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BGH · IX ZB 52/14

Gericht: BGH · Aktenzeichen: IX ZB 52/14

Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch die Richterin Möhring als Einzelrichterin am 8. Die Erinnerung des Kostenschuldners gegen den Ansatz der Gerichtskosten vom 19. 2 Der als Erinnerung gemäß § 66 Abs. 1 Satz 1 GKG auszulegende Rechtsbehelf des Kostenschuldners ist unzulässig. März 2015, mit denen er die Kostenrechnung ablehnt, genügen nicht der nach § 66 Abs. 5 Satz 1 GKG vorgesehenen Form. Juli 2008 - IX ZB 8/08, juris Rn. 8 ff) noch sind sie mit einer qualifizierten elektronischen Signatur nach dem Signaturgesetz versehen, was entgegen dem Wortlaut des nach § 5a GKG anwendbaren § 130a Abs. 1 Satz 2 ZPO ein zwingendes Formerfordernis ist (BGH, Beschluss vom 14. Sie ist mit Erlass des Senatsbeschlusses vom 18.

Zitierte Normen: § 66 GKG
vorgesehenKostenschuldnersMöhringZBGKG

Volltext der Entscheidung

BUNDESGERICHTSHOF
BESCHLUSS
IX ZB 52/14
vom 8. Juni 2015 in dem Erinnerungsverfahren
 
Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch die Richterin Möhring als Einzelrichterin
 am 8. Juni 2015 beschlossen:
Die Erinnerung des Kostenschuldners gegen den Ansatz der Gerichtskosten vom 19. September 2014 (Kostenrechnung vom 8. Oktober 2014, Kassenzeichen	)	wird	als	unzu-
lässig verworfen.
Gründe:
1	Die	funktionelle	Zuständigkeit des Einzelrichters folgt aus § 1 Abs. 5,
§ 66 Abs. 6 GKG (vgl. BGH, Beschluss vom 23. April 2015 -1 ZB 73/14, juris Rn. 3 ff).
2	Der	als	Erinnerung	gemäß	§	66 Abs. 1 Satz 1 GKG auszulegende
 Rechtsbehelf des Kostenschuldners ist unzulässig. Die E-Mails vom 18., 19. Januar und 28. März 2015, mit denen er die Kostenrechnung ablehnt, genügen nicht der nach § 66 Abs. 5 Satz 1 GKG vorgesehenen Form. Sie tragen weder eine (in Kopie wiedergegebene) Unterschrift (vgl. BGH, Beschluss vom 15. Juli 2008 - IX ZB 8/08, juris Rn. 8 ff) noch sind sie mit einer qualifizierten elektronischen Signatur nach dem Signaturgesetz versehen, was entgegen dem Wortlaut des nach § 5a GKG anwendbaren § 130a Abs. 1 Satz 2 ZPO ein zwingendes Formerfordernis ist (BGH, Beschluss vom 14. Januar 2010 - VII ZB
 
112/08, BGHZ 184, 75 Rn. 11 ff; vom 14. Mai 2013 -VI ZB 7/13, BGHZ 197, 209 Rn. 7).
3	Überdies ist der erfolgte Kostenansatz richtig. Mit Recht ist die in Nr. 2364 der Anlage 1 im Gerichtskostengesetz vorgesehene Festgebühr in Höhe von 120 € angesetzt worden. Sie ist mit Erlass des Senatsbeschlusses vom 18. September 2014 fällig geworden (§ 6 Abs. 2 GKG).
4	Das Verfahren ist gerichtsgebührenfrei; Kosten werden nicht erstattet (§ 66 Abs. 8 GKG). Der Rechtsbeschwerdeführer kann nicht damit rechnen, in dieser Sache Antwort auf weitere Eingaben zu erhalten.
Möhring
 Vorinstanzen:
AG Chemnitz, Entscheidung vom 26.05.2014 - 1203 IN 2627/12 -LG Chemnitz, Entscheidung vom 10.07.2014 - 3 T 360/14 -