BGH · IX ZB 510/73 vom 31.03.1977
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Ein gesetzlicher Grund für die Zulassung der Revision (§ 219 Abs. 2 BEG) liegt nicht vor. Die Beschwerde des Beklagten wendet sich gegen die Auffassung des Berufungsgerichts, ein Antragsteller, der beim Verfolgungsbeginn noch ein Kleinkind war, sei nach §§ 150 ff BEG entschädigungsberechtigt, wenn seine Eltern bis dahin in ihrem persönlichen Lebensbereich Deutsch gesprochen, sich dann aber wegen der Judenverfolgung von der deutschen Kultur abgewandt und das Kind die deutsche Sprache nicht mehr gelehrt haben. Das Berufungsurteil veranlaßt auch insoweit nicht die Zulassung der Revision; es wirft keine Rechtsfrage auf, die einer Entscheidung durch den Bundesgerichtshof bedürfte. Denjenigen Verfolgten von der Entschädigung der Angehörigen des deutschen Sprach- und Kulturkreises aus den Vertreibungsgebieten (§§ 150 ff BEG)auszuschließen, der sich - anders als im Falle BGH RzW 197^, 307 - infolge geringen Alters zu dem maßgebenden Zeitpunkt in seiner deutschsprachigen Familie noch nicht ebenfalls des Deutschen als der Umgangssprache im persönlichen Lebensbereich bedienen konnte, würde die Grundsätze verfehlen, die der Bundesgerichtshof RzW 1970, 503 zur Abgrenzung des Berechtigtenkreises entwickelt hat. Das Abstellen auf den Sprachgebrauch darf nicht dazu führen, Angehörigen deutschsprachiger Familien deshalb die Entschädigung sberechtigung nach § 150 BEG vorzuenthalten, weil sie sich wegen ihres geringen Alters zu dem maßgebenden