BGH · IX ZR 105/92 vom 21.01.1993
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Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Brandes und die Richter Kirchhof, Dr. Fischer, Dr. Zugehör und Dr. Ganter am 21. Die Revision der Klägerin gegen das Urteil des 28. Gründe Die Revision wirft keine ungeklärten Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung auf und hat keine Aussicht auf Erfolg (§ 554 b ZPO). Ein Anwalt, der von seinem Mandanten nicht darüber informiert wird, daß er den Zugang einer schriftlichen Kündigung seines Arbeitgebers vereitelt hat (vgl. Versäumt der Anwalt die rechtzeitige Stellung des Antrages auf nachträgliche Zulassung der Kündigungsschutzklage (§ 5 Abs.3 KSchG), so ist die Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht auf dieses Versäumnis zurückzuführen, wenn der Mandant die verspätete Klageerhebung durch unzureichende Information seines Prozeßbevollmächtigten verschuldet hat. Ein derartiges Verschulden ist auch bei einem ausländischen Arbeitnehmer ohne Rechtskenntnisse zu bejahen, wenn er seinem Prozeßbevollmächtigten verschweigt, daß das schließlich durch die Post übermittelte Kündigungsschreiben ihm schon zuvor persönlich hatte übergeben werden sollen und er die Entgegennahme abgelehnt hatte (vgl.