BGH · IX ZB 478/74 vom 31.01.1978
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Die Revision ist nach dieser Vorschrift nicht zuzulassen, wenn der Anspruch unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt bestehen kann. Die Beschwerde des Klägers gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des 17. Februar 1969 lehnte die angerufene Behörde den Anspruch ab, weil sie nach § 185 BEG nicht zuständig sei und im übrigen die Anmeldung des Anspruchs im September 1966 wegen Versäumung der Frist des § 189 a Abs. 1 BEG unzulässig sei. Das Oberlandesgericht wies die Berufung gegen das klagabweisende Urteil des Landgerichts ab, weil der Beklagte nach § 185 BEG nicht zuständig und im übrigen der Anspruch mangels einer Substanti-ierung nach § 190 a Abs. 1 BEG auch sachlich unbegründet sei. Mit Recht weist die Beschwerde darauf hin, daß die Revision dann zugelassen werden muß, wenn streitig ist, ob das Land, gegen das der Anspruch auf Entschädigung gerichtet ist (§ 188 BEG), zu Recht als zuständig in Anspruch genommen ist (§ 219 Abs. 2 Nr. 4 BEG). Eine Zulassung nach dieser Vorschrift ist aber dann nicht gerechtfertigt, wenn feststeht, daß der geltend gemachte Anspruch unbegründet ist und deshalb auch nicht gegen das nach §§ 185, 188 BEG zuständige Land durchgesetzt werden kann. In einem solchen Fall wäre die Zulassung der Revision nach § 219 Abs. 2 Nr. 4 BEG eine Entscheidung, die den Beschwerdeführer letztlich nur mit unnötigen Kosten und die Entschädigungsorgane mit einem Arbeitsaufwand belasten würde:, der unter keinem entschädigungsrechtlich erheblichen Gesichtspunkt vertretbar ist.