BGH · IX ZB 536/75 vom 18.01.1977
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Beihilfe wegen der Tötung des ersten Ehemannes (§15 BEG) wird der Witwe auch dann nicht gewährt, wenn die zweite Ehe nach Inkrafttreten des BEG-Schlußgesetzes geschlossen worden ist und im Zeitpunkt der Entscheidung nicht mehr besteht. Die Beschwerde der Klägerin gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des 11. Gründe Die Klägerin behauptet: Sie habe seit April 1944 in Budapest den Judenstern getragen, sei im Juni 1944 in ein Judenhaus, im November 1944 in das Ghetto in Budapest eingewiesen und am 18. Dezember 1971 gewährten 2.000 DM eine weitere Beihilfe von 1.000 DM und den fünffachen Steigerungsbetrag gem. Nach Art. V Nr. 1 Abs. 1 Satz 2 BEG-SchlußG wird der Witwe, deren Ehemann einen Schaden an Leben (§15 BEG) erlitten hat, eine Beihilfe nur gewährt, wenn sie nicht wieder geheiratet hat. Wenn die Witwe eine neue Ehe eingegangen ist, entfällt der Beihilf eanspruch.rUnerheblich ist, ob die zweite Ehe vor oder nach dem Inkrafttreten des BEG-Schlußgesetzes geschlossen wurde oder im Zeitpunkt der Entscheidung noch besteht.jDas wird durch den schriftlichen Bericht des Wiedergutmachungsausschusses (BT-Drucks. Dort ist auf Seite 22 ausgeführt: "Da es sich bei der Beihilferegelung für die Witwe, wie bei den Ansprüchen nach § 15 ff BEG in erster Linie um eine versorgungsrechtliche Regelung handelt, ist vorgesehen, daß eine Beihilfe nur gewährt wird, wenn die Witwe bis zu dem Zeitpunkt der Entscheidung über den Beihilfeantrag sich nicht wiederverheiratet hat."