BGH · IX ZR 176/72 vom 20.12.1973
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November 1973 durch den Vor sitzenden Richter Mai und die Richter Zorn» Henkelf Dr. Thumm und Portmann für Recht erkannt: Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des 2« Zivilsenats des Oberlandesgerichts Celle vom 16« August 1972 wird zurückgewiesen. Die Kläger sind in ungeteilter Erbengemeinschaft die Erben des 1964 verstorbenen jüdischen Kaufmanns Rudolf Bflp, der seinerseits Alleinerbe seines 1923 geborenen und als am 8« Mai 1943 verstorben geltenden Sohnes Karl Bfl^ war« Wegen des Ausbildungsschadens des Karl B|^ machen die Kläger einen ererbten Anspruch nach § 116 BEG geltend« Mit Bescheid vom 6« Oktober 1969 gewährte die Behörde der Erbengemeinschaft 3*000 DM KapitalentSchädigung und ging dabei von einer Entschädigung von 10.000 DM aus« Die Zuerkennung der weiteren 3*000 DM lehnte sie mit folgender Begründung ab: 5*000 DM auf die Erbengemeinschaft als Erbes-erben über Rudolf (Tater des Erblassers) Das Berufungsgericht geht davon ausf § 238 a BEO regle nicht den Fall, daß von mehreren Berechtigten einer in einem Beziehungsland, der andere in einem Nichtbeziehungsland lebe* Da jedoch das BEG die Fälle abschließend aufgezählt habe9 in denen ein Anspruch nicht bestehe oder erlösche, könne § 238 a BEG nicht dahin verstanden werden, daß der Entschädigungsanspruch untergehe, wenn es sich bei den Berechtigten nicht ausschließlich um Personen handele, die ihren Wohnsitz in einem Beziehungsland haben* Wenn einer der Berechtigten in einem Nichtbeziehungsland lebe, vermindere sich auch nicht der Anspruch um seinen Anteil, weil § 238 a BEG im Gegensatz zu dem vom Bundesgerichtshof in HzW 1959, 123 Nr, 23 entschiedenen Fall des § 7 Abs. 1 BEO keinen Strafcharakter habe. Dabei sei § 13 Abs.3 BEG entsprechend anwendbar, so daß der Anspruch des in einem Nichtbeziehungsland lebenden Erben den übrigen Erben als Voraus zustehe« Anspruchsberechtigt als solche bleibe aber die Erbengemeinschaft, da ein VorausVermächtnis nur einen schuldrechtlichen Anspruch gegen die Erbengemeinschaft, nicht aber gegen den Schuldner begründe. Diese Ausführungen halten der rechtlichen Nachprüfung stand* Sie entsprechen der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, daß der ganze Entschädigungsanspruch zu dem Nachlaß gehört, wenn von den mehreren Erben oder Erbeserben des Verfolgten auch nur einer die Voraussetzungen des § 238 a BEG erfüllt (Urteil vom 20.