BGH · IX ZR 133/84
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Der Antrag der Klägerin« den Wert ihrer Beschwer auf sehr als 40 000 DK festzu-setzen« wird zurückgewlesea« Klägerin beantragte daher» die Zwangsvollstreckung der Beklagt« in die im einzelnen bezeichnet«, von ihn« nicht freigegebenen Ausstattuagsgegenstände für unzulässig zu erklären« Za ihrer Klageschrift schätzte sie den Streitwert auf 50 000 OU Zun Beweis ihres Slgezt-tose an den Ausstattuagsgegenstäiidea legte die Klägerin Belege Uber Material» und Kinbsukesten der Gegenstände vor, mit Auanahae der »Tanzfläche*, deren Freigabe sie mir von den Beklagten zu 2 begehrt« Die Rechnungen ergeben einen Oessstbetrag von rund 500 500 XU« Das Landgericht wies dla Klage ab und setzta dan Streitwert auf 50 000 ü fest« Mit ihrer Berufung verfolgte die Klägerin Ihren Klageantrag zunächst weiter« Rachdan des Zwangsverstelgerungsverfahren beendet war und der Brstaher zahlreiche der atreitbefangenen Gegenstände freigegeben hatte» erklärte sie den Rechtsstreit insoweit für erledigt« Rach den mit der Klageschrift vorgelegten Rechnungen sind die Gegenstände, die nlobt v« der Krledigungeerklärung erfaßt sind, zu einen Ge» ssutbetrag von rund 205 300 SN ganz Überwiegend in «Jahre 1979 angaachafft und eingebaut werden« Das Oberlandesgericht wies die Berufung der Klä» gsrln zurück, soweit nicht die Hauptesche durch Ubereins tinnende KrledlgungsertOtrungen dar Klägerin und des Beklagten zu 2 erledigt 1st« £s setzte den Streitwert nach dar Brledigungseildänmg auf 30 000 SM fast« Diesen Betrag bezeichnet# es auch als Beschwer dar Klägerin« 1« Für die Klägerin bestisst sieb die Beschwer ln Sinne der $§ 546 Abs« 2, 554 b Abs« 1 ZPO nach der Wert-dlfferenz owiseben ihren ln der Berufungslnstsns suletxt gestellten Seebantrag und den Eener des Berufungsurtclls (Z&llar/Schneider ZPO 14« Aufl» $ 546 Rda« 12* BOB, Ort« v, 10« Oktober 1983 - HX ZR 87/83 - WH 1984* 371)« C»me Einfluß auf die Beschwer lat dagegen das Unterliegen der Klägerin hei der in Verhältnis gua Beklagten su 2 wegen der feilerledigung nach $ 91 a ZPO getroffenen Kestenentecheidung« Insoweit 1st eine Entscheidung ohne Sechentrag ergangen« Die preseßrecht-Uobe Kostenpflicht wird wh naeh Erledigung der Haupt» eache nicht sur Hauptsache« Bei einer wen den Parteien Ubereinstinaend erklärten Seilerledigung erhöhen daher dl« «1« betreffenden Kasten nicht dl« (nslmr (RB J¥ 1938t 53> BGH, iuebl. Wenn die Parteien nicht neue Tatsachen dafür vertragen und glaubhaft machen» daö sie und die Vorinstansen diesen Verkehrswert vorher falsch bewertet haben und dies auch nicht auf treuwidrlgem Verhalten der Parteien beruht (vgl« dazu BGH, Besohl« v« 8« Juni 1983 - VIII ZR 297/82 » W 1983» 9^4)» so 1st der BundesgerlehtsbDf auch im Rahman des I 546 Abs« 2 Satz 2 ZPO an dla ÄrseacÄsant-acbaldung des Berufungsgarlchts gebunden» wann diaaas nicht gesetzliche Grenzen seines Ermessens überschritten bat oder davon fehlerhaften Gebrauch gemacht hat (BGE9 Urt. v* 20« September 1983 - VX ZR 111/62 « Haue» für die Schätzung des Vsrkehrsverts naB-gebllche Tatsachen hat die Klägerin nicht vorgetragen nirf glaubhaft gemacht« Die Tatsache» daS dar Bart aller Gegenstände* die die Klägerin als ZubehBrstUoks für sieh in Anspruch nahm» von ihr auf 50 000 DK geschätzt wurde» obgleich sie für Material- und Einhaukosten dieser Ausstattung (ohne die Tanzfläche) wenige Jahre zuvor über 500 000 DK aus gegeben hatte» zwang nicht zu einen Abweicben von den Wertangaben dar Klägerin« Es liegt im Rahmen tat- sind, wird nicht wen den Einbaukosten« sondern ln erster Linie von de» Materialwert bestirnt« Sine solche AufscblUsselung konnte das Gericht aber aufgrund der von der Klägerin überreichten Rechnungen nicht verhöhnen« Es war daher nicht emeseenewidrig, wenn der Tatrlehter -sinh an die Angaben der Klägerin in der Klageschrift hielt, zu demal jene euch später weder konkrete Tatsachen vortrug, die eine endere Bewertung rechtfertigten, noch die eigene Schätzung berichtigte, andern sogar die auf ihrer Bewertung beruhende gerichtliche Streitwert-festsetzung hinnahe« Den Bert aller Son der Klägerin in Verhältnis zur Beklagten zu 1 noch beanspruchter Gegenstände 1st - wie schon gesagt - der Bert der Tanzfläche hinzuzuzählen, die nur ln Verhältnis zue Beklagten zu Z streit-be£sag*n 1st« Sine Schätzung des Berufungsgerichts hierzu fehlt, well es zUiX noch von den Beklagten zu Z beanspruchten Gegenstände alt 5 090 BK bewertet« Der Bert der Tanzfläche dürfte deshalb niedriger als 9000 BR sein« Zn einzelnen kennt es darauf nicht an« b) In übrigen 1st nur noch - wie zu II 2 und 3 dargelegt - der Bert des Sachantregs der Klägerin gegenüber der Beklagten zu 1 zu bewerten, alt den die Hauptsache teilweise für erledigt erklärt wird« Daa B«nilUB|icnlebt gabt dabei wtratKot davon aus» daS sich stach «inseitiger Erledigungssrkläruag des Klägers der Streitwert und die Beschwer des eit dieses Antrag ahgewiesawan Klügere in der Regel nach den bla dahin entstandenen Kesten des Rechtsstreits besessen (BGH, Beschl.