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BGH · ff ZB 390/74

Gericht: BGH · Aktenzeichen: ff ZB 390/74

Gitla BUß» geborene Klägerin und Besohwerdegegnorin Per XX» Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat a» Pie Beschwerde des Beklagten gegen die Nichtzulassung der Revision in Urteil # Ci« schildert« den Heltweg und beschrieb insbesondere die Umstand« des Veretecktlebens von August 1942 bis September 1944. Eütsch&diguagsbeh8x‘do und Lcnd^ericht waren der Meinung, der Anspruch aei mangels Substanti« ierung innerhalb der Frist des § 190 a Abs« 1 BIG erloschen» Demgegenüber sieht der Beruf ungerich-t*r in der ärztlichen Bescheinigung von 16« August I960 zusammen mit den Angaben der Klägerin über ihr Yerfolgungscohlckaal sin« ausreichende Barstei«* lung des anspruchsbegründcziden Sechverhalts« Babel würdigt er di« Diagnose "Angatneurose* als die Be« hauptung, es liege ein typisches Verfolgungsleiden vor»

geborenAngstneuroseEntschädigungBescheinigungangebenAnspruchBeschwerdeKlägerin

Volltext der Entscheidung

Zur Entscheidungssammlung des Senats
2503 059
Abschrift
BUNDESGERICHTSHOF
ff ZB 390/74	BESCHLUSS
in der Xntaobddiguagssache
 Laad RHEINLAND -PFALZ,
vertreten durch dos Ministerium dar Finanzen«
Kainz, Kaieer-Friedrich-Straßc 1,
Beklagter und Beschwerdeführer,
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gegen
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Gitla BUß» geborene
 Klägerin und Besohwerdegegnorin

ProzeObevollaRchtigtcri Rechtsanwalt
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Per XX» Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat a»
11» MUrs 1976 durch den Vorsitzenden Richter Kai und die Richter Zorn, Htnkel, Pr» fhut&m und Portoana
 beschlossen!
Pie Beschwerde des Beklagten gegen die
 Nichtzulassung der Revision in Urteil #
des 10» Zivilsenats • EntochSdlgungsse-nets ~ des Oberlandesgerichts Koblenz
 von 24« April 1974 wird zurlickgewiessa» ,
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Das Beschvordovorfabrcn ist gebUhren-und auslageaf rei; dl« auQergeriohtll-eben Kosten tragt d«r Beklagte.
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Di« 1934 in Polen geborene jüdische Klägerin beantragt« in Dezember 1956 Entschädigung ftlr Freiheita-•ohad«n. Ci« schildert« den Heltweg und beschrieb insbesondere die Umstand« des Veretecktlebens von August 1942 bis September 1944. Zn HSrs 1953 meldete eie - ohne Angabe von Einzelheiten - den Anspruch auf Entschädigung für Cesundheitsschaden nach. Zum Nachweis» dsS es sich bei den Freiboitsschaden um einen "Vorrang-sntrag* handle» legte sie im November i960 eine amtliche Bescheinigung vom 16. August i960 vor» ln der es heiflt, •io stehe vagen "ofcronischea Gelenkrheumatismus und Angstneurose" in Behandlung und sai infolge ihrer lei-
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den mehr *1* 50 v.B« crboitß- und erwerbsunfähig« Weitere Angaben zu dem Gesundhelt sschadan nachte sie •rat im Jahre 1970.
Eütsch&diguagsbeh8x‘do und Lcnd^ericht waren der Meinung, der Anspruch aei mangels Substanti« ierung innerhalb der Frist des § 190 a Abs« 1 BIG erloschen» Demgegenüber sieht der Beruf ungerich-t*r in der ärztlichen Bescheinigung von 16« August I960 zusammen mit den Angaben der Klägerin über ihr Yerfolgungscohlckaal sin« ausreichende Barstei«* lung des anspruchsbegründcziden Sechverhalts« Babel würdigt er di« Diagnose "Angatneurose* als die Be« hauptung, es liege ein typisches Verfolgungsleiden vor»
Diese Entscheidung des Berufungsgerichts stimmt xait der ständigen Aochtsprechung des Bundesgorlchts-hofs in Kaff 1971# 561* 1972, 31 ffr« 21; 1979, 160 ffr« 2| 237f 276 überein« Der Oeoundhcitcschadensan« epruth war nach § 109 Abs« 1 BIG wirksam angcneldet« Die Klägerin brauchte ihr Vorbringen nicht einzelnen Entschädigungsansprüchen mzuordnen« Die Behdrä* hatte anhand der insgesamt gemachten Angaben zu entscheiden« Gesundheitliche Beschwerden waren bezeichnet« Ob die Leidensbeschreibung 11 Angstneurose* die Annahme rechtfertigt, hiermit sei der Zusamenhang mit der Verfolgung behauptet# beurteilt sich nach den Umstunden des Binzelfalles«
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dor Auffaaauns Beschwerde* wirft dor Streitfall kl^ru2)gab«dUrftisa Rechtafragen nicht auf»
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