BGH · IX ZB 97/71 vom 03.10.1972
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Sin Entschädigungsanspruch gemäß .Art. Ill Kr. 1 BEG-SchlußG sei dem Kläger nicht erstmalig erwachsen, da er nach seinem eigenen Vorbringen schon nach altem Recht eine Kapitalentschädigung zu demindest für die Jahre 1933 bis 1936 habe beanspruchen können. Die Beschwerde sieht eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung (§ 219 Abs. 2 Nr. 1 BEG) darin, ob ein erstmalig nach dem BBG-Schlußgesetz bestehender Anspruch auf Berufsschadensrente al3 Einzelanspruch nach Art. Ill Hr. 1 Abs. 1 Satz 2 BEG-SchlußG angemeldet werden konnte,^wenn eine Anmeldung des Berufsschadensanspruchs gemäß § 18$ BEG nicht vorlag. Die genannte Rechtsfrage ist durch das Urteil des Bundesgerichtshofs RzW 1969, 76 Kr. 24, ergangen zu dem Rentenwahlrecht der Witwe gemäß § 86 Abs. 2 BEG, entschieden. Danach stellt selbst jenes Renbenwahlrecht der Witwe, bei dem eine "Verselbständigung" näher gelegen hätte als bei dem allgemeinen Rentenwahlrecht 3es § 81 BEG, keinen "einzelnen Anspruch,f im Sinne des Art. Ill Nr. 1 Abs. 1 BEG-SchlußG dar. Der Vorschrift kommt vielmehr selbständige Bedeutung zu, so daß es zur Geltendmachung eines Rentenwahlrechts eines Zurückgreifens auf Art. Ill Nr. 1 bis 3 BEG-SchlußG nicht bedarf.An dieser auch dem Urteil RzW 1970, 282 zugrundeliegenden Auffassung hat der Senat in RzW 1971, 42 trotz der von Hebenstreit insbesondere zu dem Falle des § 86 Abs. 2 BEG erhoben# Einwendungen (An. zu RzW 1969» 76 Nr. 24) und trotz der Bedenken Giesslers (RzW 1970, 241, 242) festgehalten. Pestgehalten wird auch daran9 daß ein Wahlrecht gemäß Art* III Nr* 4 ADg* 1 BBG-SchlußG die fristgerechte Anmeldung des Anspruchs auf Kapitalentschädigung voraussetzt. Der Anspruch wegsn Berufsschadens richtet sich zunächst auf eine KapitalEntschädigung* Anstelle dieser Entschädigung kann der Becechtigte nach § 81 BBG die Rente wählen* Die Gewährung de 3 Wahlrechts legt es lediglich in die Hand des Berechtigten, die ihm zustehende Kapitalabfindung durch eine Rente zu ersetzen* Wenn daher der-Anspruch auf die Kapitalentschädijung wegen Versäumung eines fristgemäßen Antrags nicht me lr erhoben werden kann9 so fehlt es an einer rechtlichei Grundlage für die Ausübung der Er-setzungsbefugnis (BGH RzW 1969t 76 Nr* 24)* Nur diese Erwägungen9 nich1: aber die entgegenstehenden der Beschwerde über das angeiliche Nebeneinanderstehen von Kapitalentschädigung und R3nte9 werden durch die gesetzliche Ausgestaltung der Ber lfsschadensentSchädigung getragen*