BGH · IX ZB 72/90 vom 27.09.1990
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Merz und die Richter Dr. Schmitz, Dr. Kreft, Kirchhof und Dr. Fischer am 27. Im übrigen ist die Frage, ob die vom Kläger bezogene französische Rente Versorgungscharakter hat, nach französischem Recht zu beurteilen, weshalb die Entscheidung des Berufungsgerichts insoweit der Nachprüfung durch das Revisionsgericht ohnehin entzogen ist (§ 549 Abs. 1 ZPO). Auch die vom Kläger aufgeworfene Frage, ob die Entscheidung des Berufungsgerichts mit dem Grundgesetz vereinbar ist, betrifft die Entscheidung des vorliegenden Einzelfalles und hat damit keine grundsätzliche Bedeutung. Das gleiche gilt für die Frage, ob der Kläger den Bezug der Rente schuldhaft nicht angezeigt hat und ob das beklagte Land deshalb berechtigt ist, die laufende Rentenzahlung bis zur Tilgung der festgestellten Überzahlung ganz einzustellen. Daß dem Verfolgten nicht immer die Hälfte des ihm zustehenden Mindestbetrags der Rente verbleiben muß, wenn eine Rentenüberzahlung aufgrund unrichtiger Angaben erfolgt und deshalb die Rückzahlung angeordnet ist, hat der Senat schon entschieden (Senatsurt.