BGH · IX ZR 369/98 vom 18.03.1999
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Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Paulusch und die Richter Kirchhof, Dr. Fischer, Dr. Zugehör und Dr. Ganter am 18. 1. Das Berufungsgericht ist bei der Festsetzung der Beschwer des Klägers zutreffend davon ausgegangen, daß der Streitwert für den Berufungsantrag zu 1), mit dem Ersatz der monatlichen Unterhaltsleistungen für die Zeit von April 1995 bis einschließlich Februar 1997 verlangt worden ist, gemäß der bezifferten Forderung mit 36.753 DM 2. Den Streitwert für den Berufungsantrag zu 2) auf Feststellung, daß der Beklagte zu dem Ersatz monatlicher Unterhaltsleistungen ab März 1997 verpflichtet ist, hat das Berufungsgericht aufgrund eines Ermessensfehlers nur auf 15.000 DM festgesetzt, weil es die mutmaßliche Dauer der Unterhaltspflicht nicht ausreichend berücksichtigt hat. Der Unterhaltsanspruch eines geschiedenen Ehegatten aus § 1570 BGB wird in der Regel nicht durch eine Erwerbsobliegenheit beeinträchtigt, solange das betreute Kind noch nicht acht Jahre alt ist (BGH, Urt. v. Mai 2000 acht Jahre alt wird, ist davon auszugehen, daß die Unterhaltspflicht zu demindest bis einschließlich April 2000 bestehen bleibt.