* Auf prinzlaw.com finden Sie die Webseite der vom Medienrechtsanwalt Prof. Dr. Matthias Prinz gegründeten Kanzlei. Dies hier ist die davon unabhängige und eigenständige Webseite von Rechtsanwalt Matthias Prinz mit Kanzleisitz in Mainz.ok

BGH

Gericht: BGH

Das Berufungsgericht prüft dm Bentenanspruch des Klägers» als ob es erstmalig über ihn zu entscheiden hätte# Erwägungen dazu» ob der ursächliche Zusammenhang zwischen gesundheitlichen Schäden und der Verfolgung wahrscheinlich 1st (§ 2d Abs# 1 Satz 2 BEO)» wären jedoch nur anzustellen» soweit es eich u» die Beurteilung von erst nach der rechtsbeständige» J^tmtscheldung eufge-tretenen Spätschäden oder um eine erneute SachprüiUng in Hahnen eines Abhilfeverlangens handelte# So liegt der Streitfall aber nicht. Leiden, die in einem engen zeitlichen Zueaanenhang nit der Verfolgung dee Klägers entstanden sind» 1st durch den Bescheid von 3* Februar i960 unanfechtbar entschieden« Ob die Kntachädlgungsbehttrde ia Jahre 1961 de* Kläger die Kent# zu Hecht nach § 2oS Abs* 1 BSO ent« zogen hat» hängt davon ab» ob sich die llcktowat» Zündung gebessert hat« Bas stellt das Berufungsgericht - vena auch nicht unter den ln gesamtem gerichtliche« Verfahren vernachlässigten Gesichtspunkt der Änderung der tatsächlichen Verhältnisse - fest» Be folgt der 1961 abgegebenen Beurteilung durch^Dr« klagte Darmboschwerden ohne neSbare Hinderung der Brwrbafähigkeit als nervbse Erscheinungen» Deshalb kann die Klage» soweit sie sich gegen die Entziehung der Heute unter der /»mahne einer Besserung des allein als dauernd anerkannten verfolgungsbedingten Gesundheitsschaden» richtet» nach den tatrichterlichen Feststellungen in Ergebnis keinen Erfolg haben« Eine Revisions»*-lassung dazu ist nicht veranlaßt» Zu Hecht prüft das Berufungsgericht das Honten« verlangen auch unter dem Gesichtspunkt der während des Rechtsstreits durch das BEG-ScbluBgesets eingeführte» Varsäcüilichkeltsverautung in § 31 Abs» 2 BBG» auf die

PrsinnendHBerufungsgerichtKläger~Leid

Volltext der Entscheidung

I*. >«««***

BUNDESGERICHTSHOF
IX ZB 92/TO	BESCHLUSS
I» Am
E&aDU«l If	#
429 XflB A«*.» BflBi 29. H.Y./USA,
Klttgtr und B«*cfa**rd#jRH^r,
- ProE^b*volla<icfctigt*r* R»cht*aawalt to
8««ia
 Land BhiiAlnad*Hal8t Y0*tr*tm aurch d» aijiUteriu* d*r Iftaaisftii,
^■■M'flHIB'-str&d» i# HflHt
«öd Biichvtrdig^ttir
 Der IX« Zivilsenat de» Bundeegoric&taihofa hat an 3« Juni 19te dui^ dl* Richter Zorn» Fuchs» Partnern» Br« Lang und Gärtner
b*»chlo*a*nj
 Bl* B**chwerd* dH ICUgm ge*ex* die Hiebt» zulswwg der B*dai«i im Urteil dH 4« Pari«*» slvUae&at* - lhta<WlgHSHH»te ~ dem OberlandMgevleht* Xob&ens vom 23* August 1977 wird surUd^^dtHii«
Dl* außergerichtlichen Küatenüe* Beacfaverde-* verfahren» trägt dar Kläger«
Aa 3« Februar i960 erkannt# dl* Behörde ist Featatel-limgabescheid B dl* folgenden Leiden öl» Yerfolgungaachäden am
*a) Dlckdarmentzündung mit Geechwttreblldung 1st Sinn* einer wesentlichen Miiveruraachung»
b) Peycboneuros* ln Sinn* einer vorübergehenden Ver* schlimerung bi* 31*12« 19^6*
e) Umgeatuberkulos* bl* 31»12«1948»*
Dafür bewilligt* sie Kapltalmtsohädlgimg ab 1« Januar 19*9 und Bant* ab 1» November 1953 auf der Grundlage der Mindest« rente für ein* verfolgvingabedlngte Minderung der Erwerb»-Fähigkeit von 25 vH sowie Heilverfahren«

~ 5 —
Dm Ergebnis einer Hacbuntersucbung folgend» stellte die EtetschädlgimgabehördUi nit Bescheid vo» 1* August 1961 die Heute ab 1# Oktober 1961 ein» weil eine verfolgungabedingte Brm^»iid»rag nicht sehr beeiehe#
Dagegen rietet sieh die Klage» die - auch wegen eines zeitweiligen Hubens des Verfuhren# -aehr als 13 «fahre vor den Landgericht anhängig wer# Seit den ErlaB des BSCUSchludgeeetzee tuscht der Kläger auch geltend» für Ihn spreche die Ursädtillchkeltmvera^tuag des § 31 Ahe# 2 BSC# Die Klage blieb in beiden Vorin» stansen 623** Erfolg#
Die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Zulassung der Revision (§ 219 Aba# 2 BEO) liegen nicht vor#
Das Berufungsgericht prüft dm Bentenanspruch des Klägers» als ob es erstmalig über ihn zu entscheiden hätte# Erwägungen dazu» ob der ursächliche Zusammenhang zwischen gesundheitlichen Schäden und der Verfolgung wahrscheinlich 1st (§ 2d Abs# 1 Satz 2 BEO)» wären jedoch nur anzustellen» soweit es eich u» die Beurteilung von erst nach der rechtsbeständige» J^tmtscheldung eufge-tretenen Spätschäden oder um eine erneute SachprüiUng in Hahnen eines Abhilfeverlangens handelte# So liegt der Streitfall aber nicht. Auch für die Erörterung der Vernutung nach § 23 Abs# 2 in Verbindung alt § 15 Abs# 2 BBO bietet das vorliegende Verfahren keinen Baum# Ober
u
Leiden, die in einem engen zeitlichen Zueaanenhang nit der Verfolgung dee Klägers entstanden sind» 1st durch den Bescheid von 3* Februar i960 unanfechtbar entschieden«
Ob die Kntachädlgungsbehttrde ia Jahre 1961 de* Kläger die Kent# zu Hecht nach § 2oS Abs* 1 BSO ent« zogen hat» hängt davon ab» ob sich die llcktowat» Zündung gebessert hat« Bas stellt das Berufungsgericht - vena auch nicht unter den ln gesamtem gerichtliche« Verfahren vernachlässigten Gesichtspunkt der Änderung der tatsächlichen Verhältnisse - fest» Be folgt der 1961 abgegebenen Beurteilung durch^Dr«
Pr»	die	Zeichen einer Colitis nicht etehr
 gefunden hatten» und es wertet mit Pr» Pf0 und den Sachverständigen Prof» Pr«	gewisse	noch ge-
klagte Darmboschwerden ohne neSbare Hinderung der Brwrbafähigkeit als nervbse Erscheinungen» Deshalb kann die Klage» soweit sie sich gegen die Entziehung der Heute unter der /»mahne einer Besserung des allein als dauernd anerkannten verfolgungsbedingten Gesundheitsschaden» richtet» nach den tatrichterlichen Feststellungen in Ergebnis keinen Erfolg haben« Eine Revisions»*-lassung dazu ist nicht veranlaßt»
Zu Hecht prüft das Berufungsgericht das Honten« verlangen auch unter dem Gesichtspunkt der während des Rechtsstreits durch das BEG-ScbluBgesets eingeführte» Varsäcüilichkeltsverautung in § 31 Abs» 2 BBG» auf die