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BGH · IX ZR 177/12

Gericht: BGH · Aktenzeichen: IX ZR 177/12

Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Gehrlein, Vill, die Richterin Lohmann und den Richter Dr. Fischer am 26. Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 19. Außerdem übersteigt die mit der Revision geltend zu machende Beschwer nicht den Betrag von 20.000 € (§ 26 Nr. 8 EGZPO). gericht über den Anspruch auf die gesetzlichen Gebühren nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz weder positiv noch negativ entschieden hat, hält der Senat nach pflichtgemäßem Ermessen lediglich eine Beschwer von 1/3 des möglichen Hauptsachebetrages von 50.800 € für angemessen (§ 3 ZPO).

Zitierte Normen: § 544 ZPO § 26 EGZPO § 3 ZPO
AnspruchZPOBeschwerdeBeschwer

Volltext der Entscheidung

BUNDESGERICHTSHOF
BESCHLUSS
IX ZR 177/12
vom 26. September 2013 in dem Rechtsstreit
 
Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Kayser, die Richter Prof. Dr. Gehrlein, Vill, die Richterin Lohmann und den Richter Dr. Fischer
 am 26. September 2013 beschlossen:
Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 19. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Karlsruhe vom 19. Juni 2012 wird auf Kosten des Beklagten verworfen.
Der Streitwert des Beschwerdeverfahrens wird auf 16.833 € festgesetzt.
Gründe:
1	Die Nichtzulassungsbeschwerde ist statthaft (§ 544 Abs. 1 Satz 1 ZPO),
aber unzulässig. Der Beklagten fehlt das Rechtsschutzbedürfnis, weil sie durch das Berufungsurteil nicht anders steht, als wenn das Berufungsgericht, wie von ihr gefordert, nur über einen Anspruch aus Schuldumschaffung im Sinne einer Novation entschieden hätte. Auch dann könnte der Kläger wegen der gesetzlichen Gebühren erneut klagen. Soweit die Beschwerde meint, insoweit sei Verjährung eingetreten, macht sie keinen Zulassungsgrund geltend.
2
Außerdem übersteigt die mit der Revision geltend zu machende Beschwer nicht den Betrag von 20.000 € (§ 26 Nr. 8 EGZPO). Da das Berufungs-
 
gericht über den Anspruch auf die gesetzlichen Gebühren nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz weder positiv noch negativ entschieden hat, hält der Senat nach pflichtgemäßem Ermessen lediglich eine Beschwer von 1/3 des möglichen Hauptsachebetrages von 50.800 € für angemessen (§ 3 ZPO).
3	Jedenfalls wäre die Beschwerde unbegründet. Die Sache hat keine grundsätzliche Bedeutung und weder die Fortbildung des Rechts noch die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erfordert eine Entscheidung des Revisionsgerichts (§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO).
4	Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 4 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO abgesehen.
Kayser	Gehrlein	Vill
 Lohmann
Fischer
 Vorinstanzen:
LG Mannheim, Entscheidung vom 20.04.2011 -60 74/10 -OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 19.06.2012 - 19 U 82/11 -