Per IX# Zivilsenat des Xhmdo&gerlchtshofs hat &n 16# Oktober 1973 durch dm Vorsitzenden Richter Hai und die Richter Zorn, Henkel, Fuchs und Dr# rhu« Pie Beschwerde der Klügerin gegen die Hichizuloszung der Revision im Urteil des 19* Zivilsenat« d9S Oberlandesgo-richte München vosa 30» April 1970 wird zutttckgwleeen# Ple PrUftmg dos BeruiUngrurteile hat keinen gesetzlichen Orund für die Zulassung dar Revision (5 219 Aba# 2 BRO) ergeben# ■ \ Pie Klägerin beantragte in Juni 1963 Kntachttdigung für Cosimdhaitsßchaden# Gleichzeitig suchte »io xm die Wiedereinsetzung in die versäumte Antragsfrist (§ 109 Abe# 1 B.EO) nach und trug vori Sie habe gewußt, daö imt £Ur Rußland keine Entschädigung zahle« und habe deshalb keinen Antrag gestellt# Seit 1930 sei ihr auf Anfragen bei» Rechtsanwalt nach Ansprüchen auf Haft- Die FntecHSdigungshehördo und das tandgericivt Laben die Wiedereinsetzung wegen unzureichender Bcgrfln-dung des Geauefcos verweigert# Des Benifungsgcrlcfrt hat sie gewährt! Wiedereinsetzung in die versäumt® Antragsfrlst kam der Klägerin nicht gewährt worden* Ihr bisheriger Vortrag reicht nicht aus» einen unverschuldeten Irrtum über die Entsohddigungsfahigkolt der etsf den Aufenthalt in der r.wjetunien zurackgefUhrfcen üeeundh^itsttehüden anzunetoen« Die Behauptung# sie sei im Jahre 1939 verhaftet und nach dem Ural verschleppt worden# rechtfertigt auch nach den Grundsätzen der Entscheidung BGH BzW 1962# 116 noch keinen Entschädigungsanspruch aus
2499 0^9 Entscheid.-Sammlg. d. Senats O// o Mk BUNDESGERICHTSHOF jpc ZB A70/7Q B-E SCHLUSS ¥ in der Bnt8<üiMlgyxi&mmh$ Serä H H*Y# | JSA, Klägerin und Beachwerdcrührerln* «* FrosoBt>evolXaächtlgtert Ecchtcanvalt Br* gegen Freietaat Bayern* vertreten durch die Bozirksiinansdirektlon München* München 22* Alexcndr&ötreße 3* Beklagter tmd Beschvrerdegegner - 2 Per IX# Zivilsenat des Xhmdo&gerlchtshofs hat &n 16# Oktober 1973 durch dm Vorsitzenden Richter Hai und die Richter Zorn, Henkel, Fuchs und Dr# rhu« beschlossen t Pie Beschwerde der Klügerin gegen die Hichizuloszung der Revision im Urteil des 19* Zivilsenat« d9S Oberlandesgo-richte München vosa 30» April 1970 wird zutttckgwleeen# Pas Boschwerdeyerfchron lat gebühren» und aualagcmfrolf die auSergeriohtll* eben Kosten trägt die Klägerin* '■■ -iLi-äJULa ’ Ple PrUftmg dos BeruiUngrurteile hat keinen gesetzlichen Orund für die Zulassung dar Revision (5 219 Aba# 2 BRO) ergeben# ■ \ Pie Klägerin beantragte in Juni 1963 Kntachttdigung für Cosimdhaitsßchaden# Gleichzeitig suchte »io xm die Wiedereinsetzung in die versäumte Antragsfrist (§ 109 Abe# 1 B.EO) nach und trug vori Sie habe gewußt, daö imt £Ur Rußland keine Entschädigung zahle« und habe deshalb keinen Antrag gestellt# Seit 1930 sei ihr auf Anfragen bei» Rechtsanwalt nach Ansprüchen auf Haft- rJTft *» m und Ceinindh£iieechmb.m oitgetellt word®»# dies sei erfolglos« Iss.April 1 $63 tab® sie erfahren# daö dices Ent-echoictung durch das höchste Gericht geändert worden sol* Ende 1963 erläutert© sie den Geaundheitsschaden» Babel gal? sie unter anderem an# eie tab® vor Ausbruch des Krieges mit ihr#r F&aillo in Krctou gelebt# Kach Ausbruch des Krieges habe ihr Leidensweg begonnen# öle «el im J&bre 1939 verhaftet und «ach Alapa^w^LYal verschleppt worden# Die FntecHSdigungshehördo und das tandgericivt Laben die Wiedereinsetzung wegen unzureichender Bcgrfln-dung des Geauefcos verweigert# Des Benifungsgcrlcfrt hat sie gewährt! es meint aber* der Anspruch sei erloschen# weil die Klägerin bis 31# März 196? einen Yorfolgungs* tatbeatond im Birne der $5 1# 2 h¥X* nicht schlüssig dar-getan habe (§ 190a Abs# 1 ölt g ISO Kr* 2 BIO). Offenblelbt* ob diese Entßchcidung den vom Bundesgerichtshof zu §5 139 Abo. J# 190a Abo« 1 BEO entwickelten Grundsätsen entspricht (vgl* KsW 1972# 510 Kr* 12} 1973» 95 !?r. 9} 1972» 31 Nr« 21). ßie ist im Ergebnis richtig. Wiedereinsetzung in die versäumt® Antragsfrlst kam der Klägerin nicht gewährt worden* Ihr bisheriger Vortrag reicht nicht aus» einen unverschuldeten Irrtum über die Entsohddigungsfahigkolt der etsf den Aufenthalt in der r.wjetunien zurackgefUhrfcen üeeundh^itsttehüden anzunetoen« Die Behauptung# sie sei im Jahre 1939 verhaftet und nach dem Ural verschleppt worden# rechtfertigt auch nach den Grundsätzen der Entscheidung BGH BzW 1962# 116 noch keinen Entschädigungsanspruch aus « f§ It £# £3 ff Bra* Kin unvar&chuldoter Rechts irrtica kann eher nur denn feetgeetellt worden, wem die Gründung dos erkenne *t ?*:<*** uV. iv ^ u f da3 dor Antragsteller bei seinen, bisherigen rrfeundi-* gungen den /-.uakunftepereonen einen Sachverhalt unter» breitot hntf der entgegen einer weitverbreiteten rechts* ensicht auf Grund Kl-Xrmg der Roehtologe durch höchst-rlchterllehe fntseheidunf nunaehr su Fntach^digun^enn* sprächen für Gestmdhelteechaden führen kam* Damn fehlt es hier* Henkel * *