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BGH · IX ZR 215/01

Gericht: BGH · Aktenzeichen: IX ZR 215/01

Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Kreft und die Richter Dr. Fischer, Kirchhof, Dr. Bergmann und Neskovic am 10. Der Kläger hat die Kosten der Revision zu tragen. Der Streitwert für die Revisionsinstanz wird auf 851.779,55 Da die Abrede über die Pfandfreigabe Auswirkungen auf die Abwicklung des Darlehensvertrages zwischen der Schuldnerin und der Beklagten hatte, richten sich die Rechtsfolgen daraus, daß die Flypothek nicht wirksam bestellt worden war und die Beteiligten insoweit einem gemeinsamen Irrtum unterlagen, nach Vertragsrecht.

Zitierte Normen: § 242 BGB
SchuldnerinKreft10KlägerRevision

Volltext der Entscheidung

BUNDESGERICHTSHOF
IX ZR 215/01
BESCHLUSS
vom 10. Juli 2003 in dem Rechtsstreit
 
Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Kreft und die Richter Dr. Fischer, Kirchhof, Dr. Bergmann und Neskovic
 am 10. Juli 2003 beschlossen:
Die Revision des Klägers gegen das Urteil des 25. Zivilsenats des Kammergerichts in Berlin vom 29. Juni 2001 wird nicht angenommen.
Der Kläger hat die Kosten der Revision zu tragen.
Der Streitwert für die Revisionsinstanz wird auf 851.779,55 €
(1.665.936 DM) festgesetzt.
Gründe:
Die Rechtssache hat keine grundsätzliche Bedeutung und die Revision im Endergebnis keine Aussicht auf Erfolg (§ 554b ZPO a.F.).
Da die Abrede über die Pfandfreigabe Auswirkungen auf die Abwicklung des Darlehensvertrages zwischen der Schuldnerin und der Beklagten hatte, richten sich die Rechtsfolgen daraus, daß die Flypothek nicht wirksam bestellt worden war und die Beteiligten insoweit einem gemeinsamen Irrtum unterlagen, nach Vertragsrecht. Der danach in Betracht kommende Rückgewähranspruch der Masse scheitert am Einwand der unzulässigen Rechtsausübung
(§ 242 BGB), weil der Beklagten schon im Zeitpunkt der Leistung eine fällige Forderung aus dem Kreditvertrag gegen die Schuldnerin zustand.
Der Schutz der Gläubigergesamtheit wird allein über das Anfechtungsrecht verwirklicht. Daß der Kläger, solange die Anfechtungsfrist lief, ohne Verschulden davon ausgehen durfte, es liege kein die Anfechtung rechtfertigender Sachverhalt vor, ändert daran nichts.
Kreft	Kirchhof	Fischer
 Bergmann
Neskovic