BGH · IX ZB 19/89 vom 11.05.1989
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch die Richter Fuchs, Henkel, Winter, Dr. Schmitz und Dr. Kreft am 11. Die sofortige Beschwerde der Klägerin zu 2) gegen den Beschluß des 28. Dabei kann dahinstehen, ob ein Verschulden bereits darin liegt, daß der Prozeßbevollmächtigte die Verwechslung der Parteien im "Betreff" der Schreiben vom 18. Dezember 1988 nicht bemerkte, obwohl er die Schreiben unterschrieben hat. Zutreffend hat das Berufungsgericht jedenfalls ein Verschulden des Prozeßbevollmächtigten darin gesehen, daß er die Schreiben der Klägerin zu 2) vom 3. Beiden Schreiben ist bei der von einem Rechtsanwalt zu erwartenden aufmerksamen Lektüre mit Deutlichkeit zu entnehmen, daß sie auch einen Auftrag der Klägerin zu 2) zur Durchführung einer Berufung in eigener Sache enthielten. Der letzte Absatz des Schreibens vom 6. Diese Ausführungen lassen entgegen der von der Klägerin zu 2) vertretenen Auffassung hinreichend klar erkennen, daß nicht nur ein "Kostenschutz" für den Kläger zu 1) zugesagt, sondern darüber hinaus ein Rechtsmittel der Klägerin zu 2) selbst und dessen Durchführung gewünscht wurde. Dann aber hatte der Prozeßbevollmächtigte, sobald ihm die Schreiben mit den Handakten des Rechtsstreits BflHHI ./. Dabei hätte er festgestellt, daß der Inhalt dieser Akten für ein Rechtsmittel der Klägerin zu 2) keinen Raum ließ und daß sie Anfragen an die Klägerin zu 2), denen die Schreiben vom Eine weitere Nachforschung hätte den Prozeßbevollmächtigten dann zu den Handakten des vorliegenden Rechtsstreits geführt, zu demal in den Schreiben der Klägerin zu 2) als Versicherungsnehmer "Heinrich Bruening" angegeben ist, während es sich bei der von dem Prozeßbevollmächtigten vertretenen Klägerin des anderen Rechtsstreits um Hildegard Brüning handelte. Bei dieser Sachlage kann es auf sich beruhen, ob ein Verschulden des Prozeßbevollmächtigten (auch) darin zu sehen ist, daß er sich nicht fernmündlich bei der Klägerin zu 2) über deren Absichten vergewissert hat, als er vor Ablauf der Berufungsbegründungsfrist feststellte, daß die Handakten des vorliegenden Rechtsstreits Antwortschreiben der Klägerin zu 2) auf seine Anfragen vom 31.