Volltext der Entscheidung
BUNDESGERICHTSHOF
BESCHLUSS
IX ZR 256/06
20. November 2007 in dem Rechtsstreit
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Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Fischer, die Richter Raebel, Dr. Kayser, Cierniak und die Richterin Lohmann
am 20. November 2007 beschlossen:
Der Antrag der Beklagten auf Berichtigung des Tatbestandes des Urteils vom 5. Juli 2007 wird als unzulässig verworfen.
Gründe:
1 Der Antrag ist unzulässig.
2 Der Tatbestand eines Revisionsurteils unterliegt grundsätzlich nicht der
Tatbestandsberichtigung gemäß § 320 ZPO, weil die in ihm enthaltene gekürzte Wiedergabe des Parteivorbringens keine urkundliche Beweiskraft besitzt (BGH, Beschl. v. 17. Dezember 1998 - VZR 224/97, NJW 1999, 796; v. 30. Oktober 2003 -1 ZR 176/01, GRUR 2004, 271). Ein Ausnahmefall, in dem der Tatbestand des Revisionsurteils nach einer Zurückverweisung für das weitere Verfahren urkundliche Beweiskraft nach § 314 ZPO entfaltet (vgl. BGH, Beschl. v. 22. Februar 1990 -IX ZR 257/88, BGHR ZPO §320 Revisionsurteil 1), liegt nicht vor.
3 Keine der Parteien hat beantragt, über den Tatbestandsberichtigungsan-
trag mündlich zu verhandeln (vgl. § 320 Abs. 3 ZPO). Eine mündliche Verhandlung kommt überdies bei Verwerfung eines unzulässigen Antrags in der Revisi-
onsinstanz nicht in Betracht, weil ihr in einem solchen Fall keine Bedeutung zukommt (BGH, Beschl. v. 17. Dezember 1998 aaO; Hk-ZPO/Saenger, 2. Aufl. §320 Rn. 11).
Fischer
Raebel
Kayser
Cierniak
Lohmann
Vorinstanzen:
LG Erfurt, Entscheidung vom 07.09.2004 - 1 HKO 260/02 -OLG Jena, Entscheidung vom 30.11.2005 - 6 U 906/04 -