliegender Sache wurde mit 0,30 DH freigenseht f obwohl ihr Gewicht » bereits ohne die für dm Beklagten bestirnte Abschrift - ms Gewicht eines Honselbriefs u» IG g überschritt und auSerdea die Ab» uessustgen des Unschisgs ein hdheree Porto erforderten*
Die Bundespost belegte die Endung «it einer Machge» bühr« Die Poststelle ms Bundesgerichtahoi& verweigerte am 3* 2* 1971, einer silgeneinen Anweisung entsprechend, di# JUatiah«# der Sending fegen Zahluag der KaehgebUhr, da der Hssdtlsg keinen Absender trug* Zur Feststellung des Absenders um Schuldner* der Nachgebühr öffnet* dis Post» Verwaltung die Sendung. Do sich ergab, d«S der Absender ein Anwalt war, legte die Foatverwaltuag die Sendung am 24* 2« 1971 de* Jutamsgerichtshef wieder vor* Der gleichen allgemeinen Anweisung folgern verauslagte die Poststelle ms Bunmsgerlehtafcof* nuaaehr die mchgebühr für den Ab»
- 4
!
f
sender und naim ala Sendung entgegen«
lie Poststelle m& fundesgerichtshofs hat nicht * mm umr Häger salat» 41« ietutung bereits as 3• 2# 1971 ^ngenofluaen» sondern mn dXmmm, Tag« wegen dar MschgebCihr zurückgewiesen« Eine Mit Nachgebühr belastete und 4mm Empfänger angeboten« Sendung ist auch dann nicht bei Gericht #Angegangen» wann «1« de» Poat&hholer de« Bundesgerichtshofs zur Prüfung» oh er 41« Nachgebülu: be-taMfta will» vorübergehend ln di© Hand gegeben und von ih* alsbald u**ter Ablehnung dar Zahlung und Ämmtmm tu* rückgegeben worden ist»
ünzutraffend ist auch di# Helming* dl# der Post* stell« des Bund#sg#richtshots sa 3* 2« 19? 1 asgebeten# Senduag sei als aageneMen tu behandeln» weil von Personen* die *»it it» Bundeageriehtshof la Verbindung stehen** dl« ^rstattua^ verauslagter Postgebühren erwartet werden dürfe, Behörden und Gerichte sind nicht verpflichtet» Nachgebühren zu verauslagen« Eine Ausnahme nacht der Bundesgerichtshof nur bei Sendungen, die von Anwälten staasea und als selche erkemi&ar sind,
 Bmr Kläger hat nicht glaubhaft gemcht, daS sein Anwalt bei der Aufgabe der Sendung as 2* 2« 1971 die den Umständen nach veraUaftigern##!se zu fordernde Sorgfalt hat walten laasen und deswegen die Verspätung der Revision auf einea für ihn umbvendbsren Zufall beruht C f § 233 Aba, 1» 232 Aba , 2 21*0), beim sieh der Anwal t wegen des Poststreiks, der für den Häger ein unabwendbares Ereignis war» der ü!hs unterzog» wine Post in Deutschland aufzugeben» dam suite er auch dabei
 das Erforderliche tun* u» den verspätete« \ingang einer Rechtsmittelschrlft bei Gericht zu vermeiden. ::.r konnte nicht darauf vertrauen* dag ungenügend freigemachte ven* u us^ei* v usd Empfänger angenommen werden würden* und hat via rauf auch nicht vertraut« Er hat vielmehr nach seiner Daratallung versucht* die unterschied!lohen Sendungen für inund Ausland mit dem jeweils richtigen Porto zu versehen« Von besonderer Bedeutung war die 2arv#rl&sslg-Zeit seines Vorgehens* soweit es sich um dia Freimachung von Briefen handelte, deren Eingang bei Gericht eine Notfrist am wahren bestimmt wer«
Jede zu demutbare Sorgfalt Hätte der Anwalt gewahrt* wenn er die Freimachung ferne de» Schalterbeamten Uber» lassen Mer wenn er sich strikt nach Bleistiftveraerken des Schalterbeaaten auf den einzelnen Umschlägen gerichtet hätte. Basa sich der gange Vorgang ln dieser Weise abgespielt hat* wie sich dar Anwalt zu erinnern glaubt, ist jedoch unwahrseheialich♦
ts 1st nicht anztmahman* dafl der Beamte die Sendung als ücraalbrief froigemacht hat. Denn bereits bei einem deutschen Post benutzter muStem had und Gewicht der Sendung Zweifel an der Zulässigkeit des iormalportos erwek-kea. Furch den bei den FroseSskten liegenden Umschlag der Sendung ist nicht glaubhaft gemacht« &&ß der Beamte diese Sendung mit eine» fehlerhaften Vermerk über das erforderliche Forts versehen bat. fin solcher Vermerk ist nicht erkennbar* und zwar auch nicht unter der Brisfmarke*
Es bleibt aber auch zweifelhaft und kam der Entscheidung nicht zugrundegelegt werden* da0 der nach dem erforderlichem Porto befragte	Schal'terbeamte
4mb UörmlpQrtM von 0,30 tfc angegeben bat. ie&n «He Us* scbi&gmaBe. wiesen deutlich auf Ubergrösae bin uae die
 fencuoK becurlte ite Hinblick auf ihr Gewicht mindestens uer itaoswüp^gi wie sie Üblich ist, wenn der Auflieferer nie Verantwortung ihr die ordmsögapä&iitge Freimachung den Gchalttrh#a«t#n überlässt.
$ecb de» geschilderten Sachverhalt hat der Anwalt des Klügere die Sendung möglicherweise nach Angaben des Beamten freigeaacht, die sich auf einen anderen Brief, einen normalen liHaödsbrief hexogen* Eine Yer-wechslung kenn u&soweniger ausgeschlossen werden, als der Anwalt nach eigener B&r Stellung unter Zeitdruck stand« Schon bas® der Vorgang bei wartenden anderen Per-sonen Ärgernis erregte, kann daxu geführt haben, dass er
 nicht, alsbald und xuverlüasig
 Hc uatoreehiedliche Porto durch entsprechende frei-
machung oachkoisßsen konnte.
Sa nicht glaubhaft gemacht worden lat, dass dxe Verspätung der aai £» 2« 19? 1 sur Post gegebenen Gen-dung auf einest ui^bvend baren Zufall beruht, kann wieder-©ihsetauhi nicht gewährt werden* Es koiaat nicht wehr darauf <m9 mm am 10. 3* 1071, als der Anwalt des Klägers Kenntnis vom fahlaahlag seines ersten V^rsu-hs erhielt, die Revision iimerhaib der gesetzlichen Frist oinxul egen, and am li* 3* 1971, als er die ProraGband-lung nachzuholen versuchte, ein anderes Hindernis gegen die Einlegung der Esvision beta Bundesgerichtshof be-

I ,
>
\
.*>
i
f
& %& nd $ w i. fe	sö^erliche iiohandlu	;i„ <3 er "eruiw
■*!■*■- ^ t» X •fc-' ^	: c*ö‘i^ *-i e erst &	a 2. 4. "T?-’

•iUSl
e r
1971
ima^n
te*.