BGH · IX ZR 208/71 vom 26.09.1974
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Der IX« Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat ohne mUndliche Verhandlung durch den Vorsitzenden Richter Mai und die Richter Zorn, Henkel, Fuchs und Portmann für Recht erkannt: Auf die Revision des Klägers wird das Urteil des 8« Zivilsenats des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 4« Februar 1969 aufgehoben« Der Rechtsstreit wird zur anderweiten Verhandlung und Entscheidung, auch Uber die außergerichtlichen Kosten der Revision, an das Berufungsgericht zurückver-wiesen« Dezember 1940 ein Heilverfahren und 252 DM Kapitalentschädigung zu« Im Juli 1966 beantragte der Kläger, erneut über den Anspruch zu entscheiden (Art« IV Nr« 1 Abs« 1a BEG-SchlußG)« Behörde, Land-und Oberlandesgericht verneinten einen Anspruch auf weitere Kapitalentschädigung und auf Rente« Mit der Revision beantragt der Kläger die Aufhebung des Berufungsurteils und die Zurückverweisung des Rechtsstreits an das Oberlandesgericht« Das beklagte Land ist nicht vertreten« Entscheidungsgründe Der Berufungsrichter ist der Meinung, die Angleichung nach Art« IV Nr« 1 Abs« 1a BEG-SchlußG setze einen allgemeinen Wandel der medizinischen Auffassung über das Leiden des Klägers oder eine Änderung der hierfür maßgebenden Rechtsprechungsgrundsätze voraus« Er verneint beides« Der Sachverständige Professor Dr« Kisker habe im Januar 1964 seinem Gutachten die neuesten medizinischen Erkenntnisse zugrunde gelegt; auch eine Änderung der Rechtsprechungsgrundsätze sei nicht erfolgt« Sie könnten nur hinsichtlich der Krankheitsphase seit 1957 bedeutsam sein« Bis dahin habe nach dem landgerichtlichen Urteil ein "psychoseähnliches oder chronisch erlebnisreaktives Beschwerdebild mit KrankheitswertN, also eine Erwerbsminderung nicht Vorgelegen« An diese