BGH · IX ZR 137/95 vom 05.12.1996
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Brandes und die Richter Dr. Kreft, Stodolkowitz, Kirchhof und Dr. Fischer am 5. Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des 9. Die Annahme des Berufungsgerichts, der Bürgschaftsvertrag sei nicht wegen Verstoßes gegen die guten Sitten nichtig, ist aus Rechtsgründen nicht zu beanstanden. Mai 1963 geborene Beklagte war bei Übernahme der Bürgschaft 24 Jahre alt, seit etwa drei Jahren Geschäftsführer der HauptSchuldnerin und seit einigen Monaten zusätzlich Geschäftsführer einer weiteren GmbH seines Vaters. Unerfahrenheit des Beklagten sowohl aus diesen Gründen aj auch mit Rücksicht darauf verneint, daß er im sechsten Se mester Rechtswissenschaft studierte, gelegentlich bei ein Rechtsanwalt tätig war und die Klägerin veranlaßte, von d zunächst geforderten selbstschuldnerischen Bürgschaft Abstand zu nehmen und sich mit einer Ausfallbürgschaft - be schränkt auf die bestehenden Ansprüche der Klägerin aus d Geschäftsverbindung mit der GmbH, d.h. auf 187.951,75 DM nebst Zinsen - zufrieden zu geben. Auch wenn der Beklagte die Geschäftsführerstellung(en) und die Bürgschaft auf Wunsch seines Vaters übernommen haben sollte und dieser et war, der die Geschäfte der Gesellschaften tatsächlich fühi te, kann angesichts der Besonderheiten des Streitfalls vor der Ausnutzung einer unerträglichen Ungleichgewichtslage durch die Klägerin nicht die Rede sein. Auch gegen die Auffassung des Berufungsgerichts, der Klägerin sei nicht zuzu demuten, weitere Versuche zu unternehmen, um die Bürgschaftsforderung gegen den Vater des Be- Nach den Umständen des Falles ist davon auszugehen, aß die Klägerin mit der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt amtliche ihr zur Verfügung stehenden Mittel ausgeschöpft iat, um ihre Ansprüche gegen den Vater des Beklagten zu /erwirklichen (vgl.